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Gewerkschaften: Klimawandel ist ernstzunehmende Bedrohung

(15.11.2017 / Berlin / tat) Um die Erderwärmung zu stoppen, reichen die bisherigen Anstrengungen der Staatengemeinschaft nicht aus. Der Weltklimagipfel in Bonn geht in die entscheidende Phase – und soll Ergebnisse liefern. So der Appell von Gewerkschaften und Klimaschützern.

Mehr Umweltschutz und gute Arbeitsplätze: Vor dem Abschluss der Weltklimakonferenz fordern internationale Gewerkschaften eine Kehrtwende in der aktuellen Wirtschaftspolitik. Der Klimawandel sei eine ernstzunehmende Bedrohung, die dringend und engagiert bekämpft werden müsse, heißt es in einer Erklärung der Gewerkschaften aus den  G7-Staaten.

 

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UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechte rückt ein wenig näher

(27.10.2017 / Berlin / bew) Der Prozess hin zu einem verbindlichen Abkommen zu Wirtschaft und Menschen rechte im Rahmen der Vereinten Nationen (UN) ist einen Schritt weitergekommen. Im kommenden Jahr wird Ecuador als Vorsitzland einer zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe beim UN-Menschenrechtsrat einen Entwurf vorlegen. Vertreter_innen der Zivilgesellschaft zeigten sich erleichtert über das Ergebnis der bereits dritten Verhandlungsrunde, zu der Vertreter_innen von rund 80  Ländern sowie der Europäischen Union und rund 200 zivilgesellschaftlicher Akteur_innen vom 23. bis zum 27. Oktober in Genf zusammen gekommen waren. Schließlich hatte es zum Auftakt so ausgesehen, als wollten unter anderem die Vertreter_innern der EU die Gespräche sabotieren. Die USA waren gar nicht erst angereist. Um was geht es?  Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen sind keine Seltenheit – ob durch menschenunwürdige Arbeit oder Umweltverschmutzung. Weil die vorhandenen Instrumente daran substanziell bislang nichts geändert haben, soll im Rahmen der Vereinten Nationen ein verbindliches Abkommen mit Kontroll- und Sanktionsmechanismen sowie Klagemöglichkeiten für Geschädigte erarbeitet werden. Der Prozess wird besonders von Schwellenländern vorangetrieben, allen voran Ecuador und Südafrika.
 

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Die Welt braucht eine Lohnerhöhung! - Zum Welttag für menschenwürdige Arbeit

(05.10.2017/ Berlin/bew) Umgerechnet 70 Milliarden US-Dollar Bruttogewinn macht die südkoreanische Samsung Group im Jahr.  220 Dollar monatlich verdienen seine Produktionsarbeiterinnen. Zu wenig, um die Familie zu ernähren. Viele arbeiten deshalb noch nebenher. Wie die 35 jährige Hesty, die 6 Tage die Woche in der Fabrik steht und abends und am Sonntag Kosmetika verkauft. Sie ist eins der Gesichter für die Kampagne „Asia fight für +50“, die asiatische Gewerkschaften rund um den Welttag für menschenwürdige Arbeit  ausgerufen haben, der am 7. Oktober statt findet.

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Nach dem G20-Gipfel - Arbeitnehmerrechte statt „Handelsliberalisierung“: Kommentar von Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes ITUC

ITUC CSI IGB

(01.10.2017/Brüssel/ITUC) Kommentar von Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes ITUC. Die Autorin war im Sommer Teil des „Labour20“- Prozesses im Rahmen der deutschen G20- Präsidentschaft. Hier zieht sie eine Bilanz.

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Mehr als 40 Millionen Menschen weltweit leben in Sklaverei

(20.09.2017/Genf/bew) Mehr als 40 Millionen Menschen weltweit leben in Sklaverei. Gegen ihren Willen müssen sie harte und oft gefährliche Arbeit verrichten. Millionen Frauen – und auch Männer - wurden zwangsverheiratet und können aus Angst vor Gewalt nicht fliehen: Moderne Sklaverei ist weltweit ein Problem. Internationale Organisationen fordern die Staatengemeinschaft auf, Ausbeutung und Zwangsarbeit stärker zu bekämpfen.

Sie schuften auf Plantagen, Minen und auf Baustellen, werden in Privathaushalten ausgebeutet, sind der Willkür reicher Fabrikbesitzer ausgesetzt: Mehr als 40 Millionen Menschen weltweit leben als Sklaven. So lautet das Ergebnis einer neuen Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

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Fair muss nicht teuer sein

(12.09.2017/Bonn/FEMNET) Zwei Jahre vor Eröffnung des Maximiliancenters in Bonn hat sich der Deutschland‐Chef von Primark Wolfgang Krogmann der kritischen Öffentlichkeit im Rahmen einer VHS-Veranstaltung gestellt. Gisela Burckhardt, Geschäftsführender Vorstand von FEMNET,  diskutierte mit ihm und bemängelte, dass sich nach dem Gebäudeeinsturz von Rana Plaza in Bangladesch fast nichts geändert hätte.

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Weltkongress - Experten beraten über mehr Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

(01.09.2017/Singapur/tat) Arbeitsunfälle müssen vermieden werden. So lautet der Appell internationaler Arbeitsrechts- und Sicherheitsorganisationen. Wie diese Forderung umgesetzt werden kann, darüber beraten Experten bei einer Konferenz in Singapur.

Mehr Sicherheit auf Baustellen, in Fabriken, mehr Schutz für Arbeiter_innen, die im Job giftigen Stoffen und gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt sind. Dieses Ziel haben sich die Teilnehmer des Weltkongresses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit gesetzt. Alle drei Jahre findet die Konferenz statt. In diesem Jahr hat das Arbeitsministerium in Singapur die Experten eingeladen.

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Multistakeholder-Initiative: Textilbündnis ruckelt sich zurecht

(28.08.2017/Berlin/bew) Das Textilbündnis hat mit der Prüfung von Roadmaps eine neue Dimension erreicht 38 Mitglieder, darunter DGB und IG Metall, veröffentlichen ihre Roadmaps freiwillig. Der DGB schließt zudem eine strategische Partnerschaft mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Seit rund drei Jahren ist das Textilbündnis am Start. Obwohl sich derzeit fast 150 Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden und Gewerkschaften beteiligen, gab es zuletzt Verunsicherung. Zur jüngsten Sitzung des Steuerungskreises gab es ganz unterschiedliche Schlagzeilen: „Kommt langsam in Bewegung“, schrieben die einen, die anderen verbreiteten, die Multistakeholder-Initiative stehe „vor dem Ende“. Was ist da los? Ein Überblick.

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Erklärung der L20 zum G20-Gipfel in Hamburg

(07.07.2017/Berlin/DGB) Die Gewerkschaften der G20-Länder (L20) fordern in ihrer Erklärung zum G20-Gipfel in Hamburg "Neue Regeln für eine gerechtere Weltwirtschaft". Die L20 sprechen in der Erklärung von einem "doppeltem Politikversagen: zunächst das Versäumnis, für eine angemessene Erholung von der Finanzkrise zu sorgen und uns stattdessen in eine 'Niedrigwachstumsfalle' zu treiben und dann das Versäumnis, für eine gerechtere Verteilung des Nutzens der Globalisierung, der technologischen und der wirtschaftlichen Fortschritte zu sorgen."
 

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SPITZE NADEL würdigt couragierte Aktion „STOPP! Union Busting“ des H&M Gesamtbetriebsrates, sowie 30 Weltläden der Region Iller-Lech

(05.07.2017/Berlin/hes) Preisträger des 2017er Aktionspreises SPITZE NADEL – gegen die dunkle Seite der Modeindustrie sind der H&M Gesamtbetriebsrat (GBR) Deutschland (Bereich Sales) und 30 Weltläden der Region Iller-Lech (in der Kategorie „Breitenwirkung“), wie die Kampagne für Saubere Kleidung  und die Co-Veranstalterin, die gemeinnützige Paderborner Gesellschaft cum ratione berichten

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DGB-Frauen machen internationalen Aufschlag - Bundesfrauenkonferenz will Geschlechterperspektive in der internationalen Politik stärken

DGB Bundesfrauenkonferenz 2017

(27.11.2017 / Berlin / bew) Es war Zufall, dass der Abschlusstag der 19. DGB- Bundesfrauenkonferenz, der 25. November, mit dem Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen zusammenfiel. Aber ein sehr passender: Denn kurz zuvor hatten die rund 200 Delegierten im Scandic Hotel am Potsdamer Platz in Berlin einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, indem sie einen umfangreichen Antrag „Geschlechterperspektive in der internationalen Politik stärken“ verabschiedeten. Einer der Kernpunkte darin: die Unterstützung und das Vorantreiben eines neuen ILO-Arbeitsstandards „Gewalt und sexuelle Belästigung gegen Frauen und Männer am Arbeitsplatz“.

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ILO-Konvention oder -Empfehlung? Beides!

International Labour Organization

(10.11.2017/Berlin/bew) Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) will auf ihrer nächsten Jahreskonferenz im Juni 2018 über einen neuen ILO-Standard beraten. Es geht um „Gewalt und sexuelle Übergriffe gegen Frauen und Männer in der Arbeitswelt“.

Wie kommt sie darauf?

Gewerkschaften drängen schon seit vielen Jahren darauf, ein bindendes Übereinkommen zu verabschieden, das Gewalt in der Arbeitswelt thematisiert. Denn diese ist insgesamt ein gewaltiges Problem – nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Arbeitgeber und Regierungen, denn die ökonomischen und sozialen Folgekosten sind gigantisch. Trotzdem trifft sie natürlich vor allem die ohnehin verletzlichsten unter den Erwerbstätigen: Frauen, Mädchen, Menschen, die nicht den erwarteten Geschlechtszuschreibungen entsprechen. Und noch mal mehr in bestimmten Branchen wie informeller Sektor, Hausangestellte, Gesundheitswesen. Den Gewerkschaften ist wichtig, das explizit herauszustellen.

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Weltklimakonferenz: Zivilgesellschaft fordert mehr Einsatz für den Klimaschutz

COP23 Fiji

(03.11.17/Berlin/tat) Ab Montag beraten Vertreter von mehr als 190 Staaten, wie das Pariser Klimaabkommen umgesetzt werden kann. Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern mehr Anstrengungen der Staaten und Hilfen für Länder, in denen die Folgen des Klimawandels besonders zu spüren sind.

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Vom Elend hinter dem edlen Tropfen - Studie über Weinplantagen in Südafrika

Billig verkauft - teuer bezahlt

(10.10.17/Berlin/tat) Deutsche Supermärkte kämpfen um jeden Weinliebhaber - nicht nur mit Qualität, sondern vor allem mit dem billigsten Angebot. Die niedrigen Preise gehen zulasten der Arbeiter_innen auf den Traubenplantagen. Ihre Arbeitsbedingungen sind katastrophal, zeigt eine neue Oxfam-Studie.

 

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Auszubildende fordern ökofaire Arbeitskleidung - Neue Broschüre erschienen

Auszubildende für faire Arbeitskleidung

(28.09.2017/Wuppertal/CCC) Ob Kittel oder Blaumann, Schutzanzug oder Firmen-T-Shirt – Berufsbekleidung gehört zu deiner alltäglichen Arbeit bei der Ausbildung dazu. Aber wie sieht die Arbeit der Menschen aus, die diese Kleidung hergestellt haben? Näher*innen und Arbeiter*innen in Bangladesch, Kambodscha, Indonesien, El Salvador und anderen Ländern arbeiten oft unter unmenschlichen Bedingungen. Sie werden ausgenutzt.

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Tag der humanitären Hilfe - Gefahr für Krisenhelfer wächst

http://www.gewerkschaften-helfen.de/

(18.08.2017/Berlin/tat) Jedes Jahr am 19. August begehen die Vereinten Nationen den internationalen Tag der humanitären Hilfe. Damit wird die Arbeit der unzähligen Unterstützer weltweit in den Mittelpunkt gerückt. Um anderen zu helfen, setzen sie in vielen Teilen der Welt ihr Leben aufs Spiel. 

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Arbeitsbedingungen auf Bananen-Plantagen: Gewerkschaft aus Ecuador konfrontiert Lidl

(14.06.2017/Ecuador/ane) Die ecuadorianische Gewerkschaft Astac hat mit Unterstützung von Oxfam einen Bericht mit Zeugenaussagen vorgelegt, der aktuelle Zustände auf den Bananen-Plantagen dokumentiert. Der Bericht ist ein follow-up der Oxfam-Studie "Süße Früchte, bittere Wahrheit" (2016). Fazit der aktuellen Recherche: Auf den fünf untersuchten Plantagen, La Palma, Matías, San José de Pongarbel, San Juan und El Naranjo, die allesamt den deutschen Discounter Lidl beliefern, werden aktuell noch immer massiv die Menschenrechte der Arbeiter verletzt und die Umwelt geschädigt. Astac wendet sich deshalb in einem offenen Brief an Lidl.

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Klimaschutz-Erklärung: "Unsere Jobs, unser Planet" - Gute Arbeit und Umweltschutz sind kein Widerspruch

ITUC und TUAC

(09.06.2017/Berlin/DGB) Gemeinsam für einen gerechten Übergang zu einer umweltfreundlichen, nachhaltigen Wirtschaft: Vor dem Gipfeltreffen der G7-Umweltminister fordern europäische und amerikanische Gewerkschaften die Regierungen eindringlich auf, am Pariser Klimaschutzabkommen festzuhalten. Der Appell im Wortlaut.

 

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Leder- und Schuhproduktion in der Türkei: Report der Kampagne Change Your Shoes prangert Missstände an

(06.06.2017/Berlin/Inkota) Das INKOTA-netzwerk und die Kampagne für Saubere Kleidung haben eine Studie veröffentlicht, die massive Arbeitsrechtsverletzungen in der türkischen Schuh- und Lederindustrie aufdeckt. Die Staaten der Europäischen Union, allen voran Deutschland, sind die größten Abnehmer von Schuhen aus der Türkei. Deshalb fordern INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung zusammen mit seinen Partnern von Change Your Shoes europäische Schuhunternehmen auf, die Einhaltung der Menschenrechte in Produktionsländern wie der Türkei sicherzustellen und darüber öffentlich zu berichten.
 

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DGB und Justitia et Pax fordern Stärkung der Arbeitsinspektion in Deutschland und weltweit

(19.05.2017/Berlin/DGB) „Immer wieder erregen Skandale um Arbeitsbedingungen auf Baustellen, in der Fleischindustrie, in Privathaushalten, in Textilfabriken die öffentliche Aufmerksamkeit. Solche Skandale ereignen sich nicht alle weit weg in fernen Ländern sondern auch hier in Deutschland, also vor der eigenen Haustür. Das Recht auf menschenwürdige Arbeit muss überall gelten“, fordert der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Anlässlich des Gipfel-Treffens der G20- Arbeitsminister am 18./19. Mai 2017 in Bad Neuenahr, veröffentlicht die Deutsche Kommission Justitia et Pax zusammen mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund ein gemeinsames Positionspapier ‚Arbeitsinspektion in einer globalisierten Welt‘.

 

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Broschüre: Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Broschüre (2014): Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): © Marco Antonio Rezende/BrazilPhotos

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Broschüre: Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht

Broschüre (2015/2016): Ohne Not flieht niemand. Flucht – Asyl – Migration und Menschenrecht heute

Umfang: 60 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

Hier bestellen:
www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): Michael Gubi/flickr,
CC BY-NC 2.0

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Broschüre: Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel …

Broschüre (2016): Moderne Sklaverei. Nicht tolerierbar, nicht akzeptabel und nicht verhandelbar

Erscheinungsjahr: 2016
Umfang: 76 Seiten
© DGB Bildungswerk BUND,
Nord-Süd-Netz

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www.nord-sued-netz.de/medien/material-bestellen

Foto (re): Cícero R. C. Omena/flickr,
CC BY 2.0 

 

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Newsletter Nord|Süd news, Ausgabe IV/2017

Newsletter Nord|Süd news, 
Ausgabe IV/2017

Living Wage: ACT in der Textilindustrie – Living Wage als großes gemeinsames Ziel; Der Kommentar: Wir brauchen einen globalen Weg!; Fairer Handel: „Eigentlich eine Aufgabe von Politik und Wirtschaft“; Malawi Tea 2020: Beim Tee vorbildlich; Großbritannien: Verwirrspiel mit Begriffen; Aus den Projekten: „Weniger in Konkurrenz denken“ u.a.

Hier lesen oder downloaden:
http://www.nord-sued-netz.de/nordsuednews/2017-iv

Foto (re): Chhor Sokunthea / World Bank East Asia and Pacific / flickr,
CC BY-NC-ND 2.0

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