Brasilien: Armutsbekämpfung in Südbrasilien

„Wir müssen die Menschen in den städtischen Randgebieten Brasiliens erreichen“
Teilprojekt: Einkommensschaffende Maßnahmen in Südbrasilien

Ana ist auf dem Weg zum Treffen der Gemeinschaftsinitiative in einem städtischen Randgebiet im Ribeira-Tal im Süden Brasiliens. Seit der Gründungsversammlung Anfang des Jahres, kommen mittlerweile über 20 Frauen regelmäßig zu den Treffen, die Ana von der gewerkschaftsnahen Nichtregierungsorganisation CESAP initiiert hat. Heute organisieren die Frauen ihre Treffen selbst und sprechen über neue Vermarkungsmöglichkeiten ihrer selbsthergestellten Produkte wie Sandalen, Strickwaren und Handtaschen. Viele von ihnen konnten die Verkaufserlöse der Produkte bereits steigern und dadurch zur Verbesserung des Familieneinkommens beitragen.
Wie können benachteiligte Menschen, die als Straßenverkäufer, Näherinnen oder Hausangestellte tagtäglich in den Slums ums Überleben kämpfen, so unterstützt werden, dass sie selbst aktiv an der Verbesserung ihrer Lebens- und Beschäftigungsperspektiven arbeiten können? Diese Frage wird in Brasilien immer dringender, da arbeitslose und unterbeschäftigte Männer und Frauen aus dem informellen Sektor und marginalisierte kleinbäuerliche Subsistenz- und Kleinbetriebe in vielen Randgebieten Brasiliens kaum von sozialen Förderprogrammen der Regierung erreicht werden.
Die gewerkschaftsnahe Nichtregierungsorganisation „Centro de Elaborações, Assessoria e Desenvolvimento de Projectos“ (CESAP) fördert gemeinsam mit dem DGB Bildungswerk Informationsgespräche und Bildungsveranstaltungen, die einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen durch gemeinsame Organisierung, Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie rechtliche Beratung eine Hilfestellung zur Selbsthilfe aufzeigen. CESAP ist eine Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Florianópolis, die im Jahr 2004 gegründet wurde. Die Organisation arbeitet vorwiegend im Süden Brasiliens mit dem Hauptanliegen, kommunale Kleininitiativen, soziale Bewegungen und öffentliche Institutionen bei der Planung und Durchführung von Projekten, die die Zivilgesellschaft stärken und nachhaltige Entwicklung fördern, zu stärken. Im Vordergrund steht die Armutsbekämpfung durch Schaffung von Einkommen und Beschäftigung, indem Menschen bei der Gründung und Führung von Initiativen beraten und geschult werden. Viele Menschen sind dabei nur durch Hausbesuche und eine gezielte Informations- und Aufklärungsarbeit zu erreichen. Ana ist daher regelmäßig unterwegs, um auch Menschen in abgelegenen Gebieten zu informieren: „Wir müssen die Menschen in den städtischen Randgebieten Brasiliens erreichen und sie von den Vorteilen der Zusammenarbeit überzeugen“, sagt sie.

Link:

www.cesap.org.br

 

Ort

Rua Maria da Conceicao 537
Florianópolis
Brasilien
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Brasilien: Armutsbekämpfung in Südbrasilien

„Wir müssen die Menschen in den städtischen Randgebieten Brasiliens erreichen.“

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