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Notiert: Platz am Tisch
Bei künftigen Verhandlungen der G 20-Staaten über die Bewältigung der internationalen Finanzkrise wollen die Gewerkschaften mitreden. Das sei die wichtigste Forderung einer von den internationalen Gewerkschaften in Washington verabschiedeten Erklärung, sagte Wolfgang Lutterbach, Leiter der internationalen Abteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), nach seiner Rückkehr aus den USA Ende November.
Einen Tag vor dem Finanzgipfel der G 20 hatten sich am 14. November die Mitgliedsverbände des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) und die Global Unions getroffen und die „Washington Declaration” verabschiedet. Darin werden die Regierungen angemahnt, nicht nur die Regelung des Finanzsystems in Angriff zu nehmen, sondern auch Konjunktur stützende Maßnahmen zur Bewältigung der Krisen in den nationalen Ökonomien.
Einzelne nationale Gewerkschaftsbünde haben in Washington das Gespräch mit ihren jeweiligen Regierungsvertretern über diese Forderungen gesucht. Der DGB hatte die Bundeskanzlerin und den Außenminister bereits im Vorfeld informiert. Der Exekutivausschuss des IGB wird vom 11. bis 18. Dezember in Brüssel über das weitere Vorgehen beraten. Vom 13. bis 15. Januar 2009 treffen sich dann Vertreter des IGB mit Repräsentanten von Weltbank und Internationalem Währungsfonds.
Die internationalen Finanzinstitutionen können beim Auffangen des Abschwungs in den armen Ländern eine wichtige Rolle spielen, so Wolfgang Lutterbach. Wenn sich die Regierungschefs der G 20 im April wieder treffen, um die Regulierungsvorschläge ihrer Finanzminister zu diskutieren, wollen die Gewerkschaften mit am Tisch sitzen.
Wortlaut der „Washington Declaration“:
www.tuac.org
