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20 Jahre DGB-Filmpreis: Die nominierten Filme im Überblick

(07.06.2017/Berlin/DGB) Der DGB-Filmpreis feiert Jubiläum. Der mit 7.000 Euro dotierte Regiepreis wird in diesem Jahr zum 20. Mal verliehen. Er würdigt Filme, die sich in besonderer Weise gesellschaftlich engagieren. Bis zum 11. Juni sind die fünf nominierten Filme beim 28. Internationalen Filmfest Emden-Norderney zu sehen. Der DGB-Filmpreis wird seit 1998 für gesellschaftlich in besonderer Weise engagierte Spiel- oder Dokumentarfilme vergeben. Sie beschäftigen sich zum Beispiel mit Themen wie Arbeit, Gleichberechtigung, Migration und Integration, Globalisierung oder Umweltschutz. Der DGB Filmpreis ist mit € 7.000,00 dotiert und wird ausgestattet vom DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt, von ver.di Niedersachsen - Bremen, IG Metall Küste, GEW Niedersachsen, IG BCE Nord, NGG Nord, EVG Region Nord, Arbeit und Leben Niedersachsen e.V. und von der GdP Niedersachsen.
 

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Termine:

  • Filmgespräch in Emden, Freitag, 9. Juni, 14.30-16.30 Uhr, vhs-Forum, An der Berufsschule 3, Emden
  • DGB-Empfang „Blaue Stunde“, Freitag, 9. Juni, 17.00-18.00 Uhr, Café Henri’s, Hinter dem Rahmen 5a, Emden

Weitere Infos zu diesen Veranstaltungen gibt es beim DGB Niedersachsen.

  • "And the winner is..." - Preisverleihungsgala, bei der auch der DGB-Filmpreis vergeben wird, Sonntag, 11. Juni, 20.15 Uhr, Neues Theater, Emden (Karten gibt es im Festival-Counter im Grand Café am Stadtgarten, Emden)

Weitere Informationen zu Tickets und Programm auf der Webseite des 28. Internationalen Filmfestes Emden-Norderney, 7.-14. Juni 2017.

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Die Nominierten Filme in diesem Jahr sind:

Auf dünnem Eis – Die Asylentscheider (D 2017) von Sandra Budesheim, Sabine Zimmer

Der Film begleitet vier Asylverfahren von der Anhörung bis zum Moment, in dem die Geflüchteten ihren Bescheid in den Händen halten. „Auf dünnem Eis“ bricht die große Politik auf den Einzelfall herunter und gibt den nackten Zahlen Gesichter.

Mehr zum Film: http://www.filmfest-emden.de/programm/filme-a-z/auf-dunnem-eis-die-asylentscheider

Die Migrantigen (A 2017) von Arman T. Riahi

„Die Migrantigen“ ist eine politisch unkorrekte Komödie über moderne Klischees und falsche Identitäten. In den Hauptrollen: Marko und Benny, zwei Wiener mit Migrationshintergrund, die sich in einer TV-Dokuserie als kleinkriminelle Migranten ausgeben.

Mehr zum Film: http://www.filmfest-emden.de/programm/filme-a-z/die-migrantigen


Ein Sack voll Murmeln
(CAN/F/CZ 2017) von Christian Duguay

Paris, 1941: Um sie zu retten, schicken ihre Eltern die beiden jüdischen Brüder Joseph und Maurice in die noch nicht von den Deutschen besetzte Stadt Menton. Der Plan ist riskant, doch vielleicht ihre einzige Chance. Eindringlich und berührend erzählt der Film die wahre Geschichte des Autors Joseph Joffo.

Mehr zum Film: http://www.filmfest-emden.de/programm/filme-a-z/un-sac-de-billes-ein-sack-voll-murmeln

Innen Leben (B/F/LIB 2017) von Philippe Van Leeuw

Während auf den Straßen der Krieg tobt, versucht die resolute Oum Yazan verzweifelt, in ihrer kleinen Wohnung für Familie und Nachbarn den Alltag aufrechtzuerhalten. Bestürzend intensiv zieht „Innen Leben“ die ZuschauerInnen hinein in die Kriegswirklichkeit der Menschen.

Mehr zum Film: http://www.filmfest-emden.de/programm/filme-a-z/innen-leben

Thank you for the rain (UK/N 2017) von Julia Dahr

Der kenianische Landwirt Kisilu Musya dokumentiert in einem Video-Tagebuch die Folgen des Klimawandels für das Leben seiner Familie. Den Delegierten des Weltklimagipfels in Paris berichtet er von den erschütternden Konsequenzen für seine Heimat. Ein bewegender und aufklärender Film.

Mehr zum Film: http://www.filmfest-emden.de/programm/filme-a-z/thank-you-for-the-rain

Erstmalig veröffentlicht durch den DGB Bundesvorstand.
 

Arbeitskreis „Solidarität mit brasilianischen Gewerkschaften“ im DGB veröffentlicht "Brasilien Aktuell 2017"

Brasilien Aktuell 2017

(28.04.17/Mannheim/ane) Der Arbeitskreis „Solidarität mit brasilianischen Gewerkschaften“ im DGB, Region Nordbaden, Mannheim hat die Broschüre "Brasilien Aktuell 2017" herausgegeben und zeigt Solidarität mit den brasilianischen Gewerkschaften zum Generalstreik am 28.04.2017.

In der aktuellen Ausgabe werden die katastrophalen Sozialreformen der Regierung Temer und ihre Auswirkungen im Arbeits-, Bildungs- und Gesundheitssektor sowie auf die indigene Bevölkerung hervorgehoben. Zudem gibt es Berichte zur Bekämpfung der Korruption in allen politischen Lagern, der Moral der brasilianischen Elite und der Situation in den Gefängnissen.

Gemeinsame Erklärung zur Lage der Gewerkschaften und Beschäftigten in der Türkei - Türkiye’de Sendikaların ve Çalışanların Durumu

DİSK-Generalsekretärin Arzu Çerkezoğlu und DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann.

Ihre Solidarität und die weitere Zusammenarbeit haben der türkische Gewerkschaftsbund DİSK und der DGB betont. "Diese Solidarität unserer Gewerkschaften ist in einer Zeit, in der rechtsnationale Bewegungen stärker werden, besonders wichtig. Sie muss bekräftigt werden", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Die gemeinsame Erklärung im Wortlaut auf Deutsch und Türkisch:

GEMEINSAME ERKLÄRUNG
DGB – DİSK
Lage der Gewerkschaften und Beschäftigten in der Türkei
Berlin, 16.3.2017

Die Beziehungen zwischen unseren Gewerkschaften hat lange Tradition. Selbst als die DİSK 1980 verboten wurde, hat der DGB den Kontakt nicht aufgegeben und die DİSK weiter unterstützt. Diese guten Beziehungen führen wir jetzt weiter. Für die arbeitenden Menschen ist diese Zusammenarbeit auch deshalb sehr wichtig, weil es in Deutschland sehr viele türkische Beschäftigte gibt. Deswegen ist es von historischer Bedeutung, dass wir uns heute mit dem Vorsitzenden des DGB, Reiner Hoffmann, und in den nächsten Tagen mit den Vorsitzenden von IG Metall und ver.di austauschen.

Diese Solidarität unserer Gewerkschaften ist in einer Zeit, in der rechtsnationale Bewegungen stärker werden, besonders wichtig. Sie muss bekräftigt werden. Ein wichtiger Beitrag dazu ist, die Rechte der türkischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland zu wahren, damit sie nicht unter den Folgen dieser neuen politischen Strömungen leiden.

Der einzige Schutz gegen Entwicklungen zu Lasten der Beschäftigten ist die weltweite Zusammenarbeit und Solidarität aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

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DGB ile DİSK Ortak Açıklaması
Türkiye’de Sendikaların ve Çalışanların Durumu
Berlin, 16.3.2017

Sendikalarımız arasındaki ilişkilerin uzun bir geleneği bulunmaktadır. 1980 yılında DİSK kapatıldığında DGB iletişimi kesmemiş, DİSK’i desteklemeye devam etmiştir. Bu iyi ilişkilerimizi sürdürüyoruz. Çalışanlar için bu ilişkinin bir önemi de Almanya’da da çok sayıda Türkiye kökenli çalışanın olmasıdır. Bu bağlamda DGB Başkanı Reiner Hoffmann ile ileriki günlerde IG Metall ve Ver.Di sendikalarıyla görüş alışverişinde bulunmanın tarihsel bir anlamı vardır.

Sendikalarımız arasındaki dayanışmanın aşırı sağ eğilimli hareketlerin arttığı bir döneme rastlaması da özellikle önem taşımaktadır. Bu dayanışma daha da geliştirilmelidir. Buna önemli bir katkı, Almanya’daki Türk çalışanların haklarının gelişen yeni politik akımlar karşısında korunmasının sağlanmasıdır.

Çalışanların haklarını kısıtlamalara karşı tek korunma mekanizması dünyada tüm çalışan ve emekçilerin ortak çalışmaları ve dayanışmalarıdır.

Text und Bild erstmalig veröffentlicht durch den DGB Bundesvorstand:Gemeinsame Erklärung zur Lage der Gewerkschaften und Beschäftigten in der Türkei - Türkiye’de Sendikaların ve Çalışanların Durumu

Gemeinsamer Appell an Regierung in Bangladesch: Internationale Menschenrechtsstandards im Textilsektor wahren

(22.02.2017/Berlin/DGB). In einem schriftlichen Appell an die Premierministerin von Bangladesch, Sheikh Hasina, und an die lokale Vereinigung der Textilunternehmen (BGMEA) setzen sich der Handelsverband Deutschland (HDE), der Gesamtverband textil+mode, die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) für die Wahrung internationaler Menschenrechtsstandards im Textilsektor ein.

Die Unterzeichner zeigen sich beunruhigt über Berichte, nach denen es im Rahmen von Arbeitskampfmaßnahmen seit Ende letzten Jahres mehrfach zu Verhaftungen und Entlassungen von Gewerkschaftsmitgliedern und anderen Beschäftigten gekommen ist. Die Wahrnehmung der kollektiven Arbeitnehmerrechte in Bangladesch als Teil der Menschenrechte müsse gewährleistet sein und dürfe nicht behindert werden.

Die im Raum stehenden Vorwürfe sollten zügig überprüft und unrechtmäßige Verhaftungen und Entlassungen von Gewerkschaftsfunktionären wieder rückgängig gemacht werden. In ihrem Schreiben fordern die Organisationen die Beteiligten auf, wirksame Schritte für eine effektive Stärkung der Sozialpartnerschaft in Bangladesch einzuleiten. Dazu gehöre auch eine Überprüfung des aktuellen Verfahrens der Lohnfindung im Bekleidungssektor von Bangladesch.

Die Unterzeichner erinnerten daran, dass die Verletzung von Menschenrechtsstandards erhebliche Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes haben könnte. So seien Handelserleichterungen der EU wie Zollpräferenzen unter dem sogenannten Everything but Arms Agreement (EBA) streng an die Bedingung geknüpft, dass die Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) nicht verletzt werden. Schon die Einleitung eines Überprüfungsverfahrens könnte bestehende Begünstigungen gefährden. Das könnte nachteilige Auswirkungen auf die Aktivitäten europäischer Textil- und Modeunternehmen in Bangladesch sowie für die Produzenten und ihre Beschäftigten zur Folge haben.

Die deutsche Textilwirtschaft, die Zivilgesellschaft und die Gewerkschaften setzen sich seit zwei Jahren verstärkt auch im Rahmen des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit ins Leben gerufenen Bündnisses für nachhaltige Textilien für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Bangladeschs ein.

Erstmalig veröffentlicht durch den DGB Bundesvorstand: http://kurzelinks.de/gq7h

Act Now: Fyffes tritt ArbeitnehmerInnenrechte mit Füßen

(25.01.2017). Beschäftigte der Obstimporteure Anexco (Ananas aus Costa Rica) und Suragroh (Wintermelonen aus Honduras) werfen ihren Arbeitgebern schwere und systematische Verletzung von ArbeitnehmerInnenrechten vor. Der Mutterkonzern Fyffes mit Stammsitz in Irland will von nichts wissen.

"Nachhaltigkeit und Verantwortung" - zumindest auf seiner Website schreibt der führende Bananenimporteur Europas diese Aspekte groß. Anders in den Erzeugerländern. Beschäftigte der Fyffes-Tochtergesellschaften Anexco in Costa Rica (Ananas) und Suragroh in Honduras (Melonen) berichten von schweren und systematischen Verletzungen grundlegender Arbeitnehmerrechte. Sie werfen ihren Unternehmensleitungen Missachtung der Vereinigungsfreiheit mit Bedrohung, Schikanierung und Entlassung von Gewerkschaftsmitgliedern, Blockierung von Kollektivverhandlungsprozessen, Nichtzahlung von Mindestlöhnen und Sozialversicherungsbeiträgen, Exposition von Arbeitern und Arbeiterinnen gegenüber gefährlichen Agrochemikalien und Entlassung von schwangeren Arbeiterinnen vor. Besonders in Honduras werden die Rechte der überwiegend weiblichen Saisonarbeitskräfte nicht beachtet.

Nach monatelangen vergeblichen Versuchen, die Konzernmutter Fyffes auf die Probleme anzusprechen, schloss sich die IUL am 23. Januar einer internationalen Solidaritätsmission nach Honduras an, um entlassene ArbeiterInnen zu treffen. Gleichzeitig hat sie zusammen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen Fyffes aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Arbeitnehmerrechte in den Lieferketten des Unternehmens durchweg anerkannt und eingehalten werden.

In Honduras, wo bereits in der Vergangenheit gegen Fyffes Geldbussen wegen Missachtung von Zahlungsvorschriften verhängt worden sind, behauptet der Konzern, dem Gesetz Genüge zu tun. Die gemeinsame Mission von IUL und NGOs will Beweise dafür zusammentragen, dass Fyffes das repressive Umfeld des Landes nutzt, um ebenso repressive mit seinen ArbeitnehmerInnen umzugehen. Ausserdem hat Fyffes sich Schlupflöcher im honduranischen Recht zunutze gemacht, um die Gewerkschaft deregistrieren zu lassen. Fyffes Anfechtung des Gewerkschaftsstatus ist ein Verstoss gegen das Grundrecht der Arbeitnehmer, Gewerkschaften zu gründen oder ihre Gewerkschaftsführer selbst zu wählen.

Die Kampagnenplattform "Act Now" bittet um Unterstützung: Sendet eine dringende Botschaft an den CEO von Fyffes, David McCann.

Arbeitshilfe für bewussten Sprachgebrauch

(20.1.2017). IDA und die Neuen deutschen Medienmacher haben ihr Glossar mit Formulierungshilfen für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch in der Migrationsgesellschaft erweitert und neu aufgelegt.

Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e.V.) hat das Glossar für einen bewussten Sprachgebrauch gemeinsam mit den Neuen deutschen Medienmachern für den Einsatz in der Bildungsarbeit weiterentwickelt und in überarbeiteter Form für die Jugendarbeit, die Erwachsenenbildung sowie die Arbeit mit Migrantenorganisationen und mit Geflüchteten neu herausgegeben.
In der aktuellen gesellschaftlichen Debatte über Flucht und Asyl geht auch sprachlich einiges durcheinander. Asylsuchende werden als Asylbewerberinnen und Asylbewerber bezeichnet, obwohl man sich um ein Grundrecht eigentlich nicht bewerben muss.
Auch in der Diskussion über das Zusammenleben im Einwanderungsland Deutschland werden die Begriffe oft unscharf verwendet: Es ist von Migrantinnen und Migranten die Rede, obwohl die meisten der Menschen hier geboren sind. Selbst der sprachlich neutrale Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ wird zunehmend als stigmatisierend empfunden, da mit ihm häufig das Bild einer Problemgruppe assoziiert wird.

Das ursprünglich von den Neuen deutschen Medienmachern entwickelte Glossar für die Berichterstattung im Einwanderungsland wurde nun um ein Kapitel zu Sinti, Sintize, Romnja und Roma erweitert. Das Kapitel zu Flucht und Asyl wurde aktualisiert und erweitert. Zudem sind die Texte nun in geschlechtergerechter Sprache verfasst. Auf eine inhaltliche Einführung zur Relevanz von diskriminierungssensiblem Sprachgebrauch und einer Hinführung unter der Überschrift „Wer sind ‘wir‘, wer sind ‘die Anderen‘?“ folgen Kapitel zu den Themen Migration, Kriminalität, Musliminnen und Muslime, Jüdinnen und Juden, Sinti, Sintize, Romnja und Roma sowie Flucht und Asyl, in denen jeweils im Stil kurzer Lexikonbeiträge die Begriffe sowie die Chancen oder Fallstricke ihrer Verwendung erläutert werden. Dabei werden empfohlene Begriffe besonders hervorgehoben.

Die Publikation kann gegen eine Versandkostenpauschale von 3,00 Euro zuzüglich der gewichtsabhängigen Portokosten bestellt werden.

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