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Indien: Arbeitnehmerinnen in der informellen Wirtschaft

Hilfe zur Selbsthilfe für indische Frauen
Projekt: Stärkung von Arbeitnehmerinnen in der informellen Wirtschaft in Indien 
Laufzeit: 2008 - 2011

Wohnviertel in Ahmedabad, Foto: Nina BergTeilnehmerin des SEWA-Videoseminars analysiert Multimedia-TrainingSEWA-Trainerin unterrichtet TeilnehmerinnenIngrid Sehrbrock im Gespräch mit SEWA-Mitarbeiterinnen, Foto: Nina BergPlanungsworkshop mit SEWA-Mitarbeiterinnen, Foto: Nina Berg

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„Bevor ich zu SEWA kam“, sagt Meeta, eine indische Hausangestellte, „war ich ängstlich und traute mich nicht mit meinem Hausherrn zu sprechen. Ich konnte nicht alleine Bus fahren, da ich weder lesen noch schreiben konnte.“ Seit Meeta an den Alphabetisierungskursen der Nationalen Akademie von SEWA teilnimmt, die in den Slums von Ahmedabad stattfinden, hat sich ihre Lebens- und Arbeitssituation verändert. Ihr Selbstbewusstsein wurde durch die Orientierungskurse der gewerkschaftlichen Frauenorganisation gestärkt.

Die Gewerkschaft für selbständig erwerbstätige Frauen (Self Employed Women´s Association) SEWA, hat ihren Hauptsitz in Ahmedabad. Sie entsprang dem Frauenflügel einer von Mahatma Gandhi 1917 in Gujarat mitbegründeten Arbeitervertretung von Textilarbeiterinnen und wurde 1972 gegründet.

In Indien arbeiten mehr als 90 Prozent der Werktätigen im so genannten informellen Sektor. Trotz der anhaltenden Diskriminierung der indischen Frauen ist es SEWA gelungen, mehr als eine Million Frauen in neun Bundesstaaten zu organisieren. Die Frauen kommen aus allen Glaubensrichtungen, von Hindi über Muslime bis Christen. Zu ihnen gehören Hausangestellte, Straßenhändlerinnen, Heimarbeiterinnen, Landarbeiterinnen oder Bauarbeiterinnen.

Die Akademie von SEWA ist derzeit bemüht sowohl urbane als auch ländliche Bevölkerung durch Auf- und Ausbau der gewerkschaftlichen Bildungsstrukturen in den Bundestaaten Kerala, Madhya Pradesh, Uttar Pradesh, Utterkhand, Rajasthan, Bihar, West Bengal und Delhi zu erreichen.

Namrata Bali, Direktorin der SEWA Academy, betont die Bedeutung der angepassten regionalen und inhaltlichen Bildungsangebote, die auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der marginalisierten Arbeitnehmerinnen abgestimmt sein müssen, um nachhaltig wirken zu können: „Unsere Bildungsangebote passen sich den Bedürfnissen der im informellen Sektor tätigen Frauen in Indien an, wir bieten Alphabetisierungskurse und Maßnahmen zur Schaffung von Selbstvertrauen genauso an, wie Weiterbildungsprogramme für Computer und Marketing.“

Seit Dezember 2008 unterstützt das DGB Bildungswerk im Rahmen eines Projektes die SEWA Academy, die die Bildungsaktivitäten von SEWA entwickelt und durchführt. Durch gezielte Trainings- und Ausbildungsprogramme (z.B. in den Bereichen Computer, Arbeits- und Sozialrecht, Organizing), Alphabetisierungskurse, Newsletter, Radioprogramme, Videos und wissenschaftliche Forschung leistet die SEWA Academy in Kooperation mit dem DGB Bildungswerk einen Beitrag, um die Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmerinnen in der informellen Wirtschaft zu verbessern, den Arbeitnehmerinnen Zugang zu formalen Beschäftigungsverhältnissen zu eröffnen, Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte in der informellen Wirtschaft zu stärken und die Bedarfe der marginalisierten Arbeitnehmerinnen in die politische und gesellschaftliche Diskussion einzubringen.

Links:

Den aktuellen SEWA-Newsletter finden Sie hier:

http://sewa.org/Current-E-News-Letter.asp

Broschüren:
Länderprofil Indien: http://www.nord-sued-netz.de/sites/nord-sued-netz.de/dateien/download/La...

Informeller Sektor in Indien: http://www.nord-sued-netz.de/sites/nord-sued-netz.de/dateien/download/Indien_www.pdf

 

Aktuelle Mitteilung vom 26.05.2010 über den Besuch der Direktorin der SEWA Academy, Namrata Bali, in Deutschland

http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/vg-bodenheim/loerzweiler/8943791.htm

 

Ort

Self Employed Women's Association
Ahmedabad Victoria Garden
India
nsn