Tag der humanitären Hilfe - Gefahr für Krisenhelfer wächst

http://www.gewerkschaften-helfen.de/

(18.08.2017/Berlin/tat) Jedes Jahr am 19. August begehen die Vereinten Nationen den internationalen Tag der humanitären Hilfe. Damit wird die Arbeit der unzähligen Unterstützer weltweit in den Mittelpunkt gerückt. Um anderen zu helfen, setzen sie in vielen Teilen der Welt ihr Leben aufs Spiel. 

Nach UN-Angaben sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. So viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Mehr denn je, sind die Geflüchteten auf die Unterstützung von entsandten Krisenhelfern aber auch von unzähligen Ehrenamtlichen angewiesen. Sie übernehmen die Erstversorgung der Menschen, kümmern sich um Nahrungsmittel, Unterkünfte oder medizinische Hilfen. Um an ihre Arbeit und die Gefahren, die sie auf sich nehmen, zu erinnern, wurde der internationale Tag der humanitären Hilfe ins Leben gerufen.

Auch die Gewerkschaften sind vor Ort in den Krisengebieten. Der Verein „Gewerkschaften helfen“ setzt sich seit 2002 für humanitäre Katastrophenhilfe ein. Mindestens 97 Prozent der Spenden kommen dort an, wo sie wirklich gebraucht werden. Unter anderem wurden Menschen unterstützt, die 2013 durch den Super-Taifun „Yolanda“ auf den Philippinen ihr Hab und Gut verloren, aber auch Betroffene der Flutkatastrophe im Südosten Deutschlands vor rund vier Jahren.

Die Vereinten Nationen haben den 19. August ausgewählt, im Gedenken an die Toten und Verletzten des Anschlags auf das UN-Hauptquartier im irakischen Bagdad 2003. Dabei kamen 22 Mitarbeiter des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) ums Leben. Mehr als 100 Menschen wurden damals verletzt. Den internationalen Tag der humanitären Hilfe gibt es seit 2008.

In den gewaltsamen Konflikten weltweit geraten zunehmend Zivilisten ins Visier der Kriegsparteien. Terrororganisationen missbrauchen die Bevölkerung als menschliche Schutzschilde. Auch vor Krankenhäusern, Schulen oder religiösen Stätten machen Attentäter nicht Halt.

Nach Angaben von Hilfsorganisationen steigt zunehmend das Risiko auch für die Helfer, obwohl Attacken gegen sie gegen internationales Recht verstoßen. Während Ärzte die Wunden der Verletzten versorgen, Lehrer Flüchtlingskinder unterrichten oder UN-Mitarbeiter Hilfsgüter in die Krisengebiete transportieren werden sie bedroht, angegriffen und daran gehindert, denen zu helfen, die ihre Unterstützung dringend brauchen. In den vergangenen 20 Jahren wurden Tausende Helfer getötet oder verschleppt. Zu den gefährlichsten Ländern zählen die UN Südsudan, Afghanistan, Syrien, Kongo und Somalia.

In diesem Jahr machen die Vereinten Nationen mit einer Petition und Kampagne auf die gefährliche Lage der Zivilbevölkerung und der Helfer aufmerksam. Sie fordern die Staatenlenker auf, humanitäre Helfer zu schützen und ihnen Zugang zu den Menschen in Not zu gewähren. Bisher haben Unterstützer aus mehr als 150 Ländern weltweit die Online-Petition unterzeichnet.

 

Aktueller Hilfsaufruf von Gewerkschaften helfen zu: Gewerkschaften ebnen den Weg in Ausbildung und Arbeit für Geflüchtete. Wir freuen uns über jeden Beitrag.
 

Spendenkonto Gewerkschaften helfen e.V.
Nord LB
IBAN: DE55 2505 0000 0152 0114 90
BIC: NOLADE2HXXX

Broschüre: Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Broschüre (2014): Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): © Marco Antonio Rezende/BrazilPhotos

Bild 4 von 4

Broschüre: Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht

Broschüre (2015/2016): Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht heute

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): Michael Gubi/flickr,
CC BY-NC 2.0

Bild 3 von 4

Broschüre: Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel …

Broschüre (2016): Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel und nicht verhandelbar

Erscheinungsjahr: 2016
Umfang: 76 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): Cícero R. C. Omena/flickr,
CC BY 2.0 

 

Bild 2 von 4

Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe III/2017

Newsletter Nord|Süd news, 
Ausgabe III/2017

Transformation Afrika: „Es ist wichtig, Alternativen zu präsentieren“; Bausektor: „Wir müssen in die chinesischen Multis rein!“; Landwirtschaft: Mehr Glück mit Schokolade; Energiesektor: Energie für Jobs auf dem Land; Informelle Arbeit: Eine Stimme für die 90 Prozent; Gewerkschaften kooperieren: „Dialog auf Augenhöhe“ u.a.

Hier lesen oder downloaden:
http://www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2017-iii

Foto (re): Conflict & Development at Texas A&M/flickr, CC BY-NC-ND 2.0

 

 

 

 

 

Bild 1 von 4