Auslagerung Angedroht
Der Arbeitgeberverband Confederation of Tanzania Industries will für das ostafrikanische Land keine Erhöhung der Mindestlöhne von 41 auf 140 Dollar akzeptieren. Nach einem Bericht der Zeitung "The East African" vom Januar kündigen die Unternehmer Arbeitsplatzverluste und die Verlagerung von Investitionen in Länder an, wo Arbeit billiger ist.
Bei einem Gespräch mit dem zuständigen Minister beschwerten sie sich über mangelnde Konsultationen und legten Zahlen vor, nach denen in vergleichbaren Ländern wie Kenia die Mindestlöhne ebenfalls nicht solche Höhen erreichten. Nach Auffassung des Industrieverbands sollten die Löhne für die Armen zwar "höher sein als die Beschäftigungsalternativen auf dem Land, aber immer noch zahlbar, wenn die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie erhalten werden soll." Eine arbeitsintensive Industrialisierung zur Verringerung der Armut werde durch die Migration vom Land in die Städte erreicht.
