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Moderne Sklaverei: Filmpremieren mit anschließenden Podiumsdiskussionen

(10.09.2018/TBS) Gewerkschafter_innen disktutieren mit Menschenrechtsaktivisten

Zur Premiere des Films A Woman Captured (eine gefangene Frau) diskutieren Vertreter_innen der DGB-Regionen, -Frauen, -Jugend sowie von Arbeit und Leben, von Terre des Femmes und anderen Organisationen mit Regisseurin Bernadett Tuza-Ritter: Was können wir gegen die schlimmsten Formen von Ausbeutung und Unterdrückung in der Arbeitswelt tun?

Termine und Teilnehmende: https://www.partisan-filmverleih.de/kinotermine/

Ohne Ausweispapiere, ohne Bett zum Schlafen, eingesperrt, ausgebeutet – und das mitten in Europa. A Woman Captured zeigt das schockierende Schicksal der 52-jährigen Ungarin Marish, die mitten in Europa versklavt wurde. Es ist die berührende Geschichte einer mutigen Frau, die ihren Weg in die Freiheit findet. Ein Einzelschicksal? Keineswegs! Tuza-Ritter macht auf das Problem moderne Sklaverei aufmerksam das weltweit knapp 46 Millionen Menschen betrifft. The Global Slavery Index gibt ihre Zahl mit 1,2 Millionen in Europa, davon 15500 Menschen in Deutschland an. In der Landwirtschaft, im Baugewerbe, in der häuslichen Pflege und in der Sexarbeit, bei Küchenpersonal und Reinigungskräften, in der Fleischindustrie –, besonders in diesen, aber auch in anderen Bereichen – sind auch heute noch Menschen von Sklaverei betroffen. Der Kampf gegen Sklaverei und Ausbeutung - im globalen Norden und Süden – bleibt für uns als Teil der internationalen Gewerkschaftsbewegung eine drängende Aufgabe. Als DGB Bildungswerk BUND/Nord-Süd-Netz haben wir bereits in unserer Jahresbroschüre 2016 „Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel und nicht verhandelbar“ (hier geht’s zum Download und zur Bestellen) darauf aufmerksam gemacht, dass Sklaverei keineswegs ein Thema der Vergangenheit ist und Hintergrundinformationen verständlich aufgearbeitet. A Woman Captured konfrontiert mit der unbequemen Wahrheit, dass Sklaverei direkt in unserer unmittelbaren Umgebung stattfindet. Es ist ein Weckruf, den Kampf gegen Ausbeutung und moderne Sklaverei auch in Europa endlich ernst zu nehmen.

 

 Der Flyer zum Film: system/files/awc_flyer_180818.pdf

 

Wir suchen: Expert for the evaluation of the project-based cooperation (2004-2018) with the Trade Union Rights Center, Indonesia

(03.08.2018 / Düsseldorf) The DGB Bildungswerk is seeking for an expert for the evaluation of the project-based cooperation (2004-2018) with the Trade Union Rights Center, Indonesia. The evaluation, based on DAC-criteria, shall be implemented in three different phases (inception phase, field visit phase and reporting phase)  in the time from September to December 2018. For more details please check the ToRs here.

Öffentliche Ausschreibung Konferenzdolmetschen Brasilianisch-Englisch / Englisch-Brasilianisch und Technik für Veranstaltung im September 2018 in Düsseldorf

(19.07.2018 / Düsseldorf slu) Das DGB Bildungswerk BUND – Nord-Süd-Netz veranstaltet im September 2018 mit seinen internationalen Projektfinanz-Expertinnen und –Experten einen Workshop zum Thema Projektfinanzen. Der Workshop wird in Englisch abgehalten. Im Anschluss an den Workshop sind 2-tägige Arbeitsgespräche geplant. Workshop und Arbeitsgespräche finden an unserem Hauptsitz in Düsseldorf statt. Für unsere brasilianischen Teilnehmerinnen suchen wir die Sprachmittlung und die Technik wie in den Ausschreibungsunterlagen spezifiziert.

Angebote werden bis zum 13.08.2018 erbeten. 

 

Beschränkte Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb "Flüge und Reisemanagement Welt"

(18.07. / 05.07.2018 Düsseldorf) Das DGB Bildungswerk BUND – Nord-Süd-Netz organisiert im Rahmen seiner internationalen Projekte Veranstaltungen in Deutschland, an denen Vertreter_innen der internationalen Partnerorganisationen in Europa und angrenzenden Ländern, in Süd- und SO-Asien und Lateinamerika teilnehmen und besucht diese regelmäßig im Rahmen der Projektbetreuung.

Für die damit verbundenen Flugbuchungen und das Reisemanagement suchen wir die Zusammenarbeit mit einem Partner zunächst für 1 Jahr mit Option auf Verlängerung. Alle weiteren Details entnehmen Sie bitte den hier bereitgestellten Ausschreibungsunterlagen. Fragen, die uns bis zum 20.07.2018, 12:00 erreichen, beantworten wir gerne.

Angebote werden bis zum 31.07.2018 erbeten. Wir freuen uns, Ihr Angebot zu erhalten.

Bitte beachten: Aufgrund erhaltener Rück- / Nachfragen haben wir der Transparenz halber die BEKANNTMACHUNG und die Anlage FLUGANFRAGEN am 18.07.2018 aktualisiert.

 

Hier geht's zu den Ausschreibungsunterlagen:

 

 

Supermarkt-Check: Deutsche Ketten sind Schlusslichter in Sachen Menschenrechte

(13.07.2018 / OXFAM / Berlin) Oxfam-Studie zeigt: Supermärkte tun zu wenig, um Menschenrechte in ihren Lieferketten zu schützen

In einer neuen Studie analysiert die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam systematisch die Geschäftspolitik von Supermärkten in ihren Lieferketten. Im internationalen Vergleich schneiden die deutschen Ketten dabei mit am schlechtesten ab. Anhand von zwölf Produkten zeigt die Studie außerdem, dass die Durchschnittseinkommen von Kleinbäuerinnen und -bauern sowie Arbeiter/innen unter dem Existenzminimum liegen, während Supermarktketten immer mehr vom Verkaufserlös behalten.Oxfam fordert von den Supermärkten,Verantwortung dafür zu übernehmen, dass bei der Produktion ihrer Lebensmittel Menschenrechte eingehalten werden.

Für den Supermarkt-Check hat Oxfam öffentlich zugängliche Informationen von 16 der größten und am schnellsten wachsenden Supermärkte in Deutschland, den Niederlanden, den USA und Großbritannien ausgewertet und mit internationalen Standards zum Schutz der Menschenrechte abgeglichen.

Menschenrechte sind für Supermärkte nur eine Fußnote
Das Ergebnis des Supermarkt-Checks ist katastrophal: Während Supermärkte aus Großbritannien und den USA teilweise zweistellige Bewertungen erhielten, erreichen die deutschen „Big Four“ (Aldi, Edeka, Lidl und Rewe) in jeder Kategorie nur null bis acht Prozent der Gesamtpunktzahl. Bei speziellen Schutzmaßnahmen für Frauen sind alle deutschen Ketten durchgefallen, beim Schutz von Arbeiter/innenrechten lag die höchste Bewertung bei zwei Prozent.

„Der Supermarkt-Check zeigt, dass Menschenrechte in der Geschäftspolitik der deutschen Supermärkte aktuell nur eine Fußnote sind“, sagt Barbara Sennholz-Weinhardt, Oxfam-Expertin für Wirtschaft und Globalisierung. „Aldi, Edeka, Lidl und Rewe müssen endlich dafür sorgen, dass die Menschen, die unsere Lebensmittel herstellen, fair behandelt werden. Der Supermarkt-Check ist ein Wegweiser dafür, was sie in Zukunft konkret tun können.“

Ungleichheit im Lebensmittelsektor steigt
Neben dem Supermarkt-Check zeigt die Studie „Die Zeit ist reif“ anhand von zwölf Produkten wie Kaffee, Garnelen oder Bananen, dass der Anteil, den Supermärkte am Verkaufspreis erhalten, beständig steigt. Die Durchschnittslöhne für Arbeiter/innen liegen bei diesen zwölf Beispielprodukten unter dem Existenzminimum. Die Untersuchung zeigt aber auch, dass Ungleichheit und Ausbeutung im Lebensmittelsektor gestoppt werden können. So ist etwa der Anteil, den Supermarktketten am Verkaufspreis einer Banane aus Ecuador bekommen, zwischen 2011 und 2015 enorm gestiegen. Allein aus diesem Anstieg könnte das Sechsfache des Betrags gezahlt werden, der Arbeiter/innen fehlt, um den Lebensunterhalt ihrer Familie bestreiten zu können.

Die Zeit ist reif: Supermärkte müssen handeln
„Wir weigern uns hinzunehmen, dass wirtschaftliche Ausbeutung und Leid Zutaten vieler Lebensmittel sind, die wir im Supermarkt kaufen“, sagt Franziska Humbert, Oxfam-Expertin für soziale Unternehmensverantwortung. Oxfam fordert, dass Supermärkte Lieferwege und Herkunft ihrer Waren offenlegen und mithilfe lokaler Organisation menschenrechtliche Risikoanalysen vornehmen und veröffentlichen. Sie müssen dafür sorgen, dass Lieferanten Arbeiter/innen fair bezahlen und ihre Rechte wahren. Damit Arbeiter/innen gefahrlos Arbeitsrechtsverletzungen melden können, braucht es adäquate Beschwerdeverfahren. Die Supermärkte müssen außerdem sicherstellen, dass Frauen, etwa Farmarbeiterinnen auf Großplantagen, vor Gewalt und Diskriminierung geschützt sind.
Studie und Supermarkt-Check sind der Auftakt der weltweiten Oxfam-Kampagne „Fairness Eintüten“ (Englisch: „Behind the Barcodes“).

Redaktionelle Hinweise und Quellenangaben zur OXFAM-Studie
•    Die Deutsche Kurzfassung der Oxfam-Studie „Die Zeit ist reif“ (das Kapitel zum Supermarkt-Check beginnt ab Seite 18) finden Sie hier
•    Die Oxfam-Studie „Ripe for a change“ (auf Englisch) finden Sie hier
•    Der internationale Supermarkt-Check mit allen Bewertungen als Grafik
Mehr unter www.oxfam.de

 

 

 

 

 

 

 

Ausschreibung für Projekte: Gute Arbeit entlang globaler, regionaler oder nationaler Lieferketten mit Schwerpunkt Afrika

(03.07.2018 / Düsseldorf) Das DGB Bildungswerk sucht für die Programmphase 2020 – 2022 neue Projekte in Afrika mit dem Schwerpunkt auf Arbeits- und Gewerkschaftsrechten in globalen, regionalen oder nationalen Wertschöpfungsketten. Bewerbungsfrist ist der 30.09.2018. Weitere Einzelheiten finden sich in den Ausschreibungsunterlagen.

CALL FOR PROJECT PROPOSALS
Decent Work along Global, Regional or National  Supply Chains with focus on Africa

For the program phase 2020 - 2022, the DGB Bildungswerk is looking for new projects in Africa with a focus on labor and trade union rights in global, regional or national value chains. Application deadline is 30.09.2018. Further details can be found in the tender documents made available below.

We are looking forward to receiving your proposals.

 

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