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USA-AFL/CIO und EU-EGB positionieren sich zu TTIP

(13.8.14) Den Kongress der nordamerikanischen Gewerkschaft United Steelworkers in Las Vegas nutzte IGBCE Chef Michael Vassiliadis, um auch hier zu verdeutlichen, dass Gewerkschaften die Kritik am Investorenschutzabkommen teilten. „ Es ist nicht vermittelbar, wenn multinationale Konzerne Entscheidungen demokratisch gewählter Regierungen vor einem undurchsichtigen Schiedsverfahren infrage stellen dürfen. Weder Gewerkschaften noch andere gesellschaftliche Gruppen besitzen vergleichbare Rechte“, sagte Vassiliadis.
Es könne auch nicht sein, dass Unternehmen zukünftig Standards zum Beispiel beim Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz bestimmen oder beim Datenschutz das letzte Wort hätten. Hier müssten selbstverständlich die Regierungen in den Parlamenten die Entscheidungen treffen. „Das sind unverzichtbare Bestandteile unserer demokratischen Systeme und das müssen sie auch bleiben“, sagte Vassiliadis und wies darauf hin, dass der amerikanische Dachverband AFL/CIO mit dem Europäischen Gewerkschaftsbund zu dieser Thematik eine gemeinsame Position erarbeite. „Auf dieser Grundlage müssen wir gemeinsam Einfluss auf die Verhandlungen nehmen, um die Ergebnisse letztlich arbeitnehmerfreundlich zu gestalten. Wir werden unsere demokratischen Möglichkeiten einbringen, damit nicht einseitig Unternehmen Regeln setzen.“

Fünf Fabriken der Tuba-Gruppe in Bangladesch geschlossen

(21.08.2014) Nach Berichten des femnet e.V. hat am 07. August die Polizei die von den Arbeiterinnen besetzte Fabrik der Tuba-Gruppe gestürmt und mit Schlagstöcken und Tränengas alle dort rund 200 seit elf Tagen hungerstreikenden ArbeiterInnen vertrieben.
Rund 50 Menschen wurden dabei verletzt. 15 Protestierende wurden verhaftet, aber abends wieder freigelassen. Die Beschäftigten erhielten ihre ausstehenden drei Monatslöhne sowie die Überstunden für einen Monat ausgezahlt, nicht aber den Eid-Bonus (Zulage für den höchsten Feiertag).
Inzwischen wurden 5 Fabriken der Tuba-Gruppe (von insgesamt 13) geschlossen und die Arbeiterinnen fürchten um ihren Job. Der Besitzer der Tuba-Gruppe, Delawar Hossain, hatte bewusst die Zahlung der Löhne der Arbeiterinnen zurückgehalten, um seine Entlassung aus dem Gefängnis zu erpressen. Die Justiz gab dieser Erpressung nach, Hossain kam am 05.08.14 auf Kaution aus dem Gefängnis.

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Neues Stellenangebot: Bewerbungsfrist 12.9.14

Für die Zeit ab Januar 2015 schreibt das DGB Bildungswerk BUND eine neue Leitung für die Bildungsbereiche Nord|Süd-Netz und Migration & Gleichberechtigung aus.

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Aktueller Nord|Süd-Newsletter erschienen

Empowerment ist das Ziel

(26.4.2014) Arbeitnehmerrechte stärkt man nur, indem man die Gewerkschaften stärkt. Um die Potenziale zu entwickeln, brauchen die mehr Mitglieder, ungewohnte Allianzen – und junge Leute. Das zeigte der IGB-Kongress in Berlin.

„Hallo Japan, wieviele Mitglieder wollt ihr werben bis 2018?“, ruft Liz Shuler in den Saal. „Wir haben jetzt 6,7 Millionen, sagt Shoji Arino vom Gewerkschaftsbund Rengo, zu dem 73 Gewerkschaften gehören. „2018 sollen es zehn Millionen sein.“ Shuler: „Kollegen aus Nigeria, wieviel habt ihr euch vorgenommen?“ – „Sechs Millionen wollen wir werden…“ Im Rechnen ist Liz Shuler gut, aber auch im Begeistern.

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Hauptsache, es stürzt nicht ein

(26.4.2014) Trümmer, Eigentumsansprüche, fehlende Unterlagen, teure Technik: Nach dem Erdbeben von 2010 ist es nicht einfach, das Frauenberufsbildungswerk der RENAFAM im haitianischen Port-au-Prince wieder aufzubauen. Doch so langsam wird es.

Auf dem Grundstück in der Rue Delmas 35 in Port-au-Prince geht es reichlich laut zu. Es wird gehämmert, gebohrt und geschraubt. Einer der Männer mischt Zement, andere ziehen Mauern aus Betonstein hoch. In der Vorstadt der haitianischen Hauptstadt entsteht das neue Berufsbildungswerk des nationalen Netzwerks gewerkschaftlich organisierter Frauen (RENAFAM), das unter anderem aus Spendengeldern von „Gewerkschaften helfen“ finanziert wird.

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Katar: Reine PR-Übung

(31.3.2014) Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) hat seinen Sonderbericht „Die Akte Katar“ veröffentlicht. Er zeigt, dass sich – trotz der öffentlichen Kritik – an den menschenverachtenden Arbeitsbedingungen auf den Baustellen der WM-Stadien bisher nichts geändert hat. Beim Besuch vor Ort traf eine IGB-Delegation auf einer Stadionbaustelle auf 38 Arbeiter aus Indien, Nepal und Thailand, die dort unter unhygienischen Umständen hausen mussten. Die IGB-Generalsekretärin Sharan Burrow bezeichnete die bisherigen Reaktionen Katars als „reine PR-Übung“. Sie erwartet von der FIFA, Druck für eine Abschaffung des traditionellen Leibeigenensystems zu machen. Zudem müssten die Beschäftigten das Recht erhalten, sich gewerkschaftlich zu organisieren, und einen Mindestlohn erhalten.

„Man muss den Katarern die WM entziehen, wenn sie an dem Kafala-System festhalten, das an Sklaverei grenzt“, fordert der DGB-Vorsitzende und IGB-Präsident Michael Sommer.

Opferfonds leer

(31.3.2014) Die Textilunternehmen, die Ware von Unternehmen im Hochhaus Rana Plaza in Bangladesch bezogen haben, das im vergangenen Jahr abgebrannt ist und bei dem es zahlreiche Todesopfer zu beklagen gab, wollten über einen ILO-Fonds die Opfer und deren Familien unterstützen. 40 Millionen Dollar werden dazu benötigt.

Doch bislang ist der Topf noch weitgehend leer. Erst zehn Unternehmen haben in den Opferfonds eingezahlt.

www.ranaplaza-arrangement.org

Nicht gemeldet: Sklavenähnliche Arbeiten für die WM 2022 ab sofort eingestellt!

(8.01.14) Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar soll nicht im Sommer ausgetragen werden. Das hat Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke in einem Radiointerview bestätigt. Der Ausweichtermin solle zwischen November und Januar liegen. 

 

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Freihandel gefährdet soziale Rechte

(16.12.2013) Eine „Partnerschaft der Superlative“ verspricht das Freihandelsabkommen, dessen dritte Verhandlungsrunde heute beginnt. Der DGB sieht mehr Risiken als Chancen. Nichtregierungsorganisationen sehen die Demokratie in Gefahr.

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USA: VW-Chattanooga, einen Schritt weiter!

(15.7.14) Die United Auto Workers (UAW) wird im Volkswagen-Werk Chattanooga, USA, eine Gewerkschaftsvertretung eröffnen. Damit kann die UAW nun die Interessen der Beschäftigten in und um Chattanooga wahrnehmen. Als wichtigen Schritt für die Mitbestimmung im VW-Konzern wertet die IG Metall zudem, dass der Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh künftig im Board von Volkswagen USA vertreten sein wird.

TTIP: Transparente Verhandlungen, kein Investitionsschutz, kein Abbau von Standards

(14.07.14) Seit vergangenem Jahr verhandeln die Europäische Union und die USA über ein Freihandelsabkommen: die sogenannte Transatlantic Trade and Investment Partnership, kurz TTIP. Der DGB fordert vor allem drei Kurskorrekturen: Keine Verhandlungen hinter verschlossenen Türen, kein Investitionsschutz und kein Abbau von Arbeits-, Umwelt-, Verbraucher- und Sozialstandards.
http://www.dgb.de/themen/++co++eb3790ee-0b3a-11e4-959e-52540023ef1a

Earth Overshoot Day 2014 schon perdu

(21.8.2014) Wir Menschen verbrauchten innerhalb von nur acht Monaten die Kapazität der globalen Ressourcen eines ganzen Jahres.
Dieses Jahr fand der Earth Overshoot Day schon am 20. August statt. Es ist der Tag, an dem die Menschheit die natürlichen Ressourcen eines ganzen Jahres bereits ausgeschöpft hat. Momentan brauchen wir ab jetzt die natürlichen Vorräte auf. Für den Rest des Jahres erhalten wir unser Bedarf an natürlichen Ressourcen aufrecht, indem wir die Vorräte an lokalen Ressourcen reduzieren und mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre befördern.

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Solidarität mit den Hungerstreikenden der Tuba-Gruppe

(5. August 2014) Die Kampagne für Saubere Kleidung solidarisiert sich mit den ArbeiterInnen der Tuba Gruppe, die sich seit mehr als einer Woche im Hungerstreik befinden.
Ihnen wurde vor Juli 2014 drei Monatslöhne sowie der Zuschlag für den Feiertag “Eid” vorenthalten. Der Besitzer der Tuba Gruppe, Delwar Hossain, befindet sich seit 9.Februar 2014 in Haft. In dessen Fabrik Tazreen hatte es am 24.11.2012 den fürchterlichen Brand gegeben, bei dem 112 ArbeiterInnen starben und Hunderte verletzt wurden. Hossain wurde festgenommen, auf Kaution freigelassen dann aber wieder festgenommen.
Nun erpresst er bzw. seine Familie mit der Einbehaltung der Löhne für 1600 Beschäftigte seine erneute Freilassung auf Kaution. Nur wenn er freikomme, könnten die Löhne der ArbeiterInnen angeblich ausgezahlt werden.

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Online-Debatte über Zukunft der deutschen Außenpolitik

(27.06.14) „Die soziale Gerechtigkeit muss das Leitmotiv deutscher Außenpolitik sein“, fordert DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann im Debattenportal des Auswärtigen Amtes „Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken“ . Ein reiches Land wie Deutschland sollte mit gutem Beispiel voran gehen und endlich die Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zum Mindestlohn, zum Kündigungsschutz und zum Mutterschutz ratifizieren, so Hoffmann.

Review 2014 wurde als Debattenportal vom Außenministerium eingerichtet, um die Bevölkerung an der Diskussion über die deutsche Außenpolitik zu beteiligen. Die Veranstalter rechnen mit reger Beteiligung. Zum Beitrag des DGB-Vorsitzenden bei dgb.de oder direkt zum Online-Portal Review 2014.

Rana-Plaza: DGB-Chef mahnt deutsche Textilindustrie

(24.4.2014, Dhaka/Berlin)  Ein Jahr nach dem Einsturz der Rana-Plaza-Fabrik in Bangladesch mit tausenden Toten und Verletzten haben die dort produzierenden westlichen Textilunternehmen noch immer nicht die zugesagten Mittel in den Opferfonds einbezahlt. Michael Sommer, Vorsitzender des DGB, hat die deutschen Unternehmen aufgefordert, zu ihrer Verantwortung zu stehen und ausstehende Entschädigungszahlungen zu leisten.

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Kein Freihandel ohne soziale Rechte

Grafik: einblick

(27.3.2014) Mehr Transparenz, die Sicherung von Sozial- und Umweltstandards sowie von Arbeitnehmerrechten und keine undurchsichtige Schiedsgerichtsbarkeit zum Schutz der Investoren: Das sind die wichtigsten Forderungen des DGB zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, der „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP).

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Amnesty International: Neue Vorwürfe gegen Katar

(18.12.2013) Amnesty International (ai) erhebt neue Vorwürfe gegen das Weltmeisterschaftsland Katar. In der Süddeutschen Zeitung berichtet ai über Fälle, in denen Wanderarbeiter die Büros von Sportorganisationen gebaut, dafür aber keinen Lohn bekommen haben.

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Telekom: Kultur der Einschüchterung und Verängstigung

(5.12.2013) Die internationale Telekommunikationsgewerkschaft UNI Global Union hat 1800 Beschäftigte der Deutschen Telekom und ihrer Töchter befragt. Das Ergebnis: Gewerkschaftsbashing und ein rüder Umgang mit Arbeitnehmerrechten gehören scheinbar weltweit zum Selbstverständnis des Unternehmens.

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Neue IGB-Regionalgruppe

(28.11.2013) GewerkschafterInnen aus Algerien, Bahrain, Ägypten, Libyen, Jordanien, Mauretanien, Marokko, Oman, Palästina, Tunesien und Jemen haben im Rahmen des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) eine neue Regionalgruppe gegründet.

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Brosch.: Länderprofil Kolumbien – Licht am Ende des Tunnels im Bürgerkriegsland?

Broschüre (2012/2013): Länderprofil Kolumbien – Licht am Ende des Tunnels im Bürgerkriegsland?

Umfang: 68 Seiten, in Kooperation mit kolko – Menschenrechte für Kolumbien,
Misereor und Friedrich-Ebert-Stiftung
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Broschüre: Weltweiter Verteilungskampf um Ressourcen – Rohstoffe, Wasser, Energ.

Broschüre (2012/2013): Weltweiter Verteilungskampf um Ressourcen – Rohstoffe, Wasser, Energie

Umfang: 60 Seiten, u.a. mit Beiträgen von IG BCE, IG Metall, Oxfam, weed 
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Broschüre: Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Broschüre (2014): Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe II/2014

Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe II/2014

Titel: Empowerment ist das Ziel; Kommentiert: WM-Spiel braucht neue Regeln; Der IGB: „Gemeinsam haben wir Macht“; Bolivien: „Ohne den Mindestlohn hätte ich gekündigt“; Guinea: Frauen „können und müssen“ Verantwortung übernehmen; Deutschland: Kampf im Rotlichtmilieu; Aus den Projekten – Haiti: Hauptsache, es stürzt nicht ein, u.a.

Hier lesen oder downloaden:
www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2014-ii

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