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OBS: Griechenland-Berichterstattung "mangelhaft, einseitig, oberflächlich"

(9.9.2016). In einer neuen Studie unter dem Titel "Die Griechen provozieren!" hat die Otto-Brenner-Stiftung (OBS) die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten zur Griechenlandkrise als unausgewogen kritisiert. Im OBS-Arbeitsheft 87 analysierte der Würzburger Wirtschaftsjournalismus-Professor Kim Otto die Berichterstattung von "Tagesschau", "Heute" und den Sondersendungen "Brennpunkt" und "ZDF spezial" im Jahr 2015. Fazit: "Einseitig, oberflächlich und schlicht mangelhaft."

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Gewerkschaften: Globalisierung gerecht gestalten

(9.9.2016). Der am vergangenen Montag vorgestellten Abschlusserklärung des G20-Gipfels in Hangzhou in China mangele es an neuen Rezepten, um die Globalisierung zu gestalten. Das ist das Fazit, das der Newsletter klartext der Abteilung Wirtschaftspolitik beim DGB Bundesvorstand nach der Veröffentlichung des Abschlusskommuniqués zieht.

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Gewerkschaften in Arbeit

Abbildung Titelblatt Peripherie(30.8.2016). Um neue Ansätze gewerkschaftlicher Arbeit und Revitalisierungsstrategien von Gewerkschaften im Globalen Süden geht es im Schwerpunktheft Peripherie 142/143. Das Heft widmet sich den weltweit ähnlichen Herausforderungen, die mit einer Erosion des politisch-institutionellen Einflusses einhergehen. Eine Folge ist vielfach die Schwächung der Position der abhängig Beschäftigten gegenüber den Kapitalbesitzenden. Zudem
erfassen im Globalen Süden gewerkschaftliche Organisierung und deren sozialstaatlich-korporativistische Einbindung weitaus kleinere Sektoren der arbeitenden Bevölkerung als in Europa. Andererseits gaben in einigen lateinamerikanischen Staaten Mitte-Links-Regierungen den Systemen nationaler Tarifverhandlungen neuen Aufschwung. Im Globalen Norden suchen etablierte Gewerkschaften angesichts der Strukturveränderungen des Erwerbssystems neue Themen, Kommunikationsformen und Wege der Interessenvertretung. PERIPHERIE 142/143 nimmt jenseits der Zentrierung auf Krise und Niedergang verschiedene Facetten dieser Entwicklungen vor allem im Globalen Süden in den Blick: Erwerbstätige und ihre Organisationen erscheinen nicht einfach als Opfer, sondern als Akteure mit eigenen Strategien, Agenden und Allianzen.

Bezug über Barbara Budrich Verlag, ISBN: 978-3-8474-0533-7, 260 Seiten, 29,90 €

Kik: Brand in Pakistan vor deutschem Gericht

(29.08.2016). Das Feuer in der Textilfabrik Ali Enterprises im pakistanischen Karatschi 2012 beschäftigt nun auch deutsche Gerichte. Das Landgericht Dortmund hat Klägern aus Pakistan Prozesskostenhilfe gewährt. Die vier pakistanischen Kläger wollen stellvertretend für Betroffene und Angehörige von Opfern der Brandkatastrophe Schmerzensgeld vom deutschen Textildiscounter Kik einklagen. Nach dem Brand hatten Hilfskräfte Jeans mit dem kik-Label in den Ruinen gefunden

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CETA und TTIP im Parteiencheck

(25.08.2016). Bei der am 18. September in der Hauptstadt anstehenden Wahl wird es eng - nicht nur für die derzeit regierenden Parteien SPD und CDU. Alleine wird die SPD nicht regieren können. CDU, GRÜNE und Linke agieren mit ihrem Stimmenanteil etwa gleichauf. Da kann beispielsweise das Verhalten der Parteien bei der Frage nach Ablehung oder Zustimmung zu den Freihandelsabkommen CETA und TTIP entscheidend sein. Genau das greift campact nun auf und hat die Parteien befragt.

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Großdemo: CETA & TTIP stoppen!

Grafik STOP CETA/TTIP(24.08.2016). Wenige Wochen vor den geplanten Großdemonstrationen gegen die transatlantischen Handelsabkommen CETA und TTIP am 17. September hält das Wirtschaftsministerium trotz Kritik am Abkommen mit den Kanadiern fest. Das Abkommen sei "ein sehr fortschrittliches, gutes und wichtiges Abkommen", hieß es aus dem Ministerium. Zwei Tage nach den Großdemonstrationen in sieben deutschen Großstädten will sich auch der SPD-Parteikonvent am 19. September noch einmal mit CETA befassen. Kritik gibt es vor allem aus dem linken Flügel.

 

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"... noch keinen Sklaven in Katar gesehen". Sklaverei, Zwangsarbeit und Ausbeutung im 21. Jahrhundert

(23.8.2016). Trotz Verbote und Ächtung befinden sich heute mehr als  21 Millionen Menschen weltweit in Sklaverei oder sklavereiähnlichen Arbeits- und Lebensbedingungen – auch bei uns!  Moderne Sklaverei existiert in allen Regionen und vielen Wirtschaftssektoren. Ein Milliardengeschäft für Arbeitgeber, für Konsumenten Chic und Komfort zu irrealen Preisen. Für die Betroffenen aber bedeutet sie Freiheitsberaubung und den Verlust der Kontrolle über das eigene Leben, Armut, tagtägliche schwere Arbeit, Gesundheitsschäden, Isolation, auseinandergerissene Familien, Erniedrigungen, nicht selten auch sexuelle´Gewalt. Welche (inter-)nationalen und lokalen Gegeninitiativen und Handlungsansätze gibt es?  "... noch keinen Sklaven in Katar gesehen". Sklaverei, Zwangsarbeit und Ausbeutung im 21. Jahrhundert, vom 13.-18.11.16

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Agenda 2030: Erhebliche Nachbesserungen nötig

(8.8.2016). Verschiedene zivilgesellschaftliche Verbände, Dachverbände und Netzwerke haben in einer gemeinsamen Stellungnahme den Entwurf der Bunderegierung für eine gemeinsame Nachhaltigkeitsstrategie begrüßt. Allerdings gebe es erheblichen Überarbeitungsbedarf.

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Olympia 2016: Polizeigewalt fordert Tote

(5.8.2016/amerika21). Der Beginn der Olympischen Sommerspiele in Brasilien wird von Polizeigewalt überschattet. Wie die Nachrichtenagentur amerika21 berichtet, ist die Zahl der Toten durch Polizeigewalt zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 100 Prozent gestiegen. amerika21 beruft sich dabei auf einen Bericht der Menschenrechtsbeauftragten von Amnesty International, Renata Neder.

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2016: 3000 Tote im Mittelmeer

Foto: Dirk Wahn, einfachmalraus.net  / pixelio.de(25.7.2016/EurActiv). Nach Erkenntnissen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind im ersten Halbjahr 2016 fast 3000 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Das sind deutlich mehr als zum gleichen Zeitpunkt in den Jahren 2015 und 2016.

Foto: Dirk Wahn, einfachmalraus.net  / pixelio.de

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CETA: Gewerkschaften dringen auf Nachbesserungen

(9.9.2016). Die Gewerkschaften dringen weiter auf Nachbesserungen beim umstrittenen Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada.

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Brasilien: Senat vollzieht parlamentarischen Putsch

(01.09.2016/amerika21). Mit 60 gegen 20 Stimmen hat der Senat in der vergangenen Nacht die Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff bestätigt. Unterstützer der 2014 gewählten Präsidentin hatten bis zum Schluss gehofft, während der einwöchigen Sitzung ausreichend Senatoren zu überzeugen, damit die notwendige Zweidrittelmehrheit von 54 Stimmen nicht zustande kommt. Dabei konnten Rousseff keinerlei kriminelle Handlungen nachgewiesen werden. Der Machtwechsel soll sicherstellen, dass die Verfahren wegen Verwicklungen in Korruptionsaffären möglichst bald eingestellt werden. Wie die Nachrichtenagentur amerika21 berichtet, entschied sich der Senat in einer weiteren Abstimmung dagegen, Rousseff bis 2026 das passive Wahlrecht zu entziehen.

 

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Vietnam: Mindestlohn einfrieren

(15.8.2016). Um die in diesem Jahr zu erwartenden Verluste im Export auszugleichen, hat die Vietnam Textile and Apparel Association (VITAS) die Regierung aufgefordert, die anstehende Erhöhung des Mindestlohnes für 2017 auszusetzen. Darüber hinaus soll der Mindestlohn künftig nur noch alle zwei oder drei Jahre erhöht werden, damit die Textilindustrie Vietnams wettbewerbsfähig bleibe. Vietnams Wettbewerbsfähigkeit leidet derzeit darunter, dass zu wenig in neue Technologien investiert worden ist.

Tamil Nadu: Erste Mindestlohnerhöhung nach 12 Jahren

(15.08.2016). In der indischen Provinz Tamil Nadu ist der Mindestlohn für Textilarbeiter per Gerichtsbeschluss angehoben worden. Der Madras High Court, höchstes Gericht im Bundesstaat Tamil Nadu, verfügte, dass der Monatslohn mit sofortiger Wirkung um 30 Prozent, von 67 auf 97 Dollar angehoben wird. Das ist die erste Anhebung des Mindestlohnes seit 12 Jahren.

"Das ist ein großer Sieg in einer langen Auseinandersetzung für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter", kommentierte Sujata Mody, Sprecherin der Penn Thozhilalargal Sangam, einer Frauengewerkschaft. "Die Beschäftigten sind immer mehr verarmt, während die Inflation die Preise in die Höhe getrieben hat."

Indiens Mindeslohngesetz stammt aus dem Jahr 1948, demzufolge der Mindestlohn alle fünf Jahre erhöht werden soll. Doch die Textilproduzenten in Tamil Nadu haben diesen Lohnerhöhungen konstant widersprochen. Auch im aktuellen Fall haben Anwälte von 500 zusammengeschlossenen Textilfabrikanten die Erhöhung in der Weltmarktsituation als undurchführbar bezeichnet. In der indischen Textilindustrie sind 45 Millionen Menschen beschäftigt, ein Drittel davon in Tamil Nadu.

Marshallplan für Afrika

(9.8.2016). Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat einen Marshallplan für Afrika gefordert, um die Flüchtlingsströme an ihrem Entstehungsort zu bekämpfen. Dabei sprach sich der Minister für Investitionen in Zukunftsenergien aus und für berufliche Bildung in diesen Bereichen. Nur so könnten Fluchtursachen wirksam bekämpft werden. "Die reichen Industrieländer müssen erkennen, dass sie ihren Wohlstand nicht weiter auf Kosten der Menschen in Afrika steigern können", sagte Müller. "In unserem Konsum steckt jeden Tag ein Stück Afrika. Wenn die Menschen in Afrika davon nichts haben, werden wir die Folgen teuer bezahlen müssen." Die afrikanischen Länder, die Entwicklungshilfe erhielten, müssten ihrerseits Flüchtlinge zurücknehmen, forderte Müller. "Deshalb verzahnen wir eine Vielzahl unserer Ausbildungsprojekte mit Rückkehrerprogrammen. Mit einem Ausbildungsplatz und einer Starthilfe schaffen wir nicht nur einen Anreiz zur Rückkehr, sondern eine echte Chance, dass die Rückkehrer vor Ort für sich und ihre Familien eine Zukunft aufbauen."

Experten: Keine Chance für TTIP

(10.8.1016). Experten des Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel halten eine Einigung auf das Freihandelsabkommen TTIP für fraglich. Es gebe in keinem Punkt Einigung, berichtet das Handelsblatt heute über ein internes Gutachten aus dem Wirtschaftsministerium.

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Brasilien: Breite Mehrheit gegen Rousseff

(10.8.2016/Brasilia).  Eine breite Mehrheit hat im brasilianischen Senat für eine Fortsetzung des Amtsenthebungsverfahrens gegen die gewählte Präsidentin Dilma Rousseff gestimmt. Nach einer 17-stündigen Sitzung stimmte das Plenum des Senats mit 59 zu 21 Stimmen dafür, die Amtsenthebung weiter zu betreiben. Bis Anfang September ist nun mit dem Votum zur endgültigen Amtsenthebung zu rechnen. Die Beratungen dazu sollen zwischen dem 25. und 29. August beginnen. Für die Amtsenthebung ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.

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30 Jahre FIAN: Einsatz für das Recht auf Nahrung

(5.8.2016). Seit 1986 setzt sich die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte ein. Im Zentrum der Arbeit steht dabei das Recht auf Nahrung. Anlässlich des 30. Geburtstags lädt FIAN Politik, Medien, Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit zur Feier in Berlin ein.

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Neue Regeln der Weltbank für neue Entwicklungsprojekte erst ein Anfang!

(5.8.16) Endlich, nach jahrzehntelanger Kritik, ist ein kleiner Fortschritt bei den entwicklungspolitischen Investments der Weltbank festzustellen. Die Weltbank gibt sich für ihre Entwicklungsprojekte mit dem aktualisierten Umwelt- und Sozialrahmen jetzt neue Regeln, damit negative Folgen für Mensch und Umwelt verringert werden. Sie verpflichten  Nehmerländer zur sozialen und ökologischen Folgeabschätzung ihrer neuen Projekte. Dazu gehört auch die Garantie von Arbeitnehmerrechten, der Schutz der Bevölkerung vor Vertreibung  und die Vermeidung von Umweltschäden. Schade für den IGB nur, dass die ILO Standards  nicht in das Regelwerk aufgenommen wurden.

 

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Faire Kleidung für Azubis

(26.7.2016). Schürzen, Hosen, Overalls, Kittel – mit Beginn des Ausbildungsjahres im September benötigen die Auszubildenden neue Arbeitskleidung. Eigens für diese Zielgruppe hat die Kampagne für Saubere Kleidung (englisch: Clean Clothes Campaign, CCC) Broschüren über die Produktionsbedingungen von Berufsbekleidung aufgelegt.

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Broschüre: Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Broschüre (2014): Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto: © Marco Antonio Rezende/BrazilPhotos

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Broschüre: Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht

Broschüre (2015/2016): Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht heute

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto: Michael Gubi/flickr, CC BY-NC 2.0

 

 

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Newsletter Nord|Süd news: Ausgabe III/2016

Newsletter Nord|Süd news, 
Ausgabe III/2016

UN-Nachhaltigkeitsziele: Decent Work – „Staatliche Macht nötig“; Kommentar: Jetzt geht es erst richtig los; Decent Work – Deutsche Ziele: DGB kritisiert Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung; Brasilien: Ein Rückschritt, der Konfrontation hervorruft; Afrika: Qualifikation entscheidet; Sicherheitspolitik: Rohstoffe im Visier u.a.

Hier lesen oder downloaden:
http://www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2016-iii

Infografik: © globalgoals.org

 

 

 

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Broschüre: Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel und nicht verh

Broschüre (2016): Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel und nicht verhandelbar

Erscheinungsjahr: 2016
Umfang: 76 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
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Foto: Cícero R. C. Omena/flickr,
CC BY 2.0

 

 

 

 

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