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Ausschreibung für Projekte: Gute Arbeit entlang globaler, regionaler oder nationaler Lieferketten mit Schwerpunkt Afrika

(03.07.2018 / Düsseldorf) Das DGB Bildungswerk sucht für die Programmphase 2020 – 2022 neue Projekte in Afrika mit dem Schwerpunkt auf Arbeits- und Gewerkschaftsrechten in globalen, regionalen oder nationalen Wertschöpfungsketten. Bewerbungsfrist ist der 30.09.2018. Weitere Einzelheiten finden sich in den Ausschreibungsunterlagen.

CALL FOR PROJECT PROPOSALS
Decent Work along Global, Regional or National  Supply Chains with focus on Africa

For the program phase 2020 - 2022, the DGB Bildungswerk is looking for new projects in Africa with a focus on labor and trade union rights in global, regional or national value chains. Application deadline is 30.09.2018. Further details can be found in the tender documents made available below.

We are looking forward to receiving your proposals.

 

Gewerkschaften im Dialog: BUEN VIVIR - Das Recht auf Gutes Leben und Gute Arbeit weltweit

(15/06/2018 sgü) Vortrag und Diskussion mit Alberto Acosta und Jörg Mährle am 27.06.2018, 18:30 Uhr - 21:00 Uhr im DGB-Haus Bonn, Eintritt frei!

Vor welchen Herausforderungen stehen wir? Was ist Klimagerechtigkeit? Wie erreichen wir Verteidigungsgerechtigkeit? Wo liegen die Grenzen der Ressourcenverfügbarkeit? Wie könnte eine gerechte Zukunft aussehen?

Alberto Acosta stellt das Konzept des "Buen Vivir" vor, das in dem traditionellen Wissen der indigenen Völker wurzelt. Er entwickelte daraus Leitlinien mit dem Ziel des sozialen und solidarischen Wirtschaften und der Veränderung von Lebens- und Politikstil.

Was ist das Gute Leben und wie passt es mit den gewerkschaftlichen Werten und Ideen zusammen? Was bedeutet es für uns vor Ort als Gewerkschafter/innen und Bürger/innen und für Gute Arbeit weltweit? Das möchten wir mit unseren Gästen und Euch/Ihnen diskutieren.

 

"Gutes Leben" hat immer auch etwas mit Kultur zu tun. In diesem Sinne verleiht die lateinamerikanische Kultband Grupo Sal der politischen Debatte eine sinnliche und künstlerische Dimension.

Vortrag und Diskussion mit
Alberto Acosta, Ökonom und ehemaliger Präsident der verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors
im Dialog mit
Jörg Mährle, Regionsgeschäftsführer des DGB Köln-Bonn
Musik von
Grupo Sal, lateinamerikanische Musik

Anschließend Ausklang mit einem Kölsch

Veranstaltungsort: DGB-Haus Bonn, Endenicher Straße 127, 53115 Bonn, Großer Saal
Empfohlene Anmeldung bis 25.06.2018 per E-Mail an: bonn@dgb.de

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten (...)

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Quelle Definition 'Gute Arbeit'

Solidarität mit brasilianischen Gewerkschaften

(2018/05/23 / Arbeitskreis (AK) „Solidarität mit brasilianischen Gewerkschaften“ im DGB, Region Nordbaden, Mannheim / ahi) Der Arbeitskreis „Solidarität mit brasilianischen Gewerkschaften“ im DGB, Region Nordbaden, Mannheim, ist ein Arbeitskreis, der seit über 30 Jahren in engem Kontakt mit Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in Brasilien steht und die Vorgänge in Brasilien genau verfolgt, diskutiert und kommentiert. In seiner zum 1. Mai 2018 herausgebrachten Broschüre "Brasilien Aktuell 2018" geht es um aktuelle Themen, Ereignisse und Aktivitäten. Sein Engagement hat der AK dieses Jahr unter das Motto "Gewerkschaften und soziale Bewegungen vereint im Kampf um Demokratie - Kein Recht weniger" gestellt. Hier geht's zu "Brasilien Aktuell 2018"


Brief des AK "Solidarität mit brasilianischen Gewerkschaften" Mannheim / Ludwigshafen im DGB an den Botschafter
In Reaktion auf die Verurteilung des brasilianischen Ex-Präsidenten Lula da Silva zu 12 Jahren Haft hat der AK einen Brief an den Botschafter von Brasilien verfasst und die Freilassung Lula da Silvas gefordert. Den Brief ...
 

 

... stellen wir unseren Leserinnen und Lesern hier zur Verfügung.

 

Ausschreibung Übersetzung "Methodenkompendium"

(29.03.2018 / Düsseldorf) Das DGB Bildungswerk BUND - Nord-Süd-Netz vergibt im Rahmen seines Projektes "Projektbegleitende Maßnahmen für gute Arbeit weltweit" Übersetzungen eines Methodenkompendiums aus dem Deutschen ins Spanische und brasilianische Portugiesisch. Auskünfte zum Vergabeverfahren oder der nachgefragten Leistung beantworten wir gerne bis zum 05.04.2018. Angebote werden postalisch bis zum 11.04.2018, 12:00 Uhr erbeten. Wir freuen uns auf Ihr Angebot.

Zu den Ausschreibungsunterlagen (Bekanntmachung und Bewerbungsbedingungen) geht es hier: system/files/ausschreibung_pbm_ue_methodenkomp_bekanntmachung.pdf und hier system/files/ausschreibung_pbm_ue_methodenkomp_bewerbungsbedingungen.pdf.

Globale Rahmenabkommen - ein erfolgreiches Instrument von IndustriALL Global Union

(16.03.2018/aed) Das Nord-Süd-Netz im DGB Bildungswerk unterstützt Gewerkschaften weltweit. In einem unserer Projekte unterstützen wir IndustriALL Global Union in der Umsetzung ihrer Globalen Rahmenabkommen im Textilsektor in Bangladesch und der Türkei.

Radio Labour hat sich das Instrument der Globalen Rahmenabkommen bei IndustriALL Global Union einmal etwas genauer angesehen und in knappen vier Minuten einen sehr guten Überblick zusammengestellt: Zum Anhören hier klicken (nur auf Englisch)

Regeln für die Digitale Revolution

UNI Global Union - The Future World Of Work

(22.12.2017 / Berlin / tat) Die Digitalisierung hält in allen Branchen Einzug. Sie erleichtert viele Jobs, zugleich macht sie Arbeitsplätze überflüssig. Internationale Gewerkschaftsverbände haben nun Leitlinien für die digitale Revolution aufgestellt. Ihre Befürchtung: Die Datensammelwut gefährdet den Schutz der Mitarbeiter – vor allem auch in Staaten, die gegen die Menschenrechte verstoßen.

Künstliche Intelligenz löst den Bandarbeiter ab. Eine Betriebssoftware speichert nicht nur persönliche Daten der Arbeiter_innen für die Lohnabrechnung, sondern auch das Tempo mit dem die Tätigkeiten erledigt werden, sowie Pausenzeiten und die Qualität der Arbeit. Der gläserne Arbeiter ist der Kontrolle der Arbeitgeber ausgeliefert. Um die Arbeiter_innen im digitalen Zeitalter besser zu schützen, hat der internationale Gewerkschaftsdachverband UNI Global Union nun Leitlinien für die Zukunft der Arbeit veröffentlicht.

Für den Generalsekretär des Verbands, Philip Jennings, sind der Umgang mit den Datenmengen und  der Einzug Künstlicher Intelligenz in die Unternehmen mit die wichtigsten Themen der Gewerkschaftsbewegung. „Während der industriellen Revolutionen haben Gewerkschaften Standards für Löhne, Arbeitszeiten und Arbeitsschutz gesetzt. Nun müsse sie dasselbe dringend für die Digitale Revolution leisten.“ Eigenen Angaben nach vertritt der Dachverband rund 20 Millionen Mitglieder in 150 Ländern.

Ohne Leitlinien könnte sich die globale Ungleichheit verschärfen

Daten zählen heutzutage zu den wertvollsten Informationen für die Unternehmen. Sie gelten als das „neue Gold“ in der Wirtschaft. Doch Beschäftigte haben in den meisten Fällen keine Kontrolle über die Daten, die Arbeitgeber über sie sammeln und speichern. Gibt es keine Richtwerte, werden diese Entwicklungen die globale Ungleichheit weiter verschärfen, vermutet Jennings.

Schwerpunkt der UNI-Leitlinien ist der Schutz der Privatsphäre der Mitarbeiter_innen. Dazu zählt auch, Informationen über Anstellung oder Kündigung eines Arbeitsverhältnisses nicht weiterzugeben. Es geht um das „Recht auf eine Erklärung“. Ohne ein solches Recht, gibt es keine Kontrolle darüber, warum bestimmte Entscheidungen über die Beschäftigten getroffen werden, erklärt der Gewerkschaftsdachverband. Zudem sollen die Arbeitnehmer_innen wissen, welche Daten über sie gesammelt werden und reagieren können. Das bedeutet: Sie sollen einfordern, dass persönliche Informationen korrigiert, blockiert oder gelöscht werden.

Globales Abkommen zu Künstlicher Intelligenz gefordert

Gerade auch in Staaten, in denen Arbeitnehmerrechte erhebliche Mängel aufweisen, sind diese Leitlinien wichtig. Der Zugang zu Daten kann es Beschäftigten erleichtern, ihre Rechte einzufordern oder gegen ungerechtfertigte Kündigungen vorzugehen. Ziel der UNI Global Union ist es, die Leitlinien zum festen Bestandteil von Tarifverträgen und zum Standard internationaler Arbeitsrechte zu machen.

Für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Arbeitsleben fordern die Gewerkschaften zudem ein globales Abkommen zu ethischen Standards. Damit soll auch den negativen Folgen der Digitalisierung begegnet werden. „Von den digitalen Innovationen sollen alle profitieren, nicht nur einige wenige“, sagt UNI-Generalsekretär Jennings. Man könne weitreichende Entscheidungen nicht Technologieunternehmen und Arbeitgebern überlassen.
 

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