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Katar: Streikende in Abschiebehaft

(26.11.2014, Katar.) Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes, hat das Festhalten der FIFA am Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft 2022 kritisiert. Anlass war die Inhaftierung von rund 100 Arbeitern während eines Streiks, die nun in ihre Heimatländer abgeschoben werden sollen.

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Mode und Moral: Todschick

buchcover todschick(26.11.2014). Es ist ein verhängnisvoller Irrtum: Wenn wir Markenmode kaufen, glauben wir, der höhere Preis sei durch eine bessere Qualität gerechtfertigt – auch bei den Produktionsbedingungen. Für die Edelmarken sterben doch bestimmt keine Textilarbeiterinnen in Bangladesch ... Falsch! Teure Modelabels lassen ihre Ware unter denselben erbärmlichen Bedingungen fertigen wie Textildiscounter. Hauptsache billig, selbst wenn es Menschenleben kostet.
 

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Weltwirtschaft: Maßnahmen reichen nicht

(24.11.2014). Als enttäuschend und unrealistisch hat die internationale Gewerkschaftsbewegung die Beschlüsse kritisiert, die die Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) Mitte November im australischen Brisbane getroffen haben.

Allerdings sei es schwer, zwei Prozent mehr Wachstum zu erreichen, heißt es in der Stellungnahme der Gewerkschaftsgruppierung Labour 20 (L20), die parallel zu den G20-Treffen zusammenkommt. Es fehle ein Plan, um qualitativ hochwertige Jobs zu schaffen. Die G20 gingen von Vollbeschäftigung aus, „was aber offensichtlich für den Großteil der Welt nicht zutrifft“, kritisiert Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB). Die L20 werden vom IGB und vom gewerkschaftlichen Beratungskomitee (TUAC) bei der OECD koordiniert.

T-Mobile USA: Petition an den Bundestag

14. Oktober 2014. Im Unternehmen T-Mobile USA werden internationale Arbeitsstandards unterlaufen und gewerkschaftlich engagierte Beschäftigte häufig drangsaliert. Eine Petition an den Deutschen Bundestag soll dabei helfen, den US-amerikanischen T-Mobile-Beschäftigten zu ihren Rechten zu verhelfen.

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Faire Löhne auf Teeplantagen

(28. Oktober 2014). Nicht nur in der Textilindustrie sind die Arbeitsbedingungen katastrophal. Auch in der Lebensmittelproduktion leiden die ArbeiterInnen weltweit unter menschenunwürdigen Zuständen. Oft erhalten die Menschen, die auf Plantagen Tee, Zuckerrohr, Bananen oder Palmöl ernten, nicht mal ausreichend Lohn, um ihre Familien zu ernähren. Die Folgen: In den Teeanbaugebieten in Sri Lanka, Kenia und Indien ist über ein Drittel der Kinder mangelernährt, in Malawi gar die Hälfte.
Neben viel zu geringen Löhnen werden oft grundlegende Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte verweigert. Die katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Lebensmittelproduktion fasst eine gemeinsame Studie des katholischen Hilfswerks Misereor und der Internationalen Gewerkschaft der Nahrungsmittelarbeiter (IUF), deren Mitglied die NGG ist, zusammen.

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Es geht ums Ganze

(22. Oktober 2014). Seit 2012 gibt es in der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einen mehr oder weniger offen ausgetragenen Konflikt über das Streikrecht. Damals hatten die ArbeitgebervertreterInnen bestritten, dass die ILO-Konventionen 87 und 98 ein Streikrecht festlegen. Sie hatten die Kompetenz des Sachverständigen- ausschusses angezweifelt, der über die Durchführung der Übereinkommen und Empfehlungen wacht.

Die Publikation „Streik(recht) in der Internationalen Arbeitsorganisation. Steht das System zur Überwachung internationaler Arbeits- und Sozialstandards auf der Kippe?“ der Friedrich-Ebert-Stiftung beleuchtet die Hintergründe des Dissens und zeigt mögliche Lösungswege auf.

www.bit.ly/Streikrecht_ILO

Im Stich gelassen - Näherinnen in Osteuropa und der Türkei

(22. Oktober 2014). Die Kampagne für saubere Kleidung hat in der Studie „Im Stich gelassen“ die Arbeitsbedingungen von Näherinnen in neun osteuropäischen Ländern und der Türkei untersucht. Aus diesen Regionen stammen 50 Prozent der Kleidungsimporte in die EU.

 

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IGB: Mindestens 30 Prozent Frauen

(12. Oktober 2014). Nicht nur in Aufsichtsräten von Unternehmen, auch in den Entscheidungsgremien der Gewerkschaften sind Frauen weltweit unterrepräsentiert. Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) will das mit seiner Kampagne „Count us in!“ – auf Deutsch „Rechnet mit uns!“ – ändern.

Diana Holland, Vorsitzende des IGB-Frauenkomitees, betont, dass Erfahrungen und Fähigkeiten von Frauen besser für die Gewerkschaftsarbeit genutzt werden müssen. Mehr Frauen würden sich gewerkschaftlich organisieren und engagieren, wenn sie auch in der Führungsebene repräsentiert sind.
Ziele der Kampagne sind, dass 80 Prozent der IGB-Gewerkschaften bis 2018 mindestens 30 Prozent Frauen in ihren Führungsgremien haben und der Anteil der weiblichen Mitglieder in den Einzelorganisationen um fünf Prozent steigt. So sei der Erfolg der Kampagne messbar, betont Diana Holland.

Gemeinsam mehr erreichen

(6. OKTOBER 2014, JORDANIEN). Die arabischen Gewerkschaften werden verstärkt zusammenarbeiten. Houcine Abassi, Vorsitzender des tunesischen Gewerkschaftsbundes UGTT, erwartet, dass es künftig gelingen wird, „die Herausforderungen für die Beschäftigten in der Region effektiver anzugehen“. Auf dem Gründungskongress des Arabischen Gewerkschaftsbundes in Jordanien wurde Abassi zum Vorsitzenden der „Arabischen Regionalgruppe“ gewählt. Die Regionalgruppe vereint 17 Gewerkschaftsbünde aus elf arabischen Ländern. Sie ist eine anerkannte Arbeitsgruppe innerhalb des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB). Die Idee einer intensiven Zusammenarbeit der „demokratischen und unabhängigen Gewerkschaften in der arabischen Welt“ (Abassi) entstand während des „Arabischen Frühlings“.

IGM-Verwaltungsstellen beteiligen sich am europaweiten TTIP Aktionstag 11.Oktober

09.10.2014 Ι Die IG Metall lehnt Abkommen, die die Interessen des freien Handels über den Schutz von Arbeitnehmern, Verbrauchern und Umwelt stellen, ab. Für sie gibt es keine Kehrtwende bei der Bewertung des Freihandelsabkommens. Für den 11. Oktober ruft ein europäisches Bündnis gegen TTIP und CETA zu einem europaweiten Aktionstag auf, an dem sich IG Metall-Verwaltungsstellen beteiligen.

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Walk Free Foundation: Politik begünstigt Zwangsarbeit

(24.11.2014). Mehr als 10 500 Menschen müssen in Deutschland Zwangsarbeit leisten. Das ist Ergebnis des zweiten Reports der in Australien ansässigen Stiftung „Walk Free Foundation“ (WFF). In ihrer Beurteilung der Gesamtsituation in Deutschland kommt sie zu dem Schluss, dass die Regierungspolitik zum Teil sogar die Opfer der Menschenhändler bestrafe und Zwangsarbeit begünstige.

Dabei liegen die Zahlen der WFF insgesamt eher niedrig. Konservativen Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge beläuft sich die Zahl der ZwangsarbeiterInnen hierzulande auf mindestens 14 400 – die Dunkelziffer liegt weitaus höher, so die ILO. EU-weit sollen über 600 000 Menschen Opfer moderner Sklaverei sein. In Deutschland gibt es Zwangsarbeit vor allem in den Bereichen Bau, Landwirtschaft, Gastronomie, Fleischverarbeitung, Gebäudereinigung und haushaltsnahe Dienstleistungen.

| www.bit.ly/sklaverei

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TTIP: Frankreich gegen Investitionsschutz

(17. November 2014). Frankreich will die Aufnahme von Investitionsschutz-Klauseln (ISDS) in das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP nicht unterstützen. Das hat der französische Staatssekretär für Außenhandel Matthias Fekl erklärt.

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Textilbündnis: Soziale Verantwortung wahrnehmen

(28. Oktober 2014). Sechs Monate hat Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, an einem Aktionsplan für das neue „Bündnis für nachhaltige Textilien“ gearbeitet. Der Minister will damit in Zukunft Katastrophen in Textilfabriken wie 2013 bei Rana Plaza in Bangladesch, unwürdige Arbeitsbedingungen und fehlenden Umweltschutz in den Produktionsländern verhindern.

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Exportschlager Mitbestimmung

(September 2014, Berlin). Ziel der Gewerkschaften ist es, Arbeitnehmerrechte in der Globalisierung zu sichern. Ein Mittel dafür sind bilaterale Beziehungen der deutschen Gewerkschaften mit den Gewerkschaften in anderen Ländern, etwa mit dem All-Chinesischen Gewerkschaftsbund (ACGB). Organisiert von der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Hans-Böckler-Stiftung und dem DGB kamen GewerkschafterInnen aus China und Deutschland Anfang September zum zweiten Deutsch-Chinesischen Gewerkschaftsforum zusammen. 

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„Wir brauchen fairen Wettbewerb!“

(21. Oktober 2014 - Brüssel). Stefan Gran, Leiter des DGB-Verbindungsbüros in Brüssel, hat in einem Interview mit Gute Arbeit Weltweit das Investitionsschutzkapitel im TTIP kritisiert und benennt die No-Go's für Gewerkschaften: ArbeitnerhmerInnenrechte, soziale und ökologische Standards stehen für die Gewerkschaften nicht zur Disposition. Er fordert fairen Wettbewerb und die Ratifizierung und Umsetzung der ILO-Kernarbeitsnormen. Bislang haben die USA sechs der acht ILO-Konventionen nicht ratifiziert - darunter die zur Vereinigungsfreiheit und Kollektivvereinbarungen.

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USA: VW-Chattanooga, einen Schritt weiter!

(15.7.14) Die United Auto Workers (UAW) wird im Volkswagen-Werk Chattanooga, USA, eine Gewerkschaftsvertretung eröffnen. Damit kann die UAW nun die Interessen der Beschäftigten in und um Chattanooga wahrnehmen. Als wichtigen Schritt für die Mitbestimmung im VW-Konzern wertet die IG Metall zudem, dass der Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh künftig im Board von Volkswagen USA vertreten sein wird.

TTIP: Transparente Verhandlungen, kein Investitionsschutz, kein Abbau von Standards

(14.07.14) Seit vergangenem Jahr verhandeln die Europäische Union und die USA über ein Freihandelsabkommen: die sogenannte Transatlantic Trade and Investment Partnership, kurz TTIP. Der DGB fordert vor allem drei Kurskorrekturen: Keine Verhandlungen hinter verschlossenen Türen, kein Investitionsschutz und kein Abbau von Arbeits-, Umwelt-, Verbraucher- und Sozialstandards.
http://www.dgb.de/themen/++co++eb3790ee-0b3a-11e4-959e-52540023ef1a

Earth Overshoot Day 2014 schon perdu

(21.8.2014) Wir Menschen verbrauchten innerhalb von nur acht Monaten die Kapazität der globalen Ressourcen eines ganzen Jahres.
Dieses Jahr fand der Earth Overshoot Day schon am 20. August statt. Es ist der Tag, an dem die Menschheit die natürlichen Ressourcen eines ganzen Jahres bereits ausgeschöpft hat. Momentan brauchen wir ab jetzt die natürlichen Vorräte auf. Für den Rest des Jahres erhalten wir unser Bedarf an natürlichen Ressourcen aufrecht, indem wir die Vorräte an lokalen Ressourcen reduzieren und mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre befördern.

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Solidarität mit den Hungerstreikenden der Tuba-Gruppe

(5. August 2014) Die Kampagne für Saubere Kleidung solidarisiert sich mit den ArbeiterInnen der Tuba Gruppe, die sich seit mehr als einer Woche im Hungerstreik befinden.
Ihnen wurde vor Juli 2014 drei Monatslöhne sowie der Zuschlag für den Feiertag “Eid” vorenthalten. Der Besitzer der Tuba Gruppe, Delwar Hossain, befindet sich seit 9.Februar 2014 in Haft. In dessen Fabrik Tazreen hatte es am 24.11.2012 den fürchterlichen Brand gegeben, bei dem 112 ArbeiterInnen starben und Hunderte verletzt wurden. Hossain wurde festgenommen, auf Kaution freigelassen dann aber wieder festgenommen.
Nun erpresst er bzw. seine Familie mit der Einbehaltung der Löhne für 1600 Beschäftigte seine erneute Freilassung auf Kaution. Nur wenn er freikomme, könnten die Löhne der ArbeiterInnen angeblich ausgezahlt werden.

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Online-Debatte über Zukunft der deutschen Außenpolitik

(27.06.14) „Die soziale Gerechtigkeit muss das Leitmotiv deutscher Außenpolitik sein“, fordert DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann im Debattenportal des Auswärtigen Amtes „Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken“ . Ein reiches Land wie Deutschland sollte mit gutem Beispiel voran gehen und endlich die Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zum Mindestlohn, zum Kündigungsschutz und zum Mutterschutz ratifizieren, so Hoffmann.

Review 2014 wurde als Debattenportal vom Außenministerium eingerichtet, um die Bevölkerung an der Diskussion über die deutsche Außenpolitik zu beteiligen. Die Veranstalter rechnen mit reger Beteiligung. Zum Beitrag des DGB-Vorsitzenden bei dgb.de oder direkt zum Online-Portal Review 2014.

Brosch.: Länderprofil Kolumbien – Licht am Ende des Tunnels im Bürgerkriegsland?

Broschüre (2012/2013): Länderprofil Kolumbien – Licht am Ende des Tunnels im Bürgerkriegsland?

Umfang: 68 Seiten, in Kooperation mit kolko – Menschenrechte für Kolumbien,
Misereor und Friedrich-Ebert-Stiftung
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Broschüre: Weltweiter Verteilungskampf um Ressourcen – Rohstoffe, Wasser, Energ.

Broschüre (2012/2013): Weltweiter Verteilungskampf um Ressourcen – Rohstoffe, Wasser, Energie

Umfang: 60 Seiten, u.a. mit Beiträgen von IG BCE, IG Metall, Oxfam, weed 
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Broschüre: Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Broschüre (2014): Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe III/2014

Newsletter Nord|Süd news,
Ausgabe III/2014

Titel: Freihandelsabkommen TTIP; Kommentar: Schlagt sie mit ihren eigenen Argumenten!; Historie: Liberalisierung in einseitigem Interesse; Investorenschutz: Staaten auf der Anklagebank; Südamerika: Freihandel oder alternative Bündnispolitik?; Marokko: Verschärfte Abhängigkeit und steigende Konzentration; Aus den Projekten – Bangladesch: „Für die ArbeiterInnen hat sich nicht viel geändert“ u.a.

Hier lesen oder downloaden:
www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2014-iii

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