In Kürze

Filmtipp: Der neue Michael Moore

Kaum zu glauben, dass es erst zwei Jahre her ist: Im November 2016 wählten die US-Amerikaner in ihrem schwer durchschaubaren System den milliardenschweren Republikaner Donald Trump zu ihrem Präsidenten. Regisseur Michael Moore („Bowling for Columbine“, „Kapitalismus – eine Liebesgeschichte“) versucht herauszufinden, wie das passieren konnte. Sein neuer Dokumentarfilm „Fahrenheit 11/9“ zeigt die Umstände und Mechanismen, die den einflussreichen Unternehmer an die Macht brachten. Moore as Moore can be: Trotz hohem Gruselfaktor durchaus witzig geraten.

Filmstart: 17.1.2019

Mehr Infos: fahrenheit119.com

 

In Kürze

Keine Menschenrechtsnormen für Konzerne

Die Verhandlungen über ein UN-weites Abkommen zu verbindlichen Menschenrechtsnormen sind auch 2018 nicht vorangekommen. Die EU-Kommission weigert sich, sich an den in Genf stattfindenden Gesprächen zu beteiligen, obwohl das Europäische Parlament, die Kommission und die Mehrheit der 28 Mitgliedstaaten sie in inzwischen 11 Resolutionen zu einer aktiven und konstruktiven Teilnahme aufgefordert haben. Diese Boykotthaltung, die ein Sprecher der Kommission zum Abschluss der bereits vierten Runde der UN-Verhandlungen im Oktober bekräftigte, erfolgt hauptsächlich auf Druck Deutschlands.

Die Kommission distanzierte sich ausdrücklich von der Abschlusserklärung, die die übrigen 94 Teilnehmerstaaten zuvor im Konsens verabschiedet hatten. 2014 hatte der UN-Menschenrechtsrat die Aufnahme von Verhandlungen über ein „völkerrechtlich verbindliches Abkommen mit Menschenrechtsnormen für multinationale Konzerne und andere Wirtschaftsunternehmen“ beschlossen. Der Vertrag soll verbindliche Menschenrechtsnormen und Sorgfaltspflichten für Unternehmen festschreiben sowie Mechanismen zur Überwachung und bessere Klagemöglichkeiten für betroffene Menschen. Die nächsten Verhandlungen finden im Oktober 2019 statt.

 

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ILO-Report Arbeitsmigration

Die Migration von Arbeitskräften kann Ländern helfen, in denen sich Angebot und Nachfrage nicht die Waage halten, sie kann nachhaltige Entwicklung verstärken und Kompetenzen und Wissen teilen oder verbreiten helfen. Um die Wanderungsbewegungen so richtig zu nutzen, braucht es aber internationale Standards und die richtige Politik. Das Problem: Dafür fehlen bislang grundlegende, vergleichbare Daten, Definitionen und Methoden. Ein aktueller ILO-Report fasst zusammen, was die Probleme sind, was es an Schätzungen gibt und wie diese zustande kommen.

Mehr Infos: www.ilo.org

 

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Großbündnis in Mexiko

Vertreter_innen von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in Mexiko haben eine gemeinsame Plattform für eine sozial ausgestaltete Energiepolitik gegründet. Sie heißt „Forum für das Recht auf Energie, Energiereformen und ihren Impakt auf Arbeitende und Gemeinschaften“. Die Mitglieder sehen ihre Aufgabe darin, den seit Dezember 2018 amtierenden neuen Präsidenten López Obrador auf die Einhaltung seiner großen Versprechen festzunageln. Neben Klimaschutz und Strukturwandel fordern sie auch die Freilassung politischer Gefangener und Gerechtigkeit für die Arbeiter_innen, die im Konflikt um den Parota-Staudamm verdrängt oder getötet wurden. Der globale Verband der Industriegewerkschaften, IndustriALL Global Union, unterstützt das Projekt. „Wir müssen über fundamentale Rechte und ein gemeinschaftliches Gut reden, über natürliche Ressourcen, Umwelt, Souveränität und Geopolitik, genauso wie über die digitale Revolution und Industriepolitik“, sagte Assistant Regional Secretary Laura Carter.

 

Filmtipp: Der neue Michael Moore

Filmtipp – Der neue Michael Moore: Der Dokumentarfilm „Fahrenheit 11/9“ beleuchtet die Präsidentschaftswahlen der USA im Jahr 2016

Foto: © Midwestern Films LLC

Offizielle Webseite: https://fahrenheit119.com

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Großbündnis in Mexiko

Großbündnis in Mexiko: Mitgliederversammlung des Forums für das Recht auf Energie, Energiereformen und ihren Impakt auf Arbeitende und Gemeinschaften

Foto: © industriall-union.org

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ILO-Report Arbeitsmigration

ILO-Report Arbeitsmigration: Um die Migration von Arbeitskräften richtig zu nutzen, braucht es internationale Standards

Titelseite ILO-Report: © ILO

Weiterlesen: www.ilo.org

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Keine Menschenrechtsnormen für Konzerne

Keine Menschenrechtsnormen für Konzerne: Wirtschaftliche Menschenrechte garantieren einen fairen Zugang zum Arbeitsmarkt und faire Arbeitsbedingungen

Foto: uusc4all/flickr,CC BY-NC-ND 2.0

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