Nord | Süd news IV/2008

Straßenhändlerinnen in Indien: Wir sind viele

„Wer ist denn der Arbeitgeber?” Und: „Gegen wen wollen diese Leute denn kämpfen?” Das waren zwei der häufigsten Einwände gegen die Gründung einer Gewerkschaft für selbständig erwerbstätige Frauen.

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Kommentiert: Ein Gespür für Lebenslagen

Mehr als 90 Prozent der Beschäftigten in Indien arbeiten im informellen Sektor – und noch immer ist keine soziale Absicherung für sie in Sicht. Die Self Employed Women’s Association (SEWA) hat dies schon Mitte der siebziger Jahre erkannt. Die Vielzahl der indischen Gewerkschaften – jede größere Partei hat ihre eigenen –  war damals weit davon entfernt, den informellen Sektor als Problembereich zu identifizieren. Heute erklären die etablierten Gewerkschaften, auch sie organisierten informell Beschäftigte. Doch wenn man nachhakt, bleiben die Angaben über Mitglieder und konkrete Initiativen vage.

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Informeller Sektor

Mit dem Begriff des informellen Sektors oder der informellen Wirtschaft ...

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Vorgestellt: Ela Bhatt – Anspruch auf Würde

Ela BhattWarum haben die Vereinten Nationen keinen Erfolg im Kampf gegen die Armut? Für Ela Bhatt liegt die Antwort auf der Hand: „Weil die Armen bis heute nicht unsere Priorität sind“ – trotz hochrangig besetzter Konferenzen, großartiger Regierungserklärungen und ehrgeiziger Ziele. Ela Bhatt übt diese Kritik nicht nur bei Demonstrationen und gegenüber der Presse. Sie spricht auch vor Staatschefs Klartext, wie im September vor der UNO-Generalversammlung in New York. Ela Bhatt äußert sich stets offen und direkt. Doch sie bleibt ruhig. Als Gandhianerin lehnt sie Aggression undMilitanz ab.

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Vorgestellt: Maja Raußeck – Sprung ins Netzwerk

Maja RaußeckMaja Raußecks Traum ist das Skispringen. Aber ihr Knie will nicht mehr. Aus der Dresdener Göre hatten DDR-Sportfunktionäre frühzeitig eine Turmspringerin gemacht. Schon mit sieben Jahren bewältigte  sie  ein  enormes Tagespensum:  aus der Schule in die Schwimmhalle, Trockentraining, Sprünge ins Schaumgummibecken. „Bis siebeneinhalb Meter“ skizziert die 32-jährige ihre Sportkarriere. Mit 13 hörte sie auf, wegen der Gesundheit. Für den Leistungssport hätten ihre Beine operiert werden müssen.

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Aus der Arbeitswelt: Die Armen kaufen teurer ein

Wie hoch der Mindestlohn sein muss, wird in Uruguay anhand eines Warenkorbs berechnet. Was dort hinein kommt, ist jedoch in den Vierteln der Armen am teuersten. Keiner blickt richtig durch. Allzu reichhaltig ist das Angebot an „Brotkörben“, mit denen Grundbedürfnisse erfüllt und Mindestlöhne berechnet werden können. Ausgerechnet die unternehmerfreundliche Wochenzeitung „Busqueda“, die sonst eher für Lohndisziplin die Werbetrommel rührt, errechnete den höchsten Preis: ihr „familiärer Warenkorb“ kostet etwas mehr als umgerechnet 1.100 Euro.

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Aus der Arbeitswelt: Die Angst vorm Busfahren

Personentransport in Nigeria ist gefährlich. Während Fahrer um ihr Einkommen und Fahrgäste um ihre Sicherheit bangen, plant der Staat Regulierung. Gewerkschafter sind Teil des Problems und arbeiten zugleich mit an der Lösung.

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Aus der Arbeitswelt: Prekär ist tödlich

Arbeiter sind 2007 und 2008 auf den Werften in der Türkei bei Arbeitsunfällen ums Leben gekommen. 28 von ihnen arbeiteten in der großen Schiffbauregion Tuzla bei Istanbul. Das Wachstum in der Schiffbauindustrie geschieht auf Kosten von Menschenleben. Obwohl die türkische Schiffbauindustrie am  weltweiten Schiffsbaumarkt nur einen Anteil von etwa zwei Prozent hat, nimmt sie seit 2002 stetig und schnell zu. Dieser Sektor wächst weltweit, denn neue Bestimmungen der „International Maritime Organisation” lassen die Nachfrage nach neuen und sicheren Schiffen explodieren.

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Aus den Projekten: Was Betriebsräte wissen

Freistellung? Schulungen? Internationale Betriebsräte? Manche Gewerkschafter inSüdafrika horchen auf bei solchen Worten. Dabei gibt es das auch in ihrem Land, zum Beispiel bei einigen großen deutschen Firmen. Doch wer Bezüge für Autositze in einer kleinen Zulieferfirma näht und sich um den Bestand seines Arbeitsplatzes sorgt, hat davon meist nichts gehört. Er – oder sie – kennt oft nicht einmal die Rechte, die es bei Elternschaft gibt.

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Aus den Projekten: T-Shirts mit Würde

Berliner Hilfsorganisation Inkota und Südwind „Die Würde kehrt zurück“ bedeutet das Label übersetzt, das auf fair produzierten T-Shirts der thailändischen Firma Dignity Returns prangt. Die Österreich wollen mit seinem Vertrieb eine Alternative zu den miserablen Arbeitsbedingungen in der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie eröffnen.

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Notiert: Ökologie in Belém

Für das Weltsozialforum in Belém im brasilianischen Amazonasgebiet bereitet das DGB Bildungswerk eine Veranstaltung zum Thema „Ökologie, Ökonomie und Menschenrechte“ vor. Das weltweite Treffen von Nichtregierungsorganisationen, konzipiert als Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos, trifft sich vom 27. Januar bis zum 1. Februar 2009 zum sechsten Mal.

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Notiert: Platz am Tisch

Bei künftigen Verhandlungen der G 20-Staaten über die Bewältigung der internationalen Finanzkrise wollen die Gewerkschaften mitreden. Das sei die wichtigste Forderung einer von den internationalen Gewerkschaften in Washington verabschiedeten Erklärung, sagte Wolfgang Lutterbach, Leiter der internationalen Abteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), nach seiner Rückkehr aus den USA Ende November.

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Notiert: Faires Kicken 2010

„Kick for one world“ lautet das Motto einer Kampagne zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika, die die Spiele auch für Straßenhändlerinnen und -händler lohnenswert machen möchte. Dieses Anliegen haben zehn deutsche Nichtregierungsorganisationen im September dem Präsidenten des Weltfußballverbandes vorgetragen. Sie setzen sich für ein Verkaufsrecht innerhalb und außerhalb der Bannmeile ein.

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Broschüre: Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht

Broschüre (2015/2016): Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht heute

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): Michael Gubi/flickr,
CC BY-NC 2.0

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Broschüre: Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel …

Broschüre (2016): Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel und nicht verhandelbar

Erscheinungsjahr: 2016
Umfang: 76 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): Cícero R. C. Omena/flickr,
CC BY 2.0 

 

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Arbeiten und Wirtschaften in den Grenzen des Wachstums.

Broschüre (2017): Arbeiten und Wirtschaften in den Grenzen des Wachstums. Die Rolle der Gewerkschaften in einer ökologischen und sozialen Transformation.

Erscheinungsjahr: 2017
Umfang: 68 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): Boris Ott / flickr,
CC BY-NC 2.0

 

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Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe III/2018

Newsletter Nord|Süd news, 
Ausgabe III/2018

Demokratie in Gefahr: Arbeitnehmendenrechte müssen verteidigt werden; Der Kommentar: Ein neues Entwicklungsmodell ist gefragt!; Brasilien: Die Herausforderung Bolsonaro; Argentinien: Mit Generalstreiks gegen Sparpolitik; Kolumbien: Lieber groß und gemeinsam; Ecuador: Internationaler Druck stärkt lokale Strukturen; Aus den Projekten: Globale Herausforderungen lokal denken u.a.

Hier lesen oder downloaden:
http://www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2018-iii

 

Ausschnitt Infografik (re): © ITUC CSI IGB

 

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