„Sandfischer“ in Puerto Berrío, Santander, Kolumbien

ENS Fotoausstellung 2011:

Décimo séptimo concurso latinoamericano de fotografía documental „Los trabajos y los días"

„Sandfischer“ in Puerto Berrío, Santander, Kolumbien: In den gefährlichen Fluten des verschmutzen Flusses Río Magdalena verdient der Fischer seinen Lebensunterhalt – zwischen Tonnen mit Bausand gräbt er stundenlang nach Welsen und Bocachicos und riskiert damit sein Leben.“

Foto: © Alejandro Cock-Peláez www.ens.org.co

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Bauarbeiter in Rionegro, Kolumbien

ENS Fotoausstellung 2011:

Décimo séptimo concurso latinoamericano de fotografía documental „Los trabajos y los días"

Bauarbeiter in Rionegro, Kolumbien

Foto: © Augusto Cesar Ceballos Montoya www.ens.org.co

 

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Bauer auf Tabakfeld in Montebello, Kolumbien

ENS Fotoausstellung 2011:

Décimo séptimo concurso latinoamericano de fotografía documental „Los trabajos y los días"

Bauer auf Tabakfeld in Montebello, Kolumbien

Foto: © Gerardo Chaves Alonso www.ens.org.co

 

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Kinderarbeit – Ein Kind in Ciudad, Bolívar, Kolumbien

ENS Fotoausstellung 2011:

Décimo séptimo concurso latinoamericano de fotografía documental „Los trabajos y los días"

Ein Kind in Ciudad, Bolívar, südwestlich von Antioquia, Kolumbien, hilft seiner Familie bei der Grundsicherung ihres Lebensunterhalts.

Foto: © Juan Pablo Castrillón www.ens.org.co

 

 

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Erste Model-Gewerkschaft gegründet

Viel Glamour, wenig Rechte, Verstöße gegen den Jugendschutz und sexuelle Übergriffe – das zeichnet den Arbeitsalltag vieler Models in der internationalen Modeszene aus. Die meist noch sehr jungen Frauen und Mädchen können sich nur schwer gegen die Macht der Agenturen, Designer und Fotografen durchsetzen. In New York hat Top-Model Sara Ziff nun die erste Model-Gewerkschaft der Welt gegründet, die Model Alliance.

Die Models in der internationalen Modeszene werden immer jünger: 13- und 14-Jährige auf den Laufstegen der Haute Couture oder auf den Cover-Seiten der Magazine sind keine Seltenheit. Während die internationalen Designer weiter auf den „Lolita-Chic“ setzen, beginnen die Models, sich zu organisieren, um ihre Rechte durchzusetzen. Die Mädchen sind in einer Branche tätig, in der sie sich häufig nur schwer gegen die Übermacht von Agenturen, Designern und Fotografen zur Wehr setzen können. Das führt zu oft zum Abschluss von Knebelverträgen. Unangemessene Behandlung gilt es, zu erkennen und zurückzuweisen – oft nicht einfach für die Mädchen und jungen Frauen. Neben Missachtungen des Kinder- und Jugendarbeitsschutzes kommt es auch immer wieder zu sexuellen Übergriffen auf die jungen Models.

Selbstverpflichtungen reichen nicht

Zwar gibt es freiwillige Selbstverpflichtungen in der Modebranche gegen den Einsatz zu junger Models, etwa die des amerikanischen Designerverbands CFDA oder die der Modenschauen in Paris, Mailand und London. Ein wirksames Mittel sind sie jedoch nicht, denn letztendlich entscheiden Modemacher, Agenturen und Veranstalter selbst, ob sie die Richtlinien beachten wollen. So werden immer wieder sehr junge und sehr dünne Models – Magersucht ist schon fast Berufskrankheit – über die Laufstege geschickt.

In New York hat Top-Model Sara Ziff nun die erste Model-Gewerkschaft der Welt gegründet, die Model Alliance. Die internationale Organisation tritt für bessere und gesündere Arbeitsbedingungen für Models ein. Sie wendet sich gegen von der Branche geförderte Essstörungen, sexuelle Übergriffe und krank machende Arbeitsumstände.

Aktionen im Herbst

Für die Herbstkollektionen 2012 hat die Model Alliance drei Aktionen gestartet. Dazu gehört die Kampagne für mehr Privatheit backstage. Sie soll erreichen, dass keine unautorisierten Fotos mehr von den Models beim Kleiderwechsel gemacht werden können, die später im Internet landen. In Kooperation mit der Actors‘ Equity Association und der American Guild of Musical Artists (beide Mitglied im US-amerikanischen Gewerkschaftsdachverband AFL-CIO) wurde der Model Alliance Support gegründet. Sie hält Telefonnummern und eine E-Mail-Adresse bereit, unter denen Models sexuelle Belästigung melden können und qualifizierte Hilfe erhalten. Schließlich wurde eine „Liste der Rechte von Models“ entworfen, an der sich Models orientieren können, um einzuschätzen, ob die Anforderungen, die an sie gerichtet werden, angemessen sind.

Link:

www.modelalliance.org

Fußball WM in Katar

Die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) protestierte mit Unterstützung des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) gegen die Arbeitsbedingungen in Katar. Der Stadionbau für die Fußballweltmeisterschaft 2022 im Emirat Katar läuft – für die Beschäftigten allerdings unter miserablen Bedingungen. Rund 90 Prozent sind WanderarbeiterInnen ohne jegliche eigenen Rechte. Selbst der Beitritt zu einer Gewerkschaft ist ihnen untersagt. Dazu kommt die schlechte Bezahlung und fehlender Arbeitsschutz. Die Gewerkschafter sprachen beim Weltfußballverband FIFA vor, mit der Bitte, sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. IGB-Generalsekretärin Sharan Burrow  erklärte, die internationale Gewerkschaftsbewegung werde es nicht hinnehmen, dass Menschen für den Bau von Stadien eingesetzt würden ohne jegliche eigene Rechte.

www.ituc-csi.org

www.bwint.org

Entwicklungshilfe weltweit vernetzen

Zum vierten Mal trafen sich Staatschefs und Minister und Vertreter aus über 80 Ländern und Organisationen zum globalen Forum „High Level Forum on Aid Effectiveness“ (Hochrangiges Forum zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit). Im südkoreanischen Busan nahmen erstmals auch Vertreter aus Brasilien, China und Indien teil. Die Forumsteilnehmer diskutierten schlüssige Konzepte zu Armutsbekämpfung. Die Umsetzung der Beschlüsse von Busan soll in regelmäßigen Zeitabständen überprüft werden.

Die deutsche Position sowie weiterführende Informationen:

http://bit.ly/vIxRFG

http://www.aideffectiveness.org/busanhlf4/

http://bit.ly/sFLHjR

Türkei: Gewerkschaftsrechte? Fehlanzeige

13.01.2012 Arbeitnehmerrechte sind in der Türkei ein Fremdwort. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) kritisiert, dass es  - trotz einer Verfassungsänderung – noch immer kein volles Streikrecht gebe. Ebenso fehle ein Recht zur Kollektivverhandlungen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) registriert Verhaftung, Strafversetzung und Reiseverbote. Der türkische Staat versuche missliebige Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zu isolieren, sie würden „als Gefahr“ wahrgenommen. Die GEW hatte, gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung,  in diesem Jahr Mitglieder der türkischen Bildungsgewerkschaft „Egitim Sem“ eingeladen, die in acht Städten über ihre Arbeit und Erfahrungen berichteten.

Aktuelle Broschüre zu Kolumbien erschienen

Licht am Ende des Tunnels in Kolumbien? Was hat sich beim Wechsel zu Präsident Uribe geändert, welche Möglichkeiten haben jetzt die Gewerkschafter, die Zivilgesellschaft zu stärken? Das Länderprofil Kolumbien können Sie downloaden.  

[zum Downloadbereich]

Schlechte Arbeitsbedingungen bei Elektronik-Zulieferer

Regelmäßig erschüttern Berichte über die Arbeitsbedingungen bei Elektronik-Zulieferern in Asien die Öffentlichkeit. Der Name des taiwanischen Elektrokonzerns Foxconn, der Fabriken in China und Indien betreibt und unter anderem Apple, Microsoft und Sony beliefert, taucht dabei besonders häufig auf. Die Arbeitsbedingungen sind schlecht, und gewerkschaftliche Vertretung ist unerwünscht. 2010 wurden beispielsweise in einer indischen Foxconn-Fabrik zwölf Gewerkschaftsführer festgenommen und 24 ArbeiterInnen entlassen, die sich dafür einsetzten, eine gewerkschaftliche Vertretung in der Fabrik zu organisieren. In einer chinesischen Foxconn-Niederlassung in Shenzhen begingen im gleichen Jahr 14 ArbeiterInnen aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen Selbstmord.

Die International Metalworkers‘ Federation (IMF), deren Mitglied die IG Metall ist, setzt sich für die Rechte der ArbeitnehmerInnen bei Foxconn ein. IMF und Good Electronics, ein internationaler Zusammenschluss, in dem sich auch die IMF engagiert, riefen aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen dazu auf, Foxconn den Preis für die schlechteste Firma des Jahres 2011 zu verleihen (Public Eye Award).

Dennoch hat sich seitdem nicht viel geändert. Das zeigte sich Anfang 2012: Im Januar drohten 200 ArbeitnehmerInnen von Foxconn im chinesischen Wuhan mit Selbstmord. Zuvor waren sie in den Streik getreten, um eine angemessene Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Auch in China nehmen die ArbeiterInnen ihr Schicksal zunehmend in die eigenen Hände. Die Zahl der Streiks nimmt stetig zu, die ArbeiterInnen organisieren sich immer besser. Die Rufe nach unabhängigen und demokratischen Gewerkschaften werden lauter.

Link

http://www.imfmetal.org/index.cfm?c=23200

Umweltschutz und Gute Arbeit

Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der IG BAU und Präsident der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI), will bessere Arbeitsbedingungen für die Forstbeschäftigten in Ghana. Die BHI unterstützt in Ghana und anderen afrikanischen Staaten die Wiederaufforstung von Wäldern, trainiert die Forstarbeiter und fördert den sozialen Dialog mit den Unternehmen, damit gute Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden können. Für Wiesehügel gehören „Umweltschutz und Gute Arbeit zusammen“, als „Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung“.

www.igbau.de

Nestlé Pakistan: Drohen und einschüchtern

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé versucht, Mitarbeiter in Pakistan in prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu drücken – und verweigert ihnen selbst nach Gerichtsentscheidungen ihre Rechte. Auf die Forderung von Zeitarbeitern in der Nestlé-Milchproduktion in Kabirwala, sie in eine feste Anstellung zu übernehmen, hätten sowohl der Konzern als dessen beauftragte Leiharbeitsfirma mit Drohungen und Einschüchterungen reagiert, berichtet die internationale Nahrungsmittel-Gewerkschaft IUF. Dabei sei es sogar zu gewalttätigen Angriffen auf Mitarbeiter und Gewerkschaftsvertreter gekommen.

Hintergrund der Auseinandersetzung sind die Klagen von Leiharbeitern, die von Nestlé entsprechend den pakistanischen Gesetzen eine direkte und unbefristete Anstellung forderten. In mehr als 200 Fällen habe ein Arbeitsgericht dem Unternehmen verboten, diese Mitarbeiter zu entlassen. Nestlé habe allerdings diese Urteile ignoriert. Bis auf 53 hätten die Kläger jedoch eine Weiterbeschäftigung zu den bisherigen Bedingungen akzeptiert, um ihr Einkommen nicht zu verlieren.

Den übrigen 53 Arbeitern sei von der Leiharbeitsfirma eine Weiterbeschäftigung zum gesetzlichen Mindestlohn nur dann angeboten worden, falls sie auf die übrigen ihnen zustehenden Rechte verzichten würden, berichtet die IUF. Insbesondere sollten sie sich verpflichten, von jeglichen rechtlichen Schritten gegen Nestlé abzusehen. Als die Beschäftigten den entsprechenden Vertrag nicht unterzeichnet hätten, seien sie durch unorganisierte Arbeitskräfte ersetzt worden.

Unter dem Slogan „Stop Nespressure“ – ein Wortspiel aus dem Nestlé-Produkt „Nespresso“ und dem Begriff „Pressure“, englisch für Druck oder Einschüchterung – hat die IUF zu Protestschreiben an den Nahrungs-Multi aufgerufen: „Das weltgrößte Lebensmittelunternehmen muss Rechte respektieren und aufhören, Leiharbeiter in Pakistan abzustrafen.“

www.cms.iuf.org

 

Nicht im Trockenen: Spargel aus den Wüsten von Peru

01.10.11 Peru ist der weltweit größte Spargelexporteur. Je näher man der Stadt Trujillo im Norden des Landes kommt, desto größer werden die grünen Felder, die sich links und rechts der Schnellstraße erstrecken. Es ist Spargelkraut, das sich sanft im Wind neigt. „Zuckerrohr, ein wenig Mais und Unmengen an Spargel wachsen hier. Wir müssen genau überlegen, welche Produkte wir anbauen, denn der Klimawandel ist spürbar“, erklärt Roberto Liendo. Der Mann von Anfang fünfzig ist ein Pionier des peruanischen Spargelanbaus. „Die Gletscher oben in den Anden schmelzen, die liefern uns das Wasser zum Anbau in der Wüste rund um Trujillo. Aber auch hier wird mittelfristig das Wasser knapp.“ [mehr]