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Unilever vor OECD

Wegen Gewerkschaftsbekämpfung im indischen Bundesstaat Assam gibt es eine neue Beschwerde gegen die Firma Unilever bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD.

Die Betriebsleitung von Hindustan Unilever hatte im Juli 700 Gewerkschaftsmitglieder während eines Konflikts über den Tarifvertrag ausgesperrt. Sie wollte sie im September nur wieder auf das Firmengelände lassen, wenn sie schriftlich ihren Austritt aus der Gewerkschaft und den Beitritt zu einer Firmengewerkschaft erklärten. Zur Durchsetzung dieser Strategie wurden Sicherheitskräfte am Werkstor eingesetzt.

Die internationale Gewerkschaft in der Lebensmittelindustrie IUL hat den Fall vor die Nationale Kontaktstelle der OECD in Großbritannien gebracht. Nach deren Richtlinien für multinationale Unternehmen müssen auch ausländische Tochterfirmen transnationaler Unternehmen Gewerkschafts- und Menschenrechte einhalten.

Link zum Wortlaut der IUL-Eingabe:
www.iufdocuments.org/www/documents/OECDUnileverAssam.pdf