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Notiert: Faires Kicken 2010
„Kick for one world“ lautet das Motto einer Kampagne zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika, die die Spiele auch für Straßenhändlerinnen und -händler lohnenswert machen möchte. Dieses Anliegen haben zehn deutsche Nichtregierungsorganisationen im September dem Präsidenten des Weltfußballverbandes vorgetragen. Sie setzen sich für ein Verkaufsrecht innerhalb und außerhalb der Bannmeile ein.
Zu den Forderungen der Kampagne, die von der „Koordination Südliches Afrika“ initiiert wurde, gehört auch die Möglichkeit von „public viewing“ und das Vermeiden von Vertreibungen der armen Bevölkerung. Eine weitere Kampagne wurde unter dem Titel „Fair Games – Fair Play“ von südafrikanischen Gewerkschaften und dem Internationalen Bund der Bau- und Holzarbeiter (BHI) auf den Weg gebracht.
Auf ihre Initiative hat FIFA bereits im vergangenen Jahr ein Memorandum für faire Arbeitsbedingungen auf den Baustellen der WM-Stadien unterzeichnet, das auch von den großen Bauunternehmerverbänden in Südafrika unterschrieben wurde. Nach mehreren Streiks 2007 und 2008 setzten die Gewerkschaften Verbesserungen bei der Entlohnung und den Spesen für die Arbeiter auf WM-Baustellen durch. Die FIFA sagte zu, bei den Inspektionen der Baustellen Gewerkschaften hinzuzuziehen und auch bei zukünftigen Großveranstaltungen (zum Beispiel Worldcup Brasilien2014) den Dialog mit den Gewerkschaften fortzusetzen.
Weitere Informationen: www.kick-for-one-world.net
„Sport des Südens“ – Broschüre des DGB Bildungswerks
