Nord | Süd news IV/2010

Versteckte Kinderarbeit auf Liberias Kautschukplantagen

 Endlose Baumreihen kennzeichnen das Gebiet direkt hinter Monrovias FlughafenWer vorbei fährt an den scheinbar endlosen Baumreihen, die sich kurz hinter Monrovias Flughafen Kilometer über Kilometer nach Westen erstrecken, der versteht sofort, warum Liberia früher „Firestone Republic“ genannt wurde. Seit 1926 pflanzt der US-Konzern Firestone, einer der größten Reifenhersteller der Welt, in Liberia Kautschukbäume an, ordentlich in Reih und Glied. Die mehr als 400.000 Hektar große Anbaufläche macht vier Prozent der Landesfläche aus. Es ist die größte Kautschukplantage der Welt.

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Kommentiert: Doppeltes Armutszeugnis

Ulrich Thöne - Der Autor ist Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und WissenschaftKinderarbeit ist ein Armutszeugnis - in doppelter Hinsicht. Sie ist ihrerseits durchaus Zeugnis von Armut. Vor allem aber ist sie ein Armutszeugnis für die internationale Gemeinschaft.

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Streik und Schulung

Um Anerkennung hat die Gewerkschaft der Firestone-Arbeiter (FAWUL) gekämpft. Noch vor dreieinhalb Jahren ging die Polizei mit Tränengas gegen Streikende vor. Kurz darauf gewann FAWUL Wahlen gegen eine „gelbe“ Agrargewerkschaft.

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Vorgestellt: Hasan Arslan – Rastloser Organisierer

Hasan ArslanHasan Arslan gehört zu den Menschen, die gelernt haben, Erfahrungen für sich und andere nutzbar zu machen. Er hat viele gesammelt: Im Alter von 15 Jahren kam er aus der Türkei nach Deutschland und erhielt mit 16 seine erste Anstellung in einem Kleinunternehmen. Fünf Jahre später wechselte er zu einem Familienbetrieb mit 600 Beschäftigten. „Ich trat noch im selben Jahr in die IG Metall ein und übernahm die Vertrauenskörperleitung in dem bis dahin unorganisierten Betrieb“, berichtet er von den Anfängen seiner aktiven Gewerkschaftsarbeit.

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Vorgestellt: Bernd Schneider – Schmerzfreies Arbeiten

Bernd Schneider - Vorsitzender des Eurobetriebsrates von Freudenberg „Für die Kollegen bin ich unser Außenminister“, sagt Bernd Schneider und zieht seine Mundwinkel hoch. Der Vorsitzende des Euro-Betriebsrats von Freudenberg genießt die Zusammenarbeit mit anderen – denen im Betriebsratsbüro und denen draußen. Sein Arbeitgeber stellt Dichtungen, Vliesstoffe und Chemikalien in etwa 200 Betrieben in 55 Ländern her. „Verlagerungen finden ständig statt“, berichtet Bernd Schneider, „in letzter Zeit boomen vor allem Brasilien, Russland, Indien und China.“ So weit reicht die Zuständigkeit des Eurobetriebsrats nicht. „Ein Netzwerk wäre wichtig“, findet der Vorsitzende, aber ... ."

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Aus der Arbeitswelt: Mexiko – „Die Maquila frisst dich“

 Gloriá Mendez verdient überdurchschnittlich - und ihr Sohn Edgár träumt von einer KFZ-LehreEin Pfeiler der mexikanischen Wirtschaft sind die Weltmarktfabriken, die Maquiladores. Die sind für niedrige Löhne und einen fragwürdigen Umgang mit den Arbeitsrechten bekannt. Das droht sich durch die Krise in den USA zu verschärfen.

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Aus der Arbeitswelt: Uruguay – Süße Subventionen

Seit Jahrzehnten arbeite Jorge Flores (links) im Akkord auf den Zuckerrohrfeldern - andere Arbeit gibt es hier nicht.Subventionen für Zucker beleben Uruguays Norden. Doch aufgekauft wird er nur, wenn die Produzenten das Arbeitsrecht einhalten. Das hat die Gewerkschaft erkämpft. 

Die Sonne sticht. Die Temperatur ist auf weit über 30 Grad gestiegen. Noch immer schneiden die Arbeiter mit ihrer Machete Zuckerrohr. Gebeugt und mit gekrümmten Rücken. Die Gesichter sind schweißüberströmt. Die Kleidung ist schwarz verklebt vom Zuckerrohr. Das Zuckerrohrfeld liegt außerhalb von Bella Union, einer Stadt mit 13.000 Einwohnern im Norden Uruguays, an der Grenze zu Brasilien. Im Hintergrund qualmt ein Schornstein des staatlichen Zucker-Alkohol-Komplexes ALUR (Alcoholes de Uruguay). ALUR habe der ganzen Gegend neuen Auftrieb gegeben, erklärt der 44-jährige Jorge Flores, bevor er sich Bündel von Zuckerrohrstangen schnappt und zum wartenden Lastwagen schleppt. Akkordarbeit.

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Aus Projekten und Kampagnen: Wertvolle Verbindungen

Erfolgreiche Organisation - SEWA-Frauen unterwegsManchmal ist ihr Wert nicht jedem von Beginn an einsichtig. Doch die internationale gewerkschaftliche Bildungsarbeit ist wichtiger denn je. Das Nord-Süd-Netz organisiert sie, hier in Deutschland und für die Kollegen und Kolleginnen weltweit. 

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Einmalige Erfahrungen – ein Interview mit Nina Berg

Welches sind die wichtigsten Ziele der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit? Welchen Stellenwert hat der Austausch mit Gewerkschaftsvertretern aus anderen Ländern? Diesen und weiteren Fragen hat sich Nina Berg, Leiterin des Nord-Süd-Netzes, hier gestellt. Lesen Sie mehr.

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Aus Projekten und Kampagnen: Dialog und „Peitschenhiebe“

 Junge Leute für die Gewerkschaftsarbeit zu gewinnen, war ein Anliegen der Brasilientagung im DGB Tagungzentrum Hattingen Über Bildung, Arbeitsbeziehungen und Netzwerke in Deutschland und Brasilien diskutierten etwa 50 Gewerkschaftsmitglieder im November in Hattingen. Organisiert wurde die Tagung vom DGB Bildungswerk BUND in Kooperation mit der IG Metall und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). 

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Notiert: Abkommen missbilligt

Gegen das im Mai unterzeichnete Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und der Europäischen Union setzen sich Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen international ein. DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki brachte bei politischen Gesprächen in Kolumbien Anfang November seine Besorgnis über die Verletzung von Menschen- und Gewerkschaftsrechten in Kolumbien zum Ausdruck.

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Notiert: Kein Lohn zum Leben

Über unzumutbare Arbeitsbedingungen und Sozialstandards in der Textilbranche hat eine Delegation aus Bangladesch im November auf diversen Veranstaltungen in Deutschland berichtet. Gemeinsam mit der „Kampagne für Saubere Kleidung“ forderte sie die 4.500 Bekleidungsfabriken in Bangladesch auf, einen die Existenz sichernden Lohn zu zahlen. Unterstützung erhoffen sich die Bengalen von deutschen Kundinnen und Kunden.

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Notiert: Nutzen für den Unterricht

Informationen über die Arbeitswelt des Südens und die Entwicklung von Gewerkschaften sind für die Leserinnen und Leser der Nord | Süd news wichtig oder sehr wichtig. Das gilt zumindest für die 53 Menschen, die auf die jüngste Leserbefragung bis zum 20. Oktober geantwortet haben. Vier Fünftel möchten gern noch mehr über Menschen- und Gewerkschaftsrechte sowie Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern lesen;

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Broschüre: Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht

Broschüre (2015/2016): Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht heute

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): Michael Gubi/flickr,
CC BY-NC 2.0

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Broschüre: Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel …

Broschüre (2016): Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel und nicht verhandelbar

Erscheinungsjahr: 2016
Umfang: 76 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Foto (re): Cícero R. C. Omena/flickr,
CC BY 2.0 

 

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Arbeiten und Wirtschaften in den Grenzen des Wachstums.

Broschüre (2017): Arbeiten und Wirtschaften in den Grenzen des Wachstums. Die Rolle der Gewerkschaften in einer ökologischen und sozialen Transformation.

Erscheinungsjahr: 2017
Umfang: 68 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): Boris Ott / flickr,
CC BY-NC 2.0

 

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Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe III/2018

Newsletter Nord|Süd news, 
Ausgabe III/2018

Demokratie in Gefahr: Arbeitnehmendenrechte müssen verteidigt werden; Der Kommentar: Ein neues Entwicklungsmodell ist gefragt!; Brasilien: Die Herausforderung Bolsonaro; Argentinien: Mit Generalstreiks gegen Sparpolitik; Kolumbien: Lieber groß und gemeinsam; Ecuador: Internationaler Druck stärkt lokale Strukturen; Aus den Projekten: Globale Herausforderungen lokal denken u.a.

Hier lesen oder downloaden:
http://www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2018-iii

 

Ausschnitt Infografik (re): © ITUC CSI IGB

 

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