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Notiert: Kolumbianer geehrt

Zwei in Kolumbien verfolgte Lehrer und Gewerkschafter, Samuel Morales und Raquel Castro, wurden vom Weltkongress der Bildungsinternationalen in Berlin im Juli mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnet. In Empfang nehmen konnten ihn beide nicht: die Lehrerin Raquel Castro sitzt noch im Gefängnis; Samuel Morales durfte das Land nicht verlassen, weil er auf Bewährung entlassen wurde. In einer Resolution sprach der Kongress seine Empörung „über die Verurteilung zu sechs Jahren Gefängnis … ohne faire Untersuchung und gebührenden Prozess … mit der fadenscheinigen Anschuldigung der Rebellion“ aus.

„Der Kongress begrüßt die Mitwirkung der Lehrergewerkschaften, FECODE, an der Entwicklung der kolumbianischen Bürgergesellschaft trotz versuchter Unterdrückung durch die Regierung und ihre Verbündeten“, heißt es in der Resolution. Er sei entsetzt, dass Kolumbien für Gewerkschafter noch immer das gefährlichste Land der Welt sei. Von den 2006 ermordeten Gewerkschaftern seien mindestens 40 Lehrerinnen und Lehrer.

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