Seit seiner Gründung 1987 erstellt das Nord-Süd-Netz Materialien für die entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. So vielfältig wie der Globalisierungsprozess sind auch unsere Themen.
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Unter dem Titel „Sonderwirtschaftszonen – Entwicklungsmotoren oder teure Auslaufmodelle der Globalisierung?“ hat das DGB Bildungswerk Bund in Zusammenarbeit mit dem Global Policy Forum Europe und terre des hommes ein aktuelles Arbeitspapier herausgebracht. Auf mehr als 3.000 in 130 Ländern schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) die Zahl der Sonderwirtschaftszonen weltweit. Regierungen wollen damit ausländisches Investitionskapital in ihr Land holen und siedeln transnationale Unternehmen an, die in der Regel für den Export produzieren. Sie versprechen sich davon Beschäftigungseffekte, Wachstumsimpulse für die heimische Wirtschaft und Zugang zu Technologien. Das erste Kapitel des Arbeitspapiers gibt eine Übersicht über Formen und Ausmaß des weltweiten Booms von Sonderwirtschaftszonen. Im zweiten Kapitel wird erörtert, was die Regierungen zu ihrer Einrichtung bewegt. Darüber hinaus werden die sozialen, ökonomischen und entwicklungspolitischen Wirkungen dieser Enklaven für die jeweiligen Länder in den Blick genommen. Das dritte Kapitel thematisiert die fiskalischen Effekte.
Aktualisiert und neu aufgelegt haben wir das Länderheft über die Türkei in Zusammenarbeit mit der IG Metall. Im ersten Kapitel geht es um die Menschen, die aus der Türkei nach Deutschland eingewandert sind und auch in der IG Metall eine wichtige Rolle spielen. In weiteren Kapiteln wird auf die Entwicklung der Politik und der Industrialisierung in der Türkei eingegangen und der gegenwärtige Stand der Beziehungen zur EU beurteilt. Die Geschichte und die noch immer begrenzten Möglichkeiten der Gewerkschaften werden ausführlich behandelt und Ansatzpunkte für gewerkschaftliche Kooperationen gesucht. Das Heft erschien unter dem Titel „Länderprofil Türkei: Tradition und Wandel“ zum ersten Mal 2005 und wurde für die Neuauflage Ende 2009 vollständig überarbeitet.
Auf der Fachtagung vom 26.03.2009 in Berlin haben das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, das DGB Bildungswerk, das Global Policy Forum, terre des hommes und ver.di gemeinsam über Ursachen und Folgen der größten Wirtschaftskrise informiert und diskutiert, welche institutionellen Reformen und neuen internationalen Regeln und Standards für Unternehmen und Banken notwendig sind, um derartige Krisen zukünftig zu vermeiden.
Unsere neue Broschüre hinterfragt den Aufstieg Indiens zur „Wirtschaftsmacht im Weltformat“. Dem ökonomischen Heraustreten aus dem Schatten Chinas und dem neuen politischen Rang im Weltinteresse stehen Defizite in der Infrastruktur, weit verbreitete Armut, Mangel an sozialen Sicherungssystemen und ein riesiger informeller Sektor gegenüber
Um die sozialen Reformen der gewerkschaftsnahen Regierung Lula geht es in einer neuen Broschüre von IG Metall und DGB Bildungswerk über Brasilien. Untermauert von vielen Fakten und Daten, werden Programme zur Armutsbekämpfung oder gegen Sklavenarbeit vor dem Hintergrund der sozialen Lage analysiert und bewertet. Ein eigenes Kapitel ist der Situation der Gewerkschaften und der Reform des Gewerkschaftsrechts gewidmet, die mit vielen Einzelheiten ausgeführt wird. In einem dritten Teil wird der Stand der gewerkschaftlichen Netzwerkbildung auf Unternehmensebene dargestellt und ihre Bedeutung für internationale Solidarität beleuchtet. Das Heft ist unter dem Titel „Brasilien – Soziale Reformen und gewerkschaftliche Solidarität“ erschienen und beim DGB Bildungswerk erhältlich.
„Um die Welt zu verstehen, ist es sicher nicht schlecht, sich in die Fußballwelt zu vertiefen", hat Eduardo Galeano einmal gesagt. Der uruguayische Erfolgsautor sieht eine Parallele zwischen dem millionenfachen Exodus von Menschen aus Lateinamerika, Afrika und Asien, die in ihrer Heimat keine Perspektive mehr sehen und der Auswanderung Tausender Sportler in die „Erste Welt".Im Gegenzug finden immer häufiger Großereignisse in Schwellenländern statt, die auf immer mehr Gebieten mit den Industrienationen rivalisieren. Olympia 2008 in Peking, Fußball-WM 2010 in Südafrika, 2014 in Brasilien. Diese hochkommerzialisierten Events allerdings betonieren die soziale Kluft in den Ländern des Südens eher, anstatt sie aufzubrechen. Hier setzen die zahlreichen entwicklungspolitischen Projekte an, von denen in dieser Broschüre einige exemplarisch vorgestellt werden.
Die neue Broschüre des Nord-Süd-Netzes des DGB Bildungswerks "Die im Schatten sieht man nicht - der informelle Sektor in Indien" erlaubt einen anderen Einblick in das Land Indien als den einer kommenden (Welt-)wirtschaftsmacht, der in der westlichen Presse meist gegeben wird. Beeindrucken nur zu oft hohe Wachstumsraten und zunehmende Inverstitionen, so genießt die Tatsache, dass ca 90 % der arbeitenden Bevölkerung im informellen Sektor arbeiten, kaum Beachtung.Die Broschüre analysiert diesen informellen Sektor und zeigt Wege aus dem Dilemma, die auf gewerkschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Aktivitäten basieren.
Die Broschüre beschreibt, wie die Regierungen mit ihrer Steuerpolitik gegenüber Unternehmen auf jährliche Einnahmen in Milliardenhöhe verzichten und welche negativen Folgen das für die Finanzierbarkeit öffentlicher Güter und Dienstleistungen hat.
Economic structures and industrial relations in South-Eastern Europe and Turkey Joint EMF and DGB Bildungswerk project Economic structures and industrial relationsin South-Eastern Europe and Turkey Final report of the research undertaken for the project: Strengthening of the Social dialogue in South-Eastern Europe through CSR instruments
Seit 2001 legt Social Watch Deutschland/Forum Weltsozialgipfel – ein loser Zusammenschluss von 29 sozial- und entwicklungspolitischen Organisationen und Institutionen einen Bericht zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in der Welt vor. Dieser Bericht beruht teilweise auf der internationalen Ausgabe des Social Watch Report, zum Teil versammelt er Aufsätze deutscher Autorinnen und Autoren aus der entwicklungs- und sozialpolitischen Praxis. Mit dieser Berichterstattung will Social Watch Deutschland/Forum Weltsozialgipfel beitragen zur Überprüfung der Umsetzung von Beschlüssen wichtiger Weltkonferenzen. Im Mittelpunkt des Social Watch Deutschland Reports 2007 steht das Recht auf soziale Sicherheit: Gerade angesichts verbreiteter Versuche, dieses Recht ökonomischen Sachzwängen unterzuordnen, ist immer wieder daran zu erinnern, dass das Recht auf soziale Sicherheit seit 1948 zum Menschenrechtskanon gehört.
Einleitung: Globalisierung sozial gestalten 1. Die Arbeits- und Sozialstandards der Internationalen Arbeitsorganisation Kernarbeitsnormen und menschenwürdige Arbeit 2. Die OECD-Leitsätze für Multinationale Unternehmen 3. Die Dreigliedrige Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation 4. Der Global Compact der Vereinten Nationen Ausblick: Initiativen zu weltweit verbindlichen und wirksamen Arbeits- und Sozialstandards
Tax evasion, capital flight and the misuse of public money in developing countries – and what can be done about it.
Teil 1: Woher kommen die öffentlichen Einnahmen der Entwicklungsländer - und warum sind sie nicht höher? Teil2: Wofür werden die öffentlichen Einnahmen verwendet - und warum nicht nur für Armutsbekämpfung und Entwicklung? Teil 3: Was ist zu tun? Schritte zu globealer Steuergerechtigkeit und öko-sozialen Fiskalreformen Teil 4: Was ist schon getan? Internationale Kampagnen und Initiativen der Zivilgesellschaft
Es gibt nur eine Arbeitswelt: Internationale Prozesse haben heute auch Auswirkungen auf Arbeitsplätze und -bedingungen in Deutschland. Wenn hier Zechen dicht gemacht werden und die Kohle stattdessen aus Australien kommt, spürt der Kumpel erstmal wenig von internationaler Solidarität. Da müssen wir ansetzen. Klar machen, dass internationale Gewerkschaftsarbeit keine Form von Gutmenschentum ist, sondern auch etwas mit eigenen Interessen zu tun hat. Ich gebe allerdings zu, dass diese Arbeit bei vielen Mitgliedern nicht im Mittelpunkt des Interesses steht. (Michael Sommer DGB Vorsitzender)Das Heft gibt Auskunft über internationale Kooperationen der deutschen Gewerkschaften und dokumentiert Good - Practise - Beispiele auf verschiedenen Ebenen.
Teil 1: Zwischenbilanz: Die Debatte über Unternehmensverantwortung in den Vereinten Nationen Teil 2: Zwischenbilanz: Globale Rahmenvereinbarungen zwischen Gewerkschaften und Unternehmen und OECD-Leitsätze Teil 3: Zukunftsperspektiven: Neue Inititativen für Unternehmenstransparenz und Kontrolle der Wirtschaftslobby Teil 4: Zukunftspersektiven einer strategischen Allianz von Gewerkschaften und NGOs zum Thema corporate accountability
An dem Thema kommt kein Großunternehmen mehr vorbei. Wer auf die Frage „Wie hältst Du‘s mit der sozialen und ökologischen Verantwortung?“ nicht mindestens einen Nachhaltigkeitsbeauftragten präsentieren kann, steht nicht besonders gut da. Ein schlechtes Image ist schlecht fürs Geschäft. Weil das PR-Prinzip „Tue Gutes und rede darüber“ schon immer funktionierte, überbieten sich Global Player inzwischen gegenseitig in ihren Bekenntnissen zu sozialer und ökologischer Verantwortung.Doch wie sieht soziale Verantwortung von Unternehmen konkret aus? Welche Standards existieren und wie werden diese umgesetzt? Wie können Gewerkschaften weltweit zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen beitragen? Das Heft gibt Antwort durch Beispiele aus dem Alltag von Betriebsräten multinationaler Konzerne und aus der Arbeit internationaler Gewerkschaften.
Soziale Verantwortung in der Globalisierung heißt internationale Verantwortung. Immer mehr Unternehmen treten mit Selbstverpflichtungen zu sozialem Engagement in die Öffentlichkeit. Die Gewerkschaften begrüßen Initiativen von Unternehmen zur sozialen Verantwortung, soweit sie mehr sind als reine Marketingstrategien. Sie fordern Verbindlichkeit durch Internationale Rahmenvereinbarungen und fördern gewerkschaftliche Netzwerke in multinationalen Konzerne.Das Heft gibt Auskunft über internationale Sozialstandards in multinationalen Konzernen und zeigt Beispiele, wie Betriebsräte und Gewerkschaften weltweit zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen beitragen können.
Landläufig verbinden sich zwei kontrastierende Vorstellungen von Heimarbeit: eine pessimistische und eine optimistische. Die erstere wird verbunden mit monotonen, schlecht bezahlten Tätigkeiten, keinerlei sozialer Sicherung und oft auch Kinderarbeit. Die optimistische Sichtweise sieht Heimarbeit als Folge der Entwicklung von Kommunikationsmöglichkeiten, die (qualifizierten) Arbeitnehmerinnen die Möglichkeiten gibt, auch ihrerseits von den Flexibilisierungsmöglichkeiten zu profitieren und von zu Hause aus zu arbeiten. Beide Sichtweisen sind richtig und falsch zugleich. Heimarbeit hat viele verschiedene Gesichter.
Info fehlt.
Handeln statt Versprechen - Soziale Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung
Wer denkt schon daran, dass das Mobiltelefon irgendetwas mit Millionen von Bürgerkriegsopfern im Kongo zu tun haben könnte? Dass Benzin Korruption in Angola fördert? Dass der Diamant zum 25. Hochzeitstag Plünderungen in Sierra Leone finanziert? Die Erklärung ist einfach: Mobiltelefone brauchen das im Coltan enthaltene Tantal.Coltan ist damit einer der Rohstoffe, um den im Kongo gekämpft wird. Öl, für den Export bestimmt, macht in Angola wenige reich und viele arm. Und Diamanten aus Sierra Leone sind nach wie vor potentieller Kriegsgrund in dem bettelarmen Land.
Die Bayer-Gruppe besitzt sechs Fabriken in den vier brasilianischen Bundesstaaten São Paulo, Rio de Janeiro, Rio Grande do Sul und Bahia. Wie geht es den Arbeitnehmern und ihren Gewerkschaften bei Bayer in Deutschland und in Brasilien? Sind die sozialen Standards in den brasilianischen Niederlassungen die gleichen wie in Deutschland? Das Heft porträtiert den Weltkonzern aus Sicht der Arbeitnehmer in den beiden Ländern.
Neoliberale Globalisierung - Vergangenheit in der GegenwartLateinamerika - das war einmal gleichbedeutend mit revolutionärem Aufbruch und Hoffnungen. Was blieb ist Subkontinent gescheiterter Experimente. Für viele aber ist der Subkontinent die politische und kulturelle Ferngeliebte geblieben.
Schon immer und in allen Kulturkreisen haben Kinder gearbeitet. Ihre Mithilfe im elterlichen Haushalt und in der Landwirtschaft ist seit Jahrtausenden eine Selbstverständlichkeit: Von jeher tragen Kinder mit ihrer Arbeit zur Überlebensfähigkeit ihrer Familien bei. Zugleich und untrennbar damit verbunden sammeln sie Erfahrun-gen und erwerben Kenntnisse, die für die Selbstfindung der Heranwachsenden und das spätere Leben unverzichtbar sind. Alt sind aber auch Belege für eine vielfältige wirtschaftliche Aus-beutung von Kindern. So war es in der antiken Welt in manchen Kulturkreisen üblich, dass Kinder von ihren Eltern als Sklaven verkauft wurden. In Deutschland mussten im Mittelalter selbst-verständlich auch Kinder Frondienste verrichten. Über hundert Jahre hat Kinderarbeit die Industrialisierung in Europa begleitet: Ob in Fabriken oder bei der Heimarbeit, ob im Kleinhandwerk oder auf der Straße - überall wurden Kinder auf unterschiedliche Weise ausgebeutet.
Eine der Schattenseiten der Globalisierung ist, dass im globalen Konkurrenzkampf in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern selbst grundlegende Arbeitsrechte missachtet werden. Die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) werden häufig nicht eingehalten. Um Mindeststandards durchzusetzen, fordern Gewerkschaften von den Unternehmen internationale Rahmenverträge. Firmeneigene Verhaltenskodizes oder 'Codes of Conducts', wie sie im englischen genannt werden, haben zwar in Einzelfällen durchaus Verbesserungen gebracht, werden von den Unternehmen jedoch oft missbraucht, um Imagewerbung zu betreiben, ohne den Beschäftigten wirkliche Rechte zu gewähren. Dieser Film gibt einen Einblick in das Verhalten multinational agierende Unternehmen in Entwicklungsländern. Arbeitnehmer und Gewerkschafter berichten aus eigenen Erfahrungen über die Missachtung ihrer Rechte. An Hand konkreter Beispiele werden der Nutzen und die Probleme von Verhaltenskodizes und internationalen Rahmenverträgen vorgestellt.
Auffälligstes Kennzeichen der heutigen globalisierten Produktion sind die so genannten 'Freien Produktionszonen'. Nicht ganz neu, aber sehr aktuell und mit wachsender Bedeutung, werden solche „Wirtschaftszonen" heute von fast allen Regierungen der Entwicklungsländer eingerichtet, um vor allem Unternehmen aus den Industrieländern anzulocken. Die Regierungen dieser Länder, froh über die Schaffung von Arbeitsplätzen und Ansätze industrieller Produktion, verzichten auf die Erhebung von Zöllen oder Steuern. Nationale Arbeits-gesetzgebung und Arbeitsschutz findet keine Anwendung. Gleichzeitig steht den dort produzierenden Unternehmen produzieren, ein riesiges Reservoir an Arbeitskräften zur Verfügung. Diese sind bereit, zu niedrigsten Löhnen zu arbeiten. Ideale Bedingungen und grenzenlose Freiheit - für die Unternehmen. Das Video „Produzieren für den Weltmarkt" stellt die Folgen globaler Produktion aus Sicht der Beschäftigten in „Freien Produktionszonen" Asiens und Mittelamerikas dar. Außerdem enthält die DVD weitere Interviews, in denen neben Gewerk-schaftern auch Vertreter der Arbeitgeberseite, der Regierungen und Mitarbeiterinnen sozialer Organisationen zu Wort kommen. Als Zusatzmaterial sind auf der DVD Info-Grafiken verfügbar, die über eine Navigation als Standbilder präsentiert werden können.
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