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Notiert: Sport des Südens

Sportliche Großereignisse finden immer häufiger in den so genannten "Schwellenländern" statt, die auf immer mehr Gebieten mit den Industrienationen des Nordens rivalisieren: Olympia 2008 in Peking, Fußball-WM 2010 in Südafrika, vier Jahre darauf in Brasilien. Ob sie deren Entwicklung nützen, bleibt umstritten.

Die hoch kommerzialisierten Veranstaltungen betonieren die soziale Kluft oft eher als dass sie sie aufbrechen. Für Jugendliche aus den Slums von São Paulo oder Johannesburg bleibt kaum mehr als die Hoffnung auf einen individuellen Aufstieg, der nur ganz wenigen tatsächlich gelingt.

Hier setzen die zahlreichen entwicklungspolitischen Projekte an, von denen in der Broschüre "Sport des Südens" einige exemplarisch vorgestellt werden. Am meisten Erfolg versprechen wohl die, die mit einer gezielten Aufwertung des Bildungssystems Hand in Hand gehen. Doch auch in Deutschland wird immer häufiger das Völker verbindende Potenzial des Sports zu politischer Bildungsarbeit genutzt. Sport, so zeigt die vom DGB Bildungswerk herausgegebene Broschüre, ist nicht nur ein Spiegel der neoliberalen Weltunordnung, sondern er bietet auch Ansatzpunkte zu ihrer Überwindung.

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