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Film: Gefangen in der Baumwollkette

(22.5.2015). Einstürzende oder ausbrennende Textilfabriken in Bangladesch, Pakistan und anderswo sind bekannte Bilder aus Nachrichtensendungen. Doch die Probleme mit der Wertschöpfung in der Textilindustrie beginnen viel früher. Niedrigste Löhne, Ausbeutung, Gefahr für Leib und Seele – von all dem sind bereits die LandarbeiterInnen auf den Baumwollfeldern betroffen, später die Beschäftigten in den Baumwollverarbeitungen. Allein in Indien arbeiten 35 Millionen Menschen, darunter 60 Prozent Frauen, in der Textilindustrie, nahezu so viele Menschen wie in Deutschland insgesamt erwerbstätig sind. ver.di-TV und die Kampagne für Saubere Kleidung sind ins Mutterland der Baumwolle gereist und erzählen nun in der Doku „Gefangen in der Baumwollkette“ die Geschichte unserer Baumwollprodukte.

Zur Doku

NEU: Sklaverei und Zwangsarbeit im 21. Jhdt., Seminar 21. - 26.06.2015

(15.5.2015).

Wir sind weniger wert als Tiere!" Sklaverei und Zwangsarbeit im 21. Jahrhundert Trotz (inter-)nationaler Verbote und Ächtung befinden sich heute 21-30 Millionen Menschen weltweit in Sklaverei oder sklavereiähnlichen Arbeits- und Lebensbedingungen - auch vor unserer Haustür. Moderne Sklaverei kennt viele Formen, existiert in allen Regionen und ist gängige Praxis in vielen Wirtschaftssektoren. Sie ermöglicht ein Milliardengeschäft für die Arbeitgeber, Chic und Komfort zu irrealen Preisen für uns KonsumentInnen. Für die Betroffenen hingegen bedeutet sie Freiheitsberaubung und den Verlust der Kontrolle über das eigene Leben, Armut, tagtägliche Erschöpfung aufgrund schwerer Arbeit, Gesundheitsschäden, Isolation, auseinandergerissene Familien, Erniedrigungen, nicht selten auch die Erfahrung von (u. a. sexueller) Gewalt. Welche (inter-)nationalen und lokalen Gegeninitiativen und Handlungsansätze gibt es, was können wir tun als GewerkschafterInnen, BürgerInnen und als VerbraucherInnen? Wie können wir das Thema in der Bildungsarbeit behandeln? ANMELDUNG und THEMENPLAN unter: http://www.forum-politische-bildung.de/skl

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Open Online Course on Workers’ Rights in a Global Economy

(15.5.2015). Global Labour University launches a free six weeks online course to discuss what Global Workers’ Rights are and which instruments and strategies can be used to implement them. Start 1 June ! Based on a careful mix of video lectures, readings, online resources and interviews with activists and labour scholars from around the world, participants will gain both knowledge and practical skills for furthering workers’ rights worldwide. To get an overview of the course: https://www.youtube.com/watch?v=8u8dpMVfFh0

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Solidarität statt Konkurrenz

(12.5.2015). Anlässlich 30-jähriger gewerkschaftlicher Zusammenarbeit besuchten Ende 2014 GewerkschafterInnen aus Ludwigshafen, Mannheim, Wörth, Stuttgart, Hamburg, Wolfsburg, Münster und Frankfurt MetallerInnen und ChemikerInnen in der brasilianischen Industrieregion São Paulo. Friedrich-Ebert-Stiftung, Hans-Böckler-Stiftung, das DGB-Nord/Süd-Büro in Brasilien, Observatorio Sozial, die brasilianische Metallgewerkschaft CNM/CUT, die Chemiegewerkschaft und die IG Metall sorgten für ein umfangreiches Programm mit Fokus auf „Internationale Netzwerke in der Metall- und Chemieindustrie“.

Die deutsche Delegation hat nun in einer 20-seitigen Broschüre unter dem Titel „Brasilien 2015“ ihre Erfahrungen und Eindrücke aus brasilianischer Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit zusammengefasst. Zum Download.

IGB: Appell an die FIFA

(23.4.2015). Die Welt hat ihr Vertrauen in die FIFA verloren, und die Fußball-WM 2022 in Katar ist der Hauptgrund dafür. Mit einem Appell im Vorfeld der Wahl des künftigen FIFA-Präsidneten will der Internationale Gewerkschaftsbund Druck für Veränderungen machen.

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Kolumbien: Coca-Cola-Mitarbeiter im Hungerstreik

(Bogotá, 20.4.2015). Fünf Arbeiter von Coca-Cola Kolumbien und Angehörige der Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal befinden sich seit der vergangenen Woche im Hungerstreik. Sie fordern die Regierung dazu auf, die Sicherheit von Gewerkschaftsmitgliedern zu gewährleisten und sich um schlechte Arbeitsbedingungen und die Wasserversorgung zu kümmern.

Upd.: Nach einer Verständigung mit der Stadtverwaltung von Bogotá haben die fünf Coca-Cola-Arbeiter und Mitglieder der Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal ihren Hungerstreik beendet. Nun sollen Gespräche zu den vom Konzern verursachten Umweltproblemen geführt werden. Eine Arbeitsgruppe aus Sprechern der Stadtverwaltung, der regionalen Umweltbehörde sowie Vertretern von Sinaltrainal und Coca-Cola wurde gegründet.

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Europäische Bürgerinitiative: Erste Bilanz

(15.4.2015). Seit dem 1. April 2012 können EU-BürgerInnen aktiv die europäische Politik mitbestimmen. Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) wurde in Deutschland vor allem mit der Initiative „Right2Water – Wasser ist ein Menschenrecht“ bekannt. Sie gehört zu den drei Initiativen, die es schafften, mindestens eine Million Unterschriften zu sammeln.
Insgesamt wurden 51 Bürgerinitiativen bei der EU-Kommission registriert, sechs Millionen Menschen haben sich beteiligt, wie die Kommission in ihrer ersten EBI-Bilanz schreibt. Folgen hatten sie bisher kaum: Die erfolgreichen Initiatoren von „Right2Water“ wurden lediglich zu einer öffentlichen Anhörung ins EU-Parlament eingeladen, und die Kommission gab eine Stellungnahme ab.

T-Mobile USA: Verstöße gegen geltendes Arbeitsrecht

(8.4.2015). T-Mobile US wurde verurteilt. Das höchste amerikanische Gericht für Arbeitsrechtsfragen in den USA befand, dass eine Reihe von Mitarbeiteranweisungen, die das Unternehmen allen Beschäftigten auferlegt, gegen grundlegende Arbeitnehmerrechte verstoßen und eine kollektive Interessenvertretung verhindern.

 

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G7 müssen Vorreiter sein

Grafik Fair Bezahlen(7.4.2015). Die führenden Industrienationen haben eine besondere Verantwortung für menschenwürdige Arbeitsbedingungen entlang der weltweiten Wertschöpfungsketten. Davon sind die Gewerkschaften überzeugt. Was konkret getan werden kann, war Thema eines G7-Dialogforums der DGB-Gewerkschaften mit der Bundesregierung.

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Ausgezeichnet: Kreativ gegen Nazis

Die Preisträger von der BCE-Jugend Nordost(2.4.2015). Ende März wurden in Hannover die PreisträgerInnen des Wettbewerbs „Die Gelbe Hand“ 2014/2015 ausgezeichnet. Den ersten Preis gewann die IG BCE-Jugend des Landesbezirks Nordost. Der zweite Preis ging an die BerufsschülerInnen der Willy-Brandt-Schule in Gießen. Mit dem dritten Preis wurden die BerufsschülerInnen des Paul-Spiegel-Berufskollegs in Dorsten ausgezeichnet. Sonderpreise erhielten Michelle Pape, Auszubildende der Stadt Bad Salzdetfurth, die Einzelandels-Berufsschulklasse der Kaufmännischen Schulen Rheine sowie die Jugend- und AusbildungsvertreterInnen der IG Metall bei VW in Braunschweig.
Zum neunten Mal zeichnete der Kumpelverein Projekte, Aktivitäten und Aktionen von SchülerInnen, Auszubildenden und jungen GewerkschafterInnen aus. Die erstplatzierten Jugendlichen der IG BCE Nordost hatten sich unter dem Motto „Wir kreativ gegen Nazis“ mit Rechtsextremismus befasst und unter anderem einen Song kreiert, den die Jugendlichen während des Festaktes stimmungsvoll aufführten.
In ihrem Projekt schufen die Gießener BerufschülerInnen eine Mauer aus Pappe als Symbol für die Mauer in den Köpfen der Menschen, die es einzureißen gilt. Die Dorstener SchülerInnen beschäftigten sich mit der strukturellen Diskriminierung von MigrantInnen im Bewerbungsverfahren.
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Save FIFA

(13.5.2015). „Rettet die FIFA“ ist das Motto einer E-Mail-Kampagne des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB), mit deren Hilfe der IGB Einfluss auf die Wahl des nächsten FIFA-Präsidenten nehmen will. Der Weltfußballverband wählt am 29. Mai seinen neuen Präsidenten.

Die Argumente gegen die WM 2022 in Katar werden immer zahlreicher. Arbeiter sterben, und Katar hat es versäumt, zugesagte Arbeitnehmerrechtsreformen umzusetzen. Arbeiter sind in dem Land gefangen und können nur mit Genehmigung ihres Arbeitgebers ausreisen, ihre Pässe werden konfisziert, und viele von ihnen sind zu zwölft oder mehr in einem Raum untergebracht und verdienen nur ein paar Dollar pro Tag.

Vor diesem Hintergrund hat der IGB die Präsidentschafts-Kandidaten befragt, ob sie sich für Menschenrechte und gegen Korruption und Ausbeutung einsetzen werden. Nun ruft der IGB dazu auf, per Mail an die zuständigen nationalen Verbände zu appellieren, die richtige Wahl zu treffen.

www.savefifa.org

 

Textilbündnis: Aktionsplan soll soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit schaffen

(22.4.2015). Das im zurückliegenden Herbst von Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller ins Leben gerufene Textilbündnis will verbindliche soziale, ökologische und ökonomische Bündnis-Standards schnell und flächendeckend mit einem Aktionsplan umsetzen. International anerkannte Leitlinien und Standards wie die UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und die ILO-Kernarbeitsnormen sollen flächendeckend Realität werden.

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US-Amerikaner streiken für 15 Dollar Mindestlohn

Logo FightFor15(15.4.2015). In den USA kämpfen Beschäftigte in Niedriglohnbranchen für einen Mindestlohn von 15 Dollar je Stunde. Mitte April traten tausende Angestellte insbesondere von Fast-Food-Ketten dafür in den Streik. Die Aktionen fanden in hunderten von Städten im ganzen Land statt. Die Kampagne steht unter dem Motto „Fight for 15“. Die New York Times bezeichnet den anhaltenden Kampf der Fast-Food-Beschäftigten als „die größten Arbeitsproteste des Landes seit Jahren“. Unterstützt wird die Kampagne von der Angestelltengewerkschaft SEIU.

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Menschenrecht Wasser: Walk for Water nach Mekka

(1.4.2015). Mit einer spektakulären Aktion will die Stiftung "Water is Right" für das Menschenrecht auf Wasser eintreten. Im Namen der Stiftung, die von Rolf Stahlhofen, Sänger der Söhne Mannheims, gegründet wurde, will der Wasser-Aktivist Stefan Pfeiffer bei einer dreijährigen Pilgerreise vom Nordkap bis nach Mekka auf die Lage am Weltwassermarkt aufmerksam machen.

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Neues Netzwerk Faire Mobilität.

(20.3.2015). Mobile und entsandte ArbeitnehmerInnen, die in Deutschland arbeiten, wissen oft nicht, welche Rechte sie haben. Das „European Fair Mobility Network“ hat Beratungsstellen in Slowenien, Bulgarien und Rumänien eingerichtet, damit sich ArbeitnehmerInnen bereits vor ihrer Ausreise über den deutschen Arbeitsmarkt informieren können. Das DGB-Projekt Faire Mobilität hat das transnationale Netzwerk gemeinsam mit den Partnergewerkschaften vor Ort gegründet und die BeraterInnen rechtlich geschult. Das Netzwerk wird von EU-Kommission, Hans-Böckler-Stiftung und DGB finanziert. Träger des Projekts ist Arbeit und Leben Berlin. Auf der Internetseite gibt es Informationen auf Englisch, Deutsch, Slowenisch, Bulgarisch und Rumänisch.

Weltwirtschaft: Fairer Handel – gute Arbeit

(19.3.2015). „Gute Arbeit weltweit“ ist eines der zentralen Themen beim Treffen der sieben wichtigsten Industrieländer (G7) im Juni in Bayern. Die deutsche Präsidentschaft wollen Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) nutzen, um die größten Industrieländer auf eine gemeinsame Linie für sozialverantwortliches und umweltverträgliches Handeln in der globalen Warenproduktion zu verpflichten. In einem Zukunftspapier haben die beiden Ministerien ihre Ziele vorgestellt.
 

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Wisconsin will Gewerkschaften aushungern

(12.3.2015). Der US-amerikanische Gewerkschaftsdachverband AFL/CIO wehrt sich mit einer Klage gegen ein Gesetz des Gouverneurs Scott Walker. Walker, Gouverneur des US-Bundesstaats Wisconsin, will mit dem Gesetz unter dem Titel "Right to Work" die Gewerkschaften aus den Betrieben vertreiben.

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Oxfam: 1 Prozent der Weltbevölkerung besitzt mehr als der gesamte Rest

(20.1.2015). Schon im nächsten Jahr wird das Vermögen von nur einem Prozent der Weltbevölkerung größer sein als als das Vermögen der restlichen Weltbevölkerung. Das rechnet die Streitschrift „Alles haben und noch mehr wollen“ der Menschenrechtsorganisation Oxfam anlässlich des morgen beginnenden Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos vor.

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Nach Brand in Tazreen: C&A will zahlen

(15.12.2014). Die Modefirma C&A zahlt nun doch. 120 Menschen verloren im November 2012 bei einem Feuer in der Textilfabrik „Tazreen“ in Dhaka, Bangladesch, ihr Leben, weil die Notausgänge verschlossen waren. Hunderte wurden schwer verletzt. Zwei Jahre nach der Katastrophe haben der internationale Gewerkschaftsdachverband IndustriALL, dem IG Metall und IG BCE angehören, und die Kampagne für Saubere Kleidung eine Vereinbarung mit C&A geschlossen.

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Unfaires Spielzeug: Petition unterstützen!

(Wien/New York, 11.12.2014). Die Südwind-Partnerorganisation China Labor Watch (CLW) hat zum wiederholten Male die Arbeitsbedingungen in der Spielzeugindustrie in China untersucht. Trotz der Zusage des multinationalen Konzerns Mattel, Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu ergreifen, zeigt das Ergebnis, dass es in den chinesischen Zulieferbetrieben immer noch zu Arbeitsrechtsverletzungen kommt: 120 erzwungene Überstunden, unbezahlte Sozialversicherungsbeiträge, fehlender Arbeitsschutz finden sich unter den Mängeln.

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Brosch.: Länderprofil Kolumbien – Licht am Ende des Tunnels im Bürgerkriegsland?

Broschüre (2012/2013): Länderprofil Kolumbien – Licht am Ende des Tunnels im Bürgerkriegsland?

Umfang: 68 Seiten, in Kooperation mit kolko – Menschenrechte für Kolumbien,
Misereor und Friedrich-Ebert-Stiftung
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Broschüre: Weltweiter Verteilungskampf um Ressourcen – Rohstoffe, Wasser, Energ.

Broschüre (2012/2013): Weltweiter Verteilungskampf um Ressourcen – Rohstoffe, Wasser, Energie

Umfang: 60 Seiten, u.a. mit Beiträgen von IG BCE, IG Metall, Oxfam, weed 
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Broschüre: Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Broschüre (2014): Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

 

 

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Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe I/2015

Newsletter Nord|Süd news,
Ausgabe I/2015

Titel: Die soziale Krise; Kommentar: Demontage im Namen der Krise; Die Verantwortlichen: „Hire and fire – heute geht das ruckizucki“; Chronologie: Soziale Sicherheit? Ein lukratives Geschäftsfeld!; China: Gesundheit für 1,3 Milliarden Menschen in China; Indien: Garantie über 100 Tage Arbeit; Debatte um Freihandel: Sorge um TTIP-Outsider; Rio Tinto sucht den Konflikt u.a.

Hier lesen oder downloaden:
http://www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2015-i

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