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Kampagnen
Berliner Bündnis gegen Arbeitsausbeutung
Viele Opfer von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel machen in Deutschland ihr Schicksal nicht öffentlich – weil sie als „Illegale“ und Schwarzarbeiter kriminalisiert werden. Ein Bündnis von Verbänden und Politik will das in Berlin ändern.
CCC - Clean Clothes Campaign
Entstanden ist die CCC 1990 in den Niederlanden als "Schone Kleren Kampagne". Anlass damals: Eine breite öffentliche Debatte über einen Skandal bezüglich der Arbeitsbedingungen bei internationalen Zulieferern einer großen Bekleidungs-Handelskette.
Schnell hat sich die Kampagne auch in anderen Industrieländern verbreitet. Heute existieren in zwölf europäischen Ländern entsprechende Strukturen - darunter in Deutschland, der Schweiz und Österreich.
Vielfältige Strategien - von Information bis Protest
Die Strategien der CCC sind vielfältig: Sie unterstützt weltweit ArbeitnehmervertreterInnen und Gewerkschaften der Branche vor Ort, wirbt bei Hersteller- und Einzelhandelsunternehmen für ihre Ziele und informiert VerbraucherInnen über positive wie negative Beispiele von Arbeitsbedingungen in weltweiten Produktionsstätten.
Wird die CCC auf besonders drastische Missstände aufmerksam, starten die Mitglieder des Netzwerks unter dem Dach der Kampagne so genannte "Urgent Actions" - Eilaktionen. Aktuelle Beispiele listet die Kampagne online auf.
Auch zu sportlichen Großereignissen startet die CCC immer wieder Aktionen, um zu zeigen - die Unternehmen, die den Sport sponsorn, sind weltweit nicht immer auch die besten Arbeitgeber. In 2008 läuft etwa eine Postkartenaktion anlässlich der Fußball-EM und der Olympischen Spiele, die zwei Große der Branche - Puma und adidas - für bessere Arbeitsbedingungen entlang ihrer Zuliefererketten in die Pflicht nimmt.
Um ihre Ziele mit konkreten Forderungen untermauern zu können, hat die CCC 1998 einen Kodex über die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Sportartikelindustrie verabschiedet.
Seit Dezember 2008 läuft das Internetportal Fashioncheck. Hier können Unternehmensprofile von rund 50 europäischen Firmen abgerufen werden.
Außerdem wendet sich die Clean Cloth Campain in Österreich auch an Designerinnen und Designer. Mehr über diese Kampagne erfahren sie hier.
Mehr zur Arbeit der CCC online:
CCC: Discounterkampagne wird international
Die weltweit führenden Handelsketten Aldi, Lidl, Carrefour, Tesco und Walmart erwarten auch in der Wirtschaftskrise solide Gewinne und einen steigenden Marktanteil am Bekleidungssektor. Dabei profitieren sie von ihrer Einkaufsmacht und dem Druck auf Zulieferbetriebe, der an die Beschäftigten weitergegeben wird: Die Arbeiter/innen rutschen immer tiefer in die Armut und leiden unter katastrophalen Arbeitsbedingungen und schweren Arbeitsrechtsverletzungen.
Die Clean Clothes Campaign (CCC) – Kampagne für Saubere Bekleidung – belegt diese Vorwürfe in ihrem neu veröffentlichten Bericht „Cashing In: Giant retailers, purchasing practices and working conditions in the garment industry“ (Kasse machen: Einzelhandelsgiganten, Einkaufspraktiken und Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie). Dieser beschreibt die Situation in den Zulieferbetrieben der fünf Handelsketten in Indien, Bangladesch, Sri Lanka und Thailand.
Die Beschäftigten in den Fabriken berichten von 90 Arbeitsstunden pro Woche und unbezahlten Überstunden. Die Löhne sind so niedrig, dass sie nicht ausreichen, um eine Familien zu ernähren. Alle Versuche der Arbeiter/innen, sich gewerkschaftlich zu organisieren, werden von den Zulieferbetrieben unterbunden. Gleichzeitig enthüllen sie, wie die Einzelhandelsgiganten den Druck erhöhen, dass schneller geliefert und billiger produziert wird. Dies untergräbt alle Verlautbarungen, in denen sich die Unternehmen freiwillig verpflichtet haben, in ihren Lieferketten soziale Mindeststandards einzuhalten.
Der Bericht nennt als Schlüsselprobleme in der Lieferkette der fünf Handelsgiganten: Löhne unterhalb des Existenzminimums, zunehmender Einsatz von Zeitverträgen, Unterdrückung von Gewerkschaften, exzessive Überstunden und Frauendiskriminierung.
Den Cashing In-Bericht (Zusammenfassung/ englisch) finden Sie hier .
Den gesamten Bericht (englisch) finden Sie hier .
CDA gegen Kinderarbeit
Ziel der Kampagne kind.gerecht ist das weltweite Verbot und die grundsätzlich Abschaffung von Kinderarbeit. Die CDA nimmt dabei die Kunden und KonsumentInnen in den westlichen Ländern in die Pflicht. Jede/r Einzelne habe die moralische Macht zu entscheiden, welche Produkte er kauft und welchen nicht, so die Initiatoren. Zertifikate und Siegel sollen die Kunden aufklären, ob das Produkt unter Einhaltung der internationalen Standards hergestellt wurde. Der Kunde ist König, er entscheidet darüber, wer Gewinne macht und wer nicht.
Bildung ist der Schlüssel
Die Kampagne möchte in allen Bevölkerungsgruppen ein Bewusstsein für die Motive und Auswirkungen von Kinderarbeit schaffen. Städte, Gemeinde und Landkreise sollen durch Anträge dazu bewegt werden, keine Produkte aus Kinderarbeit mehr zu kaufen. Um Kinderarbeit weltweit zu überwinden, müsse der Kampf gegen Armut weiter forciert werden, so die CDA. Schlüssel hierzu sei, dass alle Kinder Zugang zu Bildung haben.
Decent work - Decent Life
Ziel ist, bei Menschen weltweit ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was das Konzept "Gute Arbeit" ist und wie es hilft, Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern. Besonders bei politischen EntscheiderInnen und "Schlüssel-Institutionen" der internationalen Politik will sich der IGB mit der Kampagne Gehör verschaffen.
Schwerpunkte von Sozialer Sicherheit bis Migration
Sieben Schwerpunkte setzt der IGB dabei: Gute Arbeit als Grundlage für eine gerechte und stabile Wirtschaft, den Schutz von Gewerkschaftsrechten und Vereinigungsfreiheit, eine Stärkung sozialer Sicherungssysteme, fairer (Welt-)Handel, die Durchsetzung der Kernarbeitsnormen, konkrete Entwicklungszusammenarbeit der Industrieländer und die Umsetzung der UN-Millenniumsziele sowie der Schutz der Rechte von WanderarbeiterInnen und MigrantInnen.
Mehr zur Kampagne unter: www.decentwork.org
Decent Work Day am 7. Oktober
Menschenwürdige Arbeit ist in allen Ländern ein Thema, was in Entwicklungsländern vielleicht offensichtlicher ist als in Industrieländern. Wer mitmachen will, muss sich nicht unbedingt selbst eine neue Kampagne ausdenken. Vielleicht gibt es Anknüpfungspunkte in Bereichen, in denen bereits Aktionen stattfinden. Bei menschenwürdiger Arbeit geht es u.a. um Migration; Diskriminierung; Gleichstellung; Zwangsarbeit; Menschenhandel; Kinderarbeit und andere Kernarbeitsnormen wie das Tarifverhandlungsrecht und die Vereinigungsfreiheit; das Recht auf freie Meinungsäußerung; Gesetze und Vereinbarungen; informelle Wirtschaft; Klimafragen (grüne Arbeitsplätze); Gesundheit und Sicherheit; Sozialschutz; Armut und Nahrungsmittelkrise; sozialer Dialog… die Liste ist beliebig fortzusetzen.
Die Idee eines vernetzten Aktionstages ist bereits auf dem Gründungskongress des IGB 2006 entstanden. Alle Aktionen sollen im Internet öffentlich gemacht werden.
In diesem Bereich sind zahlreiche Aktionsmöglichkeiten denkbar, vor allem in Bezug auf das Grundrecht auf gewerkschaftliche Organisierung, Anerkennung und Tarifverhandlungen sowie auf den Schutz vor Diskriminierung, Zwangsarbeit und Kinderarbeit und das Recht auf eine gesunde und sichere Arbeitsumwelt.
Das zweite Thema, das sich stark auf praktische Maßnahmen und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsorganisationen in verschiedenen Ländern auf bilateraler oder multilateraler Ebene konzentriert, ist Solidarität.
Armut und Ungleichheit beenden
Unter dieses Thema fallen die weltweite Kampagne gegen Armut sowie internationale Handels-, Hilfs- und Investitionsfragen. Die Durchsetzung von menschenwürdiger Arbeit für alle als bestes Mittel zur Beendigung der Armut ist eine zentrale Forderung der Gewerkschaften.
Auch in Deutschland wird es zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen geben. Die zentrale Veranstaltung des DGB wird in Düsseldorf stattfinden. "Gute Arbeit in einer globalen Wirtschaft" geht der Frage nach, was getan werden muss, um die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in einer globalisierten Ökonomie zu schützen und auszubauen. Mit dem ehemaligen Arbeitsminister Franz Müntefering werden WissenschaftlerInnen und Betriebsräten diskutieren. Die stellvertretende Vorsitzende des internationalen Gewerkschaftsbundes Mammaounata Cisse aus Burkina Faso berichtet über ihre Arbeit, Grundrechte in der Arbeitswelt international zu stärken.
Zum Thema:
Die (deutschsprachige) Aktionsseite vom Internationaler Gewerkschaftsbund 2008
Die (deutschsprachige) Aktionsseite 2009
Die (deutschsprachige) Broschüre zum Aktionstag vom Internationalen
Gewerkschaftsbund (pdf)
Fairtrade
Siegel für fairen Handel
Wesentliches Instrument ist dabei das international verbreitete Fairtrade-Siegel. Produkte mit dem Siegel garantieren: Bei Produktion und Handel decken festgelegte Mindestpreise und Aufschläge die Produktionskosten und sichern mindestens das Existenzminimum der ProduzentInnen.
Die ProduzentInnen sollen aber auch in die Lage versetzt werden, nachhaltig in die eigene Zukunft zu investieren - für Altersvorsorge, die Bildung ihrer Kinder oder gesundheitliche Versorgung. So können sie aus eigener Kraft dem "Teufelskreis" Armut entkommen.
Fairer Handel für Deutschland: TransFair
Die internationale Fairtrade-Bewegung gliedert sich im wesentlichen in drei Dachorganisationen, die im FINE-Arbeitskreis zusammenarbeiten. Nationale Fairtrade-Organisationen setzen die gemeinsamen Ziele und Grundsätze inzwischen weltweit in fast allen Industrieländern um.
In Deutschland ist der Verein TransFair wesentlicher Träger des Fairtrade-Gedankens. Seit 1992 ist TransFair in der Lobbyarbeit für fairen Handel aktiv, regelt die Verwendung des Fairtrade-Siegels und koordiniert die Kontrolle der Einhaltung der Fairtrade-Regeln bei den Hersteller- und Vertreiber-Firmen.
TransFair Deutschland online
Fußball-Europameisterschaft: Fairplay at work
Das Ziel der Kampagne: Fairness für die Beschäftigten während der WM. „Wir wollen, dass es auch abseits des Spielfelds während der EM nicht zu Fouls kommt. Der ÖGB setzt sich deshalb bereits im Vorfeld für faire Arbeitsbedingungen ein“, beschreibt der Gewerkschaftsbund das Konzept. Anders gesagt: Guter Fußball, gute Arbeit.
Unter dem Motto „Fairplay at work“ bietet der ÖGB Informationen rund um Arbeitnehmerfragen zur Europameisterschaft und will deutlich machen: Es sind tausende Beschäftigte, die vor, während und nach dem Turnier für das größte europäische Sportereignis des Jahres aktiv sind. Auf der Kampagnen-Homepage finden sich deshalb eine Vielzahl von Serviceangeboten und Hintergrundinfos. ArbeitnehmerInnen stellen sich und ihre Arbeit als „EM-MacherInnen“ vor. Zum Beispiel die Wiener Krankenschwester Conchita Sable, die mit einer Urlaubssperre während der EM rechnet und sich als Fan der deutschen Nationalmannschaft „outet“. Außerdem berichten BetriebsrätInnen in Kurz-Porträts, mit welchen speziellen Angeboten und Betriebsvereinbarungen sie ihre Belegschaft in den Turnierwochen unterstützen. Auch Tipps zum künftigen Europameister geben die österreichischen Arbeitnehmervertreter ab: Ihre Favoriten für den Finalsieg sind Italien und Deutschland.
ILO-Kampagne zum Internationalen Frauentag
Gleichbehandlung macht Sinn
Der Slogan beschreibt eine Überzeugung, die die ILO und die Gewerkschaften weltweit seit Längerem teilen: Es gebe "überwältigende Belege" dafür, dass es nicht nur "eine Menschenrechtsfrage ist, die Gleichbehandlung von Frauen zu fördern, sondern auch ökonomisch Sinn macht", erklärt die ILO den inhaltlichen Ansatz der Kampagne.
Gute Arbeit für Frauen stärkt die Gemeinschaft
Die ILO will verdeutlichen, dass es nicht nur ein Wert an sich ist, Frauen eine bessere und würdigere Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Es hat auch einen großen Einfluss auf die positive Entwicklung ihrer Familien, von Gemeinden und sogar die Entwicklung ganzer Länder und Volkswirtschaften. Die ILO ist überzeugt: Mehr und bessere Arbeitsplätze für Frauen sind ein wesentliches Instrument, um weltweit die UN-Millenniumsziele zu verwirklichen.
Kampagne für starke Europäische Betriebsräte
Offensiv für starke Arbeitnehmervertretungen
Die Kampagne startete am 1. Mai 2008 - dem Tag der Arbeit. Ihr Ziel: die Revision der EBR-Richtlinie bis Ende 2008 unter der französischen EU-Ratspräsidentschaft
durchzusetzen und den EBR mehr Rechte einzuräumen. Dabei geht es etwa um stärkere Informations- und Konsultationsrechte, die
Anerkennung der Gewerkschaften bei der Einrichtung von EBR, aber auch das Recht
auf Fortbildung für die Euro-Betriebsräte.
Unterstützung aus der Kommission
Grundsätzlich unterstützt wird der EGB dabei von der EU-Kommission. EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla hat angekündigt,
einen revidierten Richtlinientext im Juni 2008 vorzulegen. Auch die Vize-Präsidenten der Kommission, Günter Verheugen und Margot Wallström, sind für eine Neufassung.
Damit der Widerstand der europäischen Arbeitgeber gebrochen und der EU-Ministerrat die neue, verbesserte Richtlinie tatsächlich beschließt, mobilisiert der EGB europaweit Unterstützung in seinen Mitgliedsorganisationen und der Politik. Wichtiger Termin der Kampagne: Am 9. und 10. Juni 2008 findet in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) eine internationale EBR-Konferenz in Brüssel statt.
Kampagnen für Mindestlöhne und gerechte Entgelte
Mindestlöhne für Deutschland
In Deutschland ist es derzeit eines der bestimmenden politischen Themen: Die Forderung nach Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, um der Abwärtsspirale der Entgelte durch prekäre Beschäftigungsformen und den wachsenden Niedriglohnsektor ein Ende zu setzen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist mit einer Mindestlohn-Kampagne aktiv. Das Motto: "Niedriglohn macht Deutschland arm. Arm trotz Arbeit. Deutschland braucht den Mindestlohn."
Die Kampagne online: www.mindestlohn.de
Faire Löhne europaweit zum Thema machen
Auch der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) macht sich mit einer Kampagne für faire Löhne stark: Die "PAY CAMPAIGN" mit dem Motto "In die Offensive für faire Löhne" setzt sich dabei für verschiedene Aspekte Guter Arbeit ein: gerechte Entgelte, Gleichbehandlung und Verteilungsgerechtigkeit. Zum einen sollen in allen europäischen Staaten Mindestlöhne eingeführt werden. Zum anderen geht es dem EGB auch um gleiche Entlohnung von Männern und Frauen sowie um die Begrenzung von Spitzeneinkommen.
Die Kampagne online
Nespressure - Kampagne gegen Verletzung von Gewerkschaftsrechten bei Nestlé
Nestlé, der größte Lebensmittelkonzern der Welt, pflegt und propagiert eifrig sein Image als "verantwortungsbewusstes Unternehmen" - und zwar nicht nur in seinen Hochglanzbroschüren und -prospekten und bei Tagungen über Soziale Unternehmensverantwortung, sondern auch bei den Vereinten Nationen, wo das Unternehmen jetzt sogar öffentliche Veranstaltungen sponsert. Nestlé-Arbeitnehmer und ihre Gewerkschaften in aller Welt kennen jedoch ein Nestlé der anderen Art - ein Unternehmen, das in seinem rücksichtlosen Gewinnstreben kaum eine Gelegenheit auslässt, internationale Normen der Gewerkschaftsrechte und Übereinkommen der Arbeitsorganisation (IAO) der Vereinten Nationen zu verletzen. Nestlé findet sich häufig auf der Anklagebank der OECD, deren Richtlinien vorschreiben, dass transnationale Unternehmen internationale Arbeitsnormen einhalten.
Kampagnenseite: www.nespressure.org
Netzwerk DHL-Beschäftigte
Artikel auf Gute-Arbeit-Weltweit zum Thema:
Globales Netzwerk der DHL-Beschäftigten gegründet
DHL-Beschäftigten droht der Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen,
eine ungesicherte Zukunft und Ungewissheit darüber, wie das Management
die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise handhabt. Die Globale Gewerkschaft für Fach- und Dienstleistungsberufe UNI und
die Internationale Transportarbeitergewerkschaft ITF haben deshalb eine
Kampagne gestartet, deren Ziel ein globales Abkommen für alle
Beschäftigten ist. Um mit einer Stimme zu sprechen, wurde ein globales
Netzwerk der DHL Beschäftigten mit mehr als 200.000 ArbeiterInnen aus
mehr als 50 Gewerkschaften geschaffen.
Netzwerk DHL-Beschäftigte
Artikel auf Gute-Arbeit-Weltweit zum Thema:
Globales Netzwerk der DHL-Beschäftigten gegründet
DHL-Beschäftigten droht der Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen,
eine ungesicherte Zukunft und Ungewissheit darüber, wie das Management
die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise handhabt. Die Globale Gewerkschaft für Fach- und Dienstleistungsberufe UNI und
die Internationale Transportarbeitergewerkschaft ITF haben deshalb eine
Kampagne gestartet, deren Ziel ein globales Abkommen für alle
Beschäftigten ist. Um mit einer Stimme zu sprechen, wurde ein globales
Netzwerk der DHL Beschäftigten mit mehr als 200.000 ArbeiterInnen aus
mehr als 50 Gewerkschaften geschaffen.
PlayFair 2008
Gestartet wurde sie unter anderem vom Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB). Kritik üben die Initiatoren vor allem an der Situation in der Sportbekleidungs- und Sportartikelindustrie. Chinesische ArbeiterInnen leimen Sportschuhe großer Markenhersteller für einen Lohn von weniger als zwei US-Dollar am Tag - und gehören damit eindeutig zu den "working poor", so der IGB.
Besonders drastisch ist dabei die Diskrepanz zwischen öffentlich präsentiertem Image und tatsächlicher sozialer Verantwortung der Sport-Multis: “Internationale Sportbekleidungshersteller geben
Millionen für das Sponsoring der Olympischen Spiele und der Athleten aus”,
beklagen die Initiatoren. Gleichzeitig würden ihre ArbeiterInnen in China und
weltweit teilweise mit extrem langen Arbeitszeiten und zu „Armutslöhnen“
arbeiten.
Wie sich das ändern lässt, zeigt ein Bericht zur Kampagne, derunter dem Titel 'Die Hürden überwinden' auch in deutscher Sprache verfügbar ist. Mehr zu Zielen und Aktionen der Kampagne online:
PlayFair 2010
Die Kampagne FairPlay 2008 hatte bei den Olympischen Spielen 2008 in Beijing die Einhaltung von Menschenrechten und bessere Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern von Sportausrüstung gefordert. "Seit diesen Spielen haben sich die Hersteller in Fragen zur Verbesserung von Löhnen und Arbeitsbedingungen kaum bewegt", so Lynda Yanz, Vorsitzende des Maquila Solidarity Netzwerkes.
Der Generalsekretär des Internationalen Gewerkschaftsbundes (ITUC), Guy Ryder, forderte Verantwortliche wie das Olympische Komitee auf, deutlich zu machen, "dass Produkte, die ihr Logo tragen, zu fairen Arbeitsbedingungen produziert sein müssen". Organisationen und Einzelpersonen sind aufgefordert, Herstellern zu schreiben und bessere Arbeitsbedingungen anzumahnen.
Zur Kampagnenseite


