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Aus der Arbeitswelt: Sklaven befreit
Aus sklavenähnlichen Verhältnissen wurden 35 Menschen im brasilianischen Bundesstaat Para durch Beamte der Arbeitsaufsichtsbehörde befreit. Nach einem Bericht in der Solidaritätszeitung "Brasilien Aktuell 2008" waren sie in einem ehemaligen Viehstall neben Misthaufen untergebracht und wurden von Schlachtabfällen ernährt.
Angezeigt wurde diese Behandlung durch einen Arbeiter, der im Februar geflüchtet war. Er war am ganzen Körper mit glühenden Eisen gefoltert worden, nachdem er besseres Essen und die Zahlung der ausstehenden Löhne verlangt hatte.
Der Besitzer des landwirtschaftlichen Betriebs hatte bereits auf der "schmutzigen Liste" des Arbeitsministeriums gestanden, weil schon einmal Arbeiter von ihm in ähnlichen Verhältnissen angetroffen worden waren.
Sklavenähnliche Bedingungen gibt es in Brasilien am häufigsten in der Zuckerindustrie. Arbeitssuchende geraten hinein, indem sie sich schon vor Arbeitsantritt bei ihrem Chef für Transport oder Unterkunft verschulden müssen. Die Regierung Lula geht dagegen vor. Für ihre Beamten ist das allerdings gefährlich: mehrere wurden bei ihrem Einsatz bereits umgebracht. Offiziell ist die Sklaverei in Brasilien bereits seit 1888 abgeschafft.
