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Informeller Sektor

Mit dem Begriff des informellen Sektors oder der informellen Wirtschaft erfasst die Volkswirtschaftslehre diejenigen Wirtschaftsbereiche, die sich ganz oder teilweise der statistischen, regulatorischen und damit meist auch der steuerlichen Erfassung durch den Staat entziehen. Der informelle Sektor schließt die wirtschaftlichen Aktivitäten von Menschen außerhalb formell geregelter Sektoren (formeller Sektor) ein und zeichnet sich meist durch folgende Eigenschaften aus: arbeitsintensive Produktionsformen, die Verwendung einfacher Techniken und Technologien, geringe berufliche Qualifikation, kleine Betriebsgrößen, Verarbeitung meist einheimischer Rohstoffe, das Fehlen von arbeits- und sozialrechtlichem Schutz und vergleichsweise schlechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Der informelle Sektor stellt also einen spezifischen Querschnitt der klassischen drei Sektoren (Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungen) dar.

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Foto: © Pablo Pecora, flickr, cc 2.0
(aus:„…die im Schatten sieht man nicht.“ Broschüre über den informellen Sektor in  Indien, DGB Bildungswerk 2007, S. 7 )