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Notiert: Lebendige Erzieher
Die GEW sei eine lebendige Gewerkschaft, und das sei das wichtigste, fand der Gewerkschaftsvorsitzende Mamadou Barro aus Burkina Faso nach der Verfolgung kontroverser Debatten beim Gewerkschaftstag der GEW Ende April in Nürnberg.
Der Westafrikaner gehörte zu den internationalen Gästen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Dass sich alle äußern können und Vorstandsmitglieder Rechenschaft ablegen müssen, habe ihn beeindruckt, heißt es in einer Pressemeldung der GEW: „Das würde ich gern auch bei uns einführen“. In Burkina Faso funktioniere die Rechenschaftspflicht nach dem Mülleimerprinzip: „Da wird viel abgeladen, was nicht direkt zur Person gehört. Das müssen die Kandidaten aushalten“. Ihr Mandat erhielten sie ja für die Gewerkschaft und nicht für sich selbst. Mit anderen Gästen aus dem Ausland hatte Barro Gelegenheit zum Besuch des größten Berufsschulzentrums Europas in Nürnberg. „So etwas werden wir uns nie leisten können“, meinte er beim Anblick der modernen technischen Ausstattung.
