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Aus Projekten und Kampagnen. Mindestlöhne für Menschen
Das gewerkschaftliche Forschungszentrum TURC hat in der indonesischen Hauptstadt Jakarta eine Kampagne für einen men schenwürdigen Mindestlohn auf den Weg gebracht. Mit dabei waren am internationalen Tag für gute Arbeit am 7. Oktober mehrere Gewerkschaften aus der Bekleidungsindustrie in Indonesien. Mit dabei an anderen Orten waren auch Aktivisten aus Indien, China, Thailand, Malaysia, Bangladesh, Sri Lanka, den Niederlanden, den USA und Großbritannien.
Das vom DGB Bildungswerk unterstützte Zentrum TURC hat den Partnern in der Kampagne für einen „anständigen“ Mindestlohn in der asiatischen Bekleidungs-industrie sein Trainingskonzept zum Thema Mindestlöhne zur Verfügung gestellt. Es hat bereits in zehn verschiedenen Regionen entsprechende Seminare abgehalten.
„Wir haben mit einer Forschung über die Mindestlohnpolitik und ihre Praxis begonnen und dabei den Schwerpunkt auf die gewerkschaftlichen Strategien im Umgang mit diesem Thema gelegt“, sagt Surya Tjandra, der im Oktober auf Einladung der Hans Böckler Stiftung an einem asiatisch-europäischen Dialog über globale Standards für Mindestlöhne in Düsseldorf teilgenommen hat. „Das Ergebnis der Forschung wurde später zusammen mit den Beiträgen der Seminarteilnehmer als Handbuch für Gewerkschaften zum Eintreten für die Löhne in der Region veröffent-licht.” TURC bietet auch Kurse über Arbeitsrecht für Gewerkschafter und Arbeits-richter an und forscht zu arbeitsrechtlichen Themen, Arbeitssicherheit und Gesund-heitsschutz am Arbeitsplatz und zu sozialer Sicherheit. Außerdem bietet es Rechtsberatung für Arbeitnehmer und Gewerkschafter an. In der Reformära der letzten zehn Jahre sei die Möglichkeit für Gewerkschaften gewachsen, sich an der Gestaltung der Politik zu beteiligen, berichtet Surya Tjandra, auch an der Festsetzung der Mindest-löhne. Wegen der Schwäche der Gewerkschaften als Tarifpartner seien die indonesischen Arbeiter bei Lohnkämpfen aber noch abhängig von der Gesetzgebung und der generellen Festsetzung von Mindestlöhnen.
