Indien: Frauen stärken, mobiler und unabhängiger zu werden.

 Foto indische Ölmühle

 

Mehr als 90 Prozent aller arbeitenden Menschen sind auf dem Subkontinent Indien in der so genannten informellen Wirtschaft tätig, der Schattenwirtschaft, die in keiner Statistik erfasst wird: Selbstständig oder auf Tagelöhner-Basis, ohne soziale Absicherung, und die meisten davon sind Frauen.

Sie zu vertreten, hat sich SEWA auf die Fahnen geschrieben, die „Self Employed Womens Association“. Mit Wurzeln in der Gewerkschaftsbewegung einerseits und der Kooperativenbewegung andererseits organisiert SEWA mittlerweile Kasten übergreifend mehr als 1,3 Millionen Frauen. SEWA ist in Indien als Gewerkschaft anerkannt und ist Mitglied im Internationalen Gewerkschaftsbund.

Die Indian Academy for Self Employed Women (Indische Akademie für selbstständige Frauen) ist die Bildungseinrichtung von SEWA, und sie ist Projektpartnerin des DGB Bildungswerks. Gemeinsam arbeiten die Partner in verschiedenen Bildungsbereichen. Da sind zum einen funktionsorientierte, auf schnelle Erfolge zielende Alphabetisierungskurse, damit die Frauen überhaupt in der Lage sind, sich alleine zurecht zu finden. Indem sie z,B. die Angaben der Fahrtziele auf den Bussen und Fahrpläne lesen können, Angebote vergleichen können, unterschreiben und einfache Formulare auszufüllen gelernt haben. Ganz oben auf der Bildungsagenda steht auch die Bewusstseinsbildung zur „Arbeiterin“, Vorteile der Organisierung und die Vermittlung von Werten und Zielen. Kompetenztrainings und Führungsschulungen sollen die Frauen für Führungsaufgaben in ihrer unmittelbaren dörflichen und familiären Umgebung, aber eben auch in der Gewerkschaft fit machen.

Letztlich steht alles auf der Aufgabenliste des Gemeinschaftsprojekts, was Frauen hilft, mobiler und unabhängiger zu werden – und dazu gehören auch große, gemeinsame Feste, bei denen religiöse Grenzen überwunden werden. Zum Projekt gehört auch die nicht minder wichtige Jugendarbeit. Mädchen sollen schon in jungen Jahren in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden. SEWA gibt eine eigene Zeitschrift für Mädchen heraus, bietet Berufsbildungskurse an und versucht auch hier, die religiösen Schranken zu überwinden. In Gruppen werden gemeinsam Rundfunk- und Videoprogramme gehört oder gesehen und diskutiert. Eigene Zeitschriften, Studien zum informellen Sektor, Flugblätter, Newsletter, Radio- und Videoprogramme runden das Angebot ab.

1.11.2014 Projektpartner: Indian Academy for Self Employed Women (IASEW) Laufzeit: 2012-2015

Broschüre: Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht

Broschüre (2015/2016): Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht heute

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): Michael Gubi/flickr,
CC BY-NC 2.0

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Broschüre: Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel …

Broschüre (2016): Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel und nicht verhandelbar

Erscheinungsjahr: 2016
Umfang: 76 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Foto (re): Cícero R. C. Omena/flickr,
CC BY 2.0 

 

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Arbeiten und Wirtschaften in den Grenzen des Wachstums.

Broschüre (2017): Arbeiten und Wirtschaften in den Grenzen des Wachstums. Die Rolle der Gewerkschaften in einer ökologischen und sozialen Transformation.

Erscheinungsjahr: 2017
Umfang: 68 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Foto (re): Boris Ott / flickr,
CC BY-NC 2.0

 

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Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe III/2018

Newsletter Nord|Süd news, 
Ausgabe III/2018

Demokratie in Gefahr: Arbeitnehmendenrechte müssen verteidigt werden; Der Kommentar: Ein neues Entwicklungsmodell ist gefragt!; Brasilien: Die Herausforderung Bolsonaro; Argentinien: Mit Generalstreiks gegen Sparpolitik; Kolumbien: Lieber groß und gemeinsam; Ecuador: Internationaler Druck stärkt lokale Strukturen; Aus den Projekten: Globale Herausforderungen lokal denken u.a.

Hier lesen oder downloaden:
http://www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2018-iii

 

Ausschnitt Infografik (re): © ITUC CSI IGB

 

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