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Aktueller Nord|Süd-Newsletter erschienen

Empowerment ist das Ziel

(26.4.2014) Arbeitnehmerrechte stärkt man nur, indem man die Gewerkschaften stärkt. Um die Potenziale zu entwickeln, brauchen die mehr Mitglieder, ungewohnte Allianzen – und junge Leute. Das zeigte der IGB-Kongress in Berlin.

„Hallo Japan, wieviele Mitglieder wollt ihr werben bis 2018?“, ruft Liz Shuler in den Saal. „Wir haben jetzt 6,7 Millionen, sagt Shoji Arino vom Gewerkschaftsbund Rengo, zu dem 73 Gewerkschaften gehören. „2018 sollen es zehn Millionen sein.“ Shuler: „Kollegen aus Nigeria, wieviel habt ihr euch vorgenommen?“ – „Sechs Millionen wollen wir werden…“ Im Rechnen ist Liz Shuler gut, aber auch im Begeistern.

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Hauptsache, es stürzt nicht ein

(26.4.2014) Trümmer, Eigentumsansprüche, fehlende Unterlagen, teure Technik: Nach dem Erdbeben von 2010 ist es nicht einfach, das Frauenberufsbildungswerk der RENAFAM im haitianischen Port-au-Prince wieder aufzubauen. Doch so langsam wird es.

Auf dem Grundstück in der Rue Delmas 35 in Port-au-Prince geht es reichlich laut zu. Es wird gehämmert, gebohrt und geschraubt. Einer der Männer mischt Zement, andere ziehen Mauern aus Betonstein hoch. In der Vorstadt der haitianischen Hauptstadt entsteht das neue Berufsbildungswerk des nationalen Netzwerks gewerkschaftlich organisierter Frauen (RENAFAM), das unter anderem aus Spendengeldern von „Gewerkschaften helfen“ finanziert wird.

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Katar: Reine PR-Übung

(31.3.2014). Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) hat seinen Sonderbericht „Die Akte Katar“ veröffentlicht. Er zeigt, dass sich – trotz der öffentlichen Kritik – an den menschenverachtenden Arbeitsbedingungen auf den Baustellen der WM-Stadien bisher nichts geändert hat. Beim Besuch vor Ort traf eine IGB-Delegation auf einer Stadionbaustelle auf 38 Arbeiter aus Indien, Nepal und Thailand, die dort unter unhygienischen Umständen hausen mussten. Die IGB-Generalsekretärin Sharan Burrow bezeichnete die bisherigen Reaktionen Katars als „reine PR-Übung“. Sie erwartet von der FIFA, Druck für eine Abschaffung des traditionellen Leibeigenensystems zu machen. Zudem müssten die Beschäftigten das Recht erhalten, sich gewerkschaftlich zu organisieren, und einen Mindestlohn erhalten.

„Man muss den Katarern die WM entziehen, wenn sie an dem Kafala-System festhalten, das an Sklaverei grenzt“, fordert der DGB-Vorsitzende und IGB-Präsident Michael Sommer.

Opferfonds leer

(31.3.2014). Die Textilunternehmen, die Ware von Unternehmen im Hochhaus Rana Plaza in Bangladesch bezogen haben, das im vergangenen Jahr abgebrannt ist und bei dem es zahlreiche Todesopfer zu beklagen gab, wollten über einen ILO-Fonds die Opfer und deren Familien unterstützen. 40 Millionen Dollar werden dazu benötigt.

Doch bislang ist der Topf noch weitgehend leer. Erst zehn Unternehmen haben in den Opferfonds eingezahlt.

www.ranaplaza-arrangement.org

Nicht gemeldet: Sklavenähnliche Arbeiten für die WM 2022 ab sofort eingestellt!

8.01.14 Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar soll nicht im Sommer ausgetragen werden. Das hat Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke in einem Radiointerview bestätigt. Der Ausweichtermin solle zwischen November und Januar liegen. 

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Freihandel gefährdet soziale Rechte

16.12.2013 - Eine "Partnerschaft der Superlative" verspricht das Freihandelsabkommen, dessen dritte Verhandlungsrunde heute beginnt. Der DGB sieht mehr Risiken als Chancen. Nichtregierungsorganisationen sehen die Demokratie in Gefahr.

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Gewerkschaften helfen Taifun-Opfern auf den Philippinen

13.11.13 Die DGB-Gewerkschaften erklären sich solidarisch mit den Menschen auf den Philippinen und wollen helfen. Deshalb rufen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften dazu auf, für die Opfer des Taifuns zu spenden.
Der Taifun Haiyan hat mit seiner Wucht vor allem in der Region der östlichen Visayas Städte, Dörfer und Infrastruktur verwüstet. Hundertausende Menschen haben ihr Dach über dem Kopf verloren und stehen vor dem Nichts. Hinzu kommen Hunger und die Bedrohung durch Seuchen. Sie brauchen jede erdenkliche Hilfe.

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2013: 30 Millionen Menschen in Sklaverei

(18.10.2013). - Weltweit leben rund 30 Millionen Menschen in Sklaverei oder in sklavenähnlicher Abhängigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der australischen Walk Free Foundation, die als Sklaverei-Index künftig jährlich erscheinen soll.

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Fußball-WM 2022: Sklavenähnliche Arbeitsbedingungen

Rerun-the-Vote(27.9.2013). Nach Veröffentlichungen des britischen Guardian über mindestens 44 Tote unter den nepalesischen Wanderarbeitern in Katar warnt der Internationale Gewerkschaftsbund vor mehr als 4000 Todesfällen beim Bau der WM-Infrastruktur. Indes wächst der internationale Druck auf das Wüstenemirat, die Rechte der Arbeiter zu verbessern.

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Online-Debatte über Zukunft der deutschen Außenpolitik

(27.06.14). "Die soziale Gerechtigkeit muss das Leitmotiv deutscher Außenpolitik sein", fordert DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann im Debattenportal des Auswärtigen Amtes „Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken“ . Ein reiches Land wie Deutschland sollte mit gutem Beispiel voran gehen und endlich die Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zum Mindestlohn, zum Kündigungsschutz und zum Mutterschutz ratifizieren, so Hoffmann.

Review 2014 wurde als Debattenportal vom Außenministerium eingerichtet, um die Bevölkerung an der Diskussion über die deutsche Außenpolitik zu beteiligen. Die Veranstalter rechnen mit reger Beteiligung. Zum Beitrag des DGB-Vorsitzenden bei dgb.de oder direkt zum Online-Portal Review 2014.

Rana-Plaza: DGB-Chef mahnt deutsche Textilindustrie

(24.4.2014) Dhaka/Berlin.  Ein Jahr nach dem Einsturz der Rana-Plaza-Fabrik in Bangladesch mit tausenden Toten und Verletzten haben die dort produzierenden westlichen Textilunternehmen noch immer nicht die zugesagten Mittel in den Opferfonds einbezahlt. Michael Sommer, Vorsitzender des DGB, hat die deutschen Unternehmen aufgefordert, zu ihrer Verantwortung zu stehen und ausstehende Entschädigungszahlungen zu leisten.

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Kein Freihandel ohne soziale Rechte

Grafik: einblick

(27.3.2014). Mehr Transparenz, die Sicherung von Sozial- und Umweltstandards sowie von Arbeitnehmerrechten und keine undurchsichtige Schiedsgerichtsbarkeit zum Schutz der Investoren: Das sind die wichtigsten Forderungen des DGB zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, der „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP).

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Amnesty International: Neue Vorwürfe gegen Katar

18.12.2013 - Amnesty International (ai) erhebt neue Vorwürfe gegen das Weltmeisterschaftsland Katar. In der Süddeutschen Zeitung berichtet ai über Fälle, in denen Wanderarbeiter die Büros von Sportorganisationen gebaut, dafür aber keinen Lohn bekommen haben,

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Telekom: Kultur der Einschüchterung und Verängstigung

5.12.2013 - Die internationale Telekommunikationsgewerkschaft UNI Global Union hat 1800 Beschäftigte der Deutschen Telekom und ihrer Töchter befragt. Das Ergebnis: Gewerkschaftsbashing und ein rüder Umgang mit Arbeitnehmerrechten gehören scheinbar weltweit zum Selbstverständnis des Unternehmens.

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Neue IGB-Regionalgruppe

 28.11.2013GewerkschafterInnen aus Algerien, Bahrain, Ägypten, Libyen, Jordanien, Mauretanien, Marokko, Oman, Palästina, Tunesien und Jemen haben im Rahmen des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) eine neue Regionalgruppe gegründet.

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Indien: Keine ernsthaften Bemühungen gegen Schuldknechtschaft

4.12.2013 - Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kritisiert die häufig sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen in der indischen Textilindustrie. Die indische Regierung unternehme nicht wirklich etwas dagegen.

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Weltfrauenkonferenz für Frauenrechte

3.12.2013 - Die Delegierten der zweiten Weltfrauenkonferenz im November haben die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) aufgerufen, eine Konvention gegen sexuelle Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz zu verabschieden.

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Harte Olympia-Realität

17.12.2013 - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat in Interviews mit WanderarbeiterInnen die Arbeitsbedingungen im russischen Sotschi thematisiert: Keine oder zu spät ausgezahlte Löhne, Arbeitszeiten weit über dem Normalen und die Einbehaltung von Ausweispapieren scheinen an der Tagesordnung zu sein. "Katar" lässt grüßen.

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Gemeinsam für Arbeitnehmerrechte bei Amazon

10.12.2013 - Amazon will nach Polen und Tschechien, um so dem Druck der Beschäftigten hierzulande für Tarifverträge und bessere Arbeitsbedingungen zu entgehen. Die Interregionalen Gewerkschaftsräte Elbe-Neiße und Viadrina wollen dem mit einer gemeinsamen Stratgie begegnen.

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Brosch.: Länderprofil Kolumbien – Licht am Ende des Tunnels im Bürgerkriegsland?

Broschüre (2012/2013): Länderprofil Kolumbien – Licht am Ende des Tunnels im Bürgerkriegsland?

Umfang: 68 Seiten, in Kooperation mit kolko – Menschenrechte für Kolumbien,
Misereor und Friedrich-Ebert-Stiftung
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Broschüre: Weltweiter Verteilungskampf um Ressourcen – Rohstoffe, Wasser, Energ.

Broschüre (2012/2013): Weltweiter Verteilungskampf um Ressourcen – Rohstoffe, Wasser, Energie

Umfang: 60 Seiten, u.a. mit Beiträgen von IG BCE, IG Metall, Oxfam, weed 
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Broschüre: Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Broschüre (2014): Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe II/2014

Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe II/2014

Titel: Empowerment ist das Ziel; Kommentiert: WM-Spiel braucht neue Regeln; Der IGB: „Gemeinsam haben wir Macht“; Bolivien: „Ohne den Mindestlohn hätte ich gekündigt“; Guinea: Frauen „können und müssen“ Verantwortung übernehmen; Deutschland: Kampf im Rotlichtmilieu; Aus den Projekten – Haiti: Hauptsache, es stürzt nicht ein, u.a.

Hier lesen oder downloaden:
www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2014-ii

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