Notiert: Protest vor Fabriktor

nina.jpgProtestierende Arbeiter vor der Sinter Metallfabrik in der Türkei wurden im Juli von  Kolleginnen und Kollegen aus Serbien und Deutschland unterstützt: Die Gäste demonstrierten mit ihnen in der Dudulu Organized Industrial Zone gegen die Entlassung von 380 Beschäftigten wegen Gewerkschaftsmitgliedschaft.

Die türkischen Arbeiter warten seit acht Monaten vor den Toren der Fabrik auf das Ergebnis eines Gerichtsprozesses. Selbst das Arbeitsministerium habe das Verhalten von Sinter Metal für illegal befunden, heißt es in einer Erklärung anlässlich des Besuchs, doch der Arbeitgeber ziehe den Prozess in die Länge, um ihre Einheit zu brechen.

Am Widerstand sind heute noch hundert Kollegen beteiligt. Die Besucher aus Deutschland, zu denen Klaus Priegnitz von der IG Metall und Nina Berg und Susanne Dörflinger vom DGB Bildungswerk gehörten, wiesen darauf hin, dass Komponenten für Getriebe von Sinter Metal über Geartrag und ZF an die Autokonzerne BMW und Daimler verkauft würden. Sie versprachen diese Produktionskette zu nutzen, um Sinter Metal zur Anerkennung fundamentaler Rechte von Arbeitnehmern zu bringen.

Foto: © Birle ik Metal-is

nsn