Tarif- und Kollektivvereinbarungen

Arbeitnehmerrechte sichern

 

160 Mitgliedstaaten haben sich dem ILO-Abkommen über das Recht auf Kollektivvereinbarungen angeschlossen. Das sind immerhin 87 Prozent der Mitgliedstaaten. Dennoch gibt es für viele ArbeitnehmerInnen in ILO-Mitgliedstaaten das Recht auf freie Tarifverhandlungen nicht. Es gilt weder in China, Südkorea und Indien noch in Mexiko, Kanada oder den USA, geschweige denn in Afghanistan, Burma, Iran, Saudi-Arabien, Somalia, Thailand und Vietnam. Dabei gehört die Freiheit, sich gewerkschaftlich zu organisieren, zum Kern eines Lebens ohne Ausbeutung. Ohne Gewerkschaftsfreiheit und Verhandlungsmacht für Gewerkschaften und ArbeitgeberInnen kann die Befreiung von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung nicht erfolgreich durchgesetzt werden. 

Tarifverhandlungen - ein strafwürdiges Vergehen? 

Um die Verhandlungsfreiheit zu beschneiden, lassen sich Regierungen und ArbeitgeberInnen einiges einfallen: So kann der US-Bundesstaat Texas Tarifverhandlungen zum strafwürdigen Vergehen erklären, und können Unternehmen in Mexiko durch so genannte Contratos de Protección, "Schutzverträgen" mit obskuren Anwaltsbüros oder korrupten GewerkschafterInnen, ihre Unternehmen frei von Gewerkschaftsaktionen halten. Auch auf Betriebsebene ist der Schutz von engagierten Beschäftigten oft nicht geregelt. Während in Deutschland Betriebsräte einem gewissen Schutz - z.B. vor Kündigungen - haben, stehen Betriebräte in Kenia unter keinem besonderen besonderen Schutz. Das wirkt sich nachhaltig negativ auf ihre Möglichkeiten aus, konkrete Arbeitsbedingungen im Unternehmen zu verbessern. Auch Kolumbien hat alle acht Übereinkommen der Kernarbeitsnormen ratifiziert. Dennoch ist das Land seit mehr als einem Jahrzehnt zu einem der gefährlichsten Orte für GewerkschafterInnen geworden. 

Kollektivvereinbarungen haben sich bewährt 

Dabei hat sich beispielsweise in Deutschland - auch aus der Sicht der Wirtschaft - bewährt, dass Arbeitnehmerinteressen zum einen von gewählten Arbeitnehmervertretungen und zum anderen von den Gewerkschaften in Tarifverhandlungen vertreten werden. Tarifautonomie ist ein Eckpfeiler der sozialen Demokratie.

 

Broschüre: Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Broschüre (2014): Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Foto: © Marco Antonio Rezende/BrazilPhotos

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Broschüre: Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht

Broschüre (2015/2016): Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht heute

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Foto: Michael Gubi/flickr, CC BY-NC 2.0

 

 

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Broschüre: Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel …

Broschüre (2016): Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel und nicht verhandelbar

Erscheinungsjahr: 2016
Umfang: 76 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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Foto (re): Cícero R. C. Omena/flickr,

CC BY 2.0 

 

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Nord|Süd news, Ausgabe I/2017

Newsletter Nord|Süd news, 
Ausgabe I/2017

Die G20 brauchen mehr Sorgfalt in den Lieferketten; Kommentar: Der Status quo reicht nicht; Lieferketten: „Das Problem ist geblieben; Clever klagen gegen KiK; Die Arbeit machen Flüchtlingskinder; Solidarität im Saftladen; Auf der Suche nach den Nadelöhren; Tools für CSR-Risiken in der Lieferkette; Save the date! u.a.

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http://www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2017-i

Foto: ILO/flickr, CC BY-NC-ND 2.0

 

 

 

 

 

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